Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 19 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 3)
- Language
- German
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75 -r seinen geliebten Bruder Antigonus aber behielt er bei fid\ und erklärte ihn zum Mirregenren. Klagende Siimmen ballten zur Mitternacht Lurch den königlichen Valast, eine schwarze G stall, angethan mit der heiligen Priestcrinütze mit dem g sivenen Schilde, schleppte .sich durch die Gemacher, aber Winwe öffnete sich nickt die Kcrkerpf^ne. Sie batte er mit eisernen . den Hllnger. einen furchtbaren Gast in ihrer Zelle, sziugeftr sie angriff und an ihr würgte Der ließ nicht ah von tbr, bis uni 'liilternackt hhre Seele in wahnsinnigem silnchc über dal mertiscke Geschleckt enteilte. Ter König lag auf dem Sieckbett aber, angerban -mit Waffen deö Triurzit dem siegreichen Kriege brachte, gefolgt v Helten, trat ein in den Tempel tcö Herrn, um dem Bruder zu sehen, im Glanze der eroberten Waffenzu schauen, wie sie dem Geliebten stehen/' Da entsendet die Königin einen Kämmerling, hurtiger denn der erserr. und läßt dem AiüihonnS anzeigen, waS.ihr hintcrbrachr worden. ' der fürstlichen^ AniigonuS, eilig, seines Bruders Verlangen ergänze mutter« AntigonnS bS, die er aus n Großen und füllen, verlaßt den Lempel deS Herrn, wandelt durch Iden Thurm d'eS Strato», in den Palast deS Königs, midie Burg Antonia. Aort lauern dis heimlichen Mörder, und wie die Strahleo der Eonnb church die Oeffnnng beS Gewölbes auf hie blitzenden Waffen des königlichen Bruderfallen, sinft er getroffen zur Erde, in die sein Blut stießet.! Ter bleiche König sitzt in sejnem Bene auf, sind horcht auf die.Schrillte der Kommenden, aber tie Schritte des Bruders, .nach denen er börck». naben nicht. -Pliötz« lick stürzt durch Wache» und Kachmerlinge der greife Judas im weißen Gewänne bereist-: „AntigonuS, sckteit er. daß die Wandel.erzittern, mir geschwungener Art, AntigonuS ist gefalen im Lhurme deS Slraron, zwar nicht wo taS Meer die Küste bespült, aber zwischen tzeor Tempel des Herrn and dem Palast des Königs' ——|tic Stimme des Herrn rügt nicht —.LaS Haus deö Hnrfan stürzt zusammen!"! Ter Königl'jht'ly und sinkt ,m. und rin Strhm deS Blutes stürzt!anS seinem Wunde uuaufhaltfaim; Gotte Israels zu danken für den Sieg, und zu sieten für die Tage des Königs. An der Pforte des Tempels stand eist Greis in werßem Gewände, in rer Hand die Art, siine Lenken mit einem Schurze umgütter: ein Offener, I rdaS mir Namen. mit der Gabe der Prepbezeibunz »erüstct, die in dkr Abgefchiedendiit seines Lebens über hn kam. „Wer will leben, rief er entsetzt, da die Wahrte l gestorben ist? AnrigonuS im Tburme des Straion — aber von der! Gefäße füllt eö. 'man 'trägt sie'zum Palast hinaus tr^rck Küste deS Meeres, das ibu bespült, si rd sechshundert . den Tburm des Slraion-, der Kämmerling strauchelt, Stadien zum Tempel des Herrn, unk di' vierte Stunde i und das Blut h-£ KlöniqS vermischt, sich mit dem Blute des Tages ist schon gekommen — tie Sl mme des Hirn. j teS Bruders auf .det E^de. in ti-e eS gesioffen. ^a mels in mir trügt — das .Haus teS Hvrcan bleibt : erbeben die Herzen her Kämmerliyge, und laut ertönt stehen!"! ikr Webgesckr'ei, bis in die Genscher deS König-. Lange Ta nahen sich rär.kevolle Höstinge dem sieckcn Könige, f^ragt tcr König vergebens nach der' Bedeutung deS lau« ..Wo weilt m/in Bruder AntigonuS? frr.pt er. Ist er! ten WeherufS. erst-ahS er. .mit furchtbaren Strafen droht, noch nicht zu ren Thoren Jerusalems Herrin? Ick sehne kündet man es ibm. I mich, das Läckcln seines Mundes und die ThräneiX^einer l ..Wohl, spricht der König mit matter Stimme^ „dein Augen zu schauen." j Blut hat sich mit hem meinigen verwischt, dci>C T!od ..AntigonuS ziehet im Triumph, ni t Heer in den Tempel teS Herrn ein. un Könige sich zu salben. Du wirst nicht mehr ras Lächeln > 6s war am Tod« seines Mundes und die Thrancn seiner! lugen schauen, Gräbcrhöble auf G LaS sieh nach! Könige enipsiiig. (Li I gcherrsckt. Waffen und'! fordert den meinen; Gräber stehen «ui mich, wir wollen » alleinigen > sie beire füllen." . /- . v.a _-_ .i» m. ‘ che Köniz, und sie verdecken!" Volk und das icgt, gedenket sondern daS drohende Schwert seiner Hand deinem Herzen sehnet." ..AntigonuS! Autigonuö! ruft der ble ringt die Hände. Bruder, komm an mein Herz. aber nicht mit dem Schwerte! Mein Hepz ist vcröbl t. tu sollst eS füllen, Gräber stehen um mich, du sollst ..Heil, Heil dir; Antigonus! rutt daS Heer, und des AristobuluS, der siech Keiner." Der König schweigt lange. Endlich ruft er den Obersten seiner Leibwache, und befiehlt ihm, mit feinen Treuesten sich zu stellen auf den geheim, n Gang vom Tempel deS Herrn zum Palaste deS Königs, den Thurm deS Straton genannt. Dort harre er d- AntigonuS, kckffimt er unbewaffnet, so laß er ihn unge Shrdet ziehen, bewaffnet, so senk' er die tödtliche Waffe in seinen Busen. Drauf entsendet er einen Kämmerling AntigonuS. ihn zu bitten, unbewaffnet vor dem KLnig zu erscheinen. Ränkevolle Höflinge nahen sich noch e liger der Königin, und sprechen zu ihr: ..der König v'rlangt, seinen An temft.lheu Ta Stag deö Hyrean, als die königlich^ thftmane die Körper/ ter^ beiden u Jahzj nur hatten .sie. über Israel ae. w Aristobul und AntiganuS ft pforte für drc gefangenen kr kcn Tbrcn, aber tti!» de» röbtetc er den Einen,' der dritte mußte am Altäre des Herrn schwört».. ffiel aus Eicbenundzwanzig Jahre her rachgierig, bis cr in Folge DaS HanS deS Hyrcan fort. AleranderS Söhste, Ar Gift aus Römcrhand, ftin gerichtet. — Hyrcan batte in fremder Gefangenschaft v die HirabespfvUe sich üher lo'ß, öffnete sich die Kerk ri Brüder.- Alcrandcr bestieg brutermörberisckcn Flucke. dem -Privatleben zu tretetn. schte Alerander. grausam u^d einer Sckwclgerci siarb. vuchyrte.in seinen Unthaten stobul unv Hyrcan. kämpften mit einander Zeit ihre- Leblntz; dey erster»- starb durch Sohn ward als Derrathtr!3 Jahre regiert. 3 Jahpe erlebt, als er durch den He« rodeS den Tod de» Dirbrrch irS starb. DaS HauS de- Hyrcan war nicht mehr! * .