Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 18 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 4)
- Language
- German
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cirouCtttf fr HLflickft. „lern Liebe fein guitet -rorlegen, teiiu so lehrte ti rrrrr zr im Namen des „Der Mensch Darf fick nicht früher einen Genuß erlauben. bis! 'er seinem Liebe Zuller vorgelegt. darauf weist die Schrift! bin. 3. B. M. 11, 15. werde Deinem Liebe Gras! geben auf Deinem Felde, und dann wirst auch Du essen ' unk Dick sättigen." — Welcher Wink gegen Thier« Tuulerci! i Daraus, bemerken die Gelehrten, daß der Mensch im t Anrastge der Schöpfung einzig und nicht mehrere Men^ | scheu zugleich erschaffen worden, kann man erwägen die; große Wunderkrafr Gottes. Wenn mau mit einem j Stempel viele Münzen prägt, babcn alle, so zahlreich ste! auch sein mögen. ein unk "dasselbe Gepräge. ber'erbabene t'ochgepriesene Schöpfer unk Herr der Welt drückt jedem Menschen das Gepräge des ersten Menschen auf, und dennoch gleicht nicht einer dem andern. Was aber diese Lerschrckenbeit bezüglich der Figur und keS Aussehens j 'ür die menschliche Gesellschaft bezwecken sckll? Die Enl-! ^deckung ver Wabrbkil. Wenn sich mehrerL/Personerr um! den Best? einer Sacke zanken, dieser behauptet, ste ge« berr mrr. jener widerstreitet, ich bin der Eigenrhümer r-azu. to kann es durch Leichen und Merkmale an der Lersmilichkeit anrnnkig gemacht und entschieden werden, wem dieselbe rechtmäßig gehört. Die einzige Erschaf- 'ung des Menschen rechtfertigen ste ferner damit: 1) Daß . kein Rangstreit stannnre. Der Eine sage nickt zum! '^ludc-rn. mein Urvater war größer und vorzüglicher als! eer Deinlge. — Ihr stammt ja alle von einem und dcutsrlben Men'ck'rn. 2» Daß die Ketzer nickt behaupten, c-2 seien mehrere Machte im Himmel vorbanden, und , jeder Mensch habe -einer ankern Macht sein Dasein und seine Eigernbümllchkeir zu verdanken. 3) Damit die Frommen von keiner Erbgüte und die Bösen von keiner l .Erbsünde wählten: — die ersten würben sich, gestützt j aut die fromme Zestigkeit ihrer Abnen für fähig halten,! jegliche lasterhafte Gefahr zu bestehen, die letzten auf Grund einer unsittlichen Abstammung sich ritt' unfähig ballen, ihren Thätigkeiren eine gute und ernste Richtung zu geben. Bon SHren der Entstehung ist dem Men« , fckcn in seinen Perrichtungen keine Fessel gelegt. keine' Schranke gesetzt, vielmehr ibm kaS Recht errdeilt, selbst«! ständig zu bandeln und die Freiheit seines Willens dem | Zwecke seiner erhabenen Bestimmung gemäß zu gebrauchen. J Inschriften, was eine Folge deS Umstandes, daß Livorno feine erste israelitische Bevölkerung den liberalen Gesetzen Ferdinand des Katholischen verdankte, und nicht ohne einen gewissen Stolz machen die Livornosischen Juden dew Besucher die und da aus alten Grabmalen» auf Kropen und andere Wappenzeichen aufmerksam, unzweifelhafte Beweise dafür, daß unter Viesen Steinen Glaubensgenossen ruhen, die dem spanischen Adel angehörten. Chassidische Blumenlese. 1. Chassidische Dialektik. (Thatsache.) Daß man einen Leichnam nicht über Nacht unbeerdigt lassen darf, verbietet die heilige Schrift mit klaren Worten, denn e» heißt Pf. 146, 4: zra. irm «xp 8*"n ..Geht sein Ldem aus, so kehre er zurück zur Erde an selbigem Tage." 2. -Chassidische Eregese. (Tharfache.) -p-r.« rrycb “nrr| rv Dieser DerS sSpr. Sa!. 31, 25) wirb also erklärt: „Bedeckt man den Kopf mit einem Streimel (nicht mit einem runden Hut wie die Deutschen) und bullt man seinen Leib in eine lange Deckesche (nicht in einen kurzen Rock wie die Deutsckenj. kann man dem großen, letzten Tage des Weltgerichtes heiter und getrost entzegensehen. 3. Chassidische Technologie. (Anekdote.) Wie macht man eine Kiste? Man nimmt ein großes, viereckiges Loch, schlägt an fünf Seiten Bretter herum und versieht sie von oben mit einer Decke. Bonmot vom letzten Wiener Bolksballe. Eine weibliche Maske ftagte einen unmaSkirten Börsianer höhnisch: „Schmuel, wie stehen die Ereditactien?" Der Angeredete anworrete augenblicklich: „So viel über Pari, wie dein Witz unter Pari. (Wanderer.) Druckfehler. In No. 17, S. 68, Sp. 1, Z. 13 v. o. muß es heißen: „Albert Cohn." i Einige Notizen über die Juden in Livorno Allgemeine Zeiruag de» Jubenlhuiu«. No 17. 1858. Man zählt in Livorno zehn bis zwölftaufend Juden, von denen einig« zu den reichsten Bewohnern Toskanagezählt werden. S.. üben einen großen Einfluß auf ren Handel und* auf,die toskanische Regierung aus. Es ist ibnen vok.'.-'ckr'cben. ibre Tobten des AbendS oder in der Nacht bei Fackellickt zu beerdigen. Jbr aller Gottesacke^ ist.voll von Gräbern mir. spanischen Leitende Artikel: Heine und die jüdische Jugend. — Die SerfatKlung der preußischen Rabdincn. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten. Deutschland: Aus der Provinz Fulda. Kassel, WormS. Hamburg. Preußen: Berlin, Berlin. Berlin. Magdeburg, Warmbruna. Lanvsberg in Lberschlefieu. Oberfitzko. Rußland: Petersburg. Belgien: Brüssel. JC3?” Zu beheben durd äek-es Pr-stamt Ullt jede Buchband, lung. Jäbrlich 3 Tbaler. vierteljäbrlich *'« Idaier. Beranvvonlicher Redactenr: SL Rabe. Skrfag »ou Sauuizartuer'« LuchhaMl-»- in Leipzig. — Druck veu »lek-nder Wiede iu Leipzig.