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Jüdisches Volksblatt · 1858-01-01 · 18 (1858) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1858)
Issue
18 (1858)
Date
1858-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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JüdifHes Volksblatt. Zur Belehrung und Unterhaltung aus jüdischem Gebiete. Rabbiner Herau-gegeben von ir. Ludwig Philippson in Magdeburg. sNo. 18. 1858 ] S."V« > tritbfint möSenttia» eint Nummer. Breil »,« Zadr» r~ g* , rieliädrig 7'/, Äflt. *Df t'ud'bautlunflfn. PoLämkee 1IV JflDrfl A. UüflMlllL 1 nehmen Bestellungen an. . *- v " D J Die Juden in DamaSktiS. <Au» dir vom -Institute herau-gtgebenen. in! einigen Wochen erscheinenden Reise nach Palästina von Dr. x. A. Frankl.) (C4Iaf.) I Rückstchllich de- Hospitalhotte, wie r^ir später hören werden. Baron Rothschild wirklich riecht; er wußte aber nicht, baß man während feiner Anr esenheit in Jerusalem in der Gewerbeschule Arbeiten auSstellte. die von den Lehrern der Abglinge gearbeitet »der vom Bazar hergeborgt waren. ..ES geschieht unendlich viel", fuhr ^»err vvn Rothschild fort, „für Jerusalem, aber vereinze lk. Diejenigen, die eS wirklich gut meinen, sollten zusammenhalten und ein gemeinschaftliche- Ziel verfolgen. M^in ehrenwrrlber Freund, Sir Mose- Montestore selbst,!wahat er für Jerusalem gethan? Er hat unendlich gioßmüthig Geld und Meid, hundertmal mehr als ein Aüist, wenn er zu» Krönung zieht, au-geworfen. Sie werden aber keine bleibende Schöpfung von ibm finden. lLenn er einmal gestorben ist, wird man wie von eine, Segen herab« gießenden Wolke, wenn'sie vorübergezoge r ist. nicht mehr sprechen. Vielleicht können Sie, wenn Sie die große Wohltbat de- Hospitalerkennen» dasse be vergrößern." „Meine Aufgabe ist eine von der Stifterin genau bestimmte und von der Regierung alsolcher der Schutz zugesagt." l „Da können Sie freilich nichtdaratz ändern. Aber ebe Sie an die Lösung Ihrer Aufgabe > gehen, studiren Sie den Schauplatz und prüfen Sie die Personen genau. Vorerst muß man allerdings in Jerusalem dafür sorgen, daß die Leute nicht verhungern und dtz schien mir eine Korn-Leihanstalr praktisch. Da- Getrede ist von den Jellachim billig zu baben. man müsse eaufsprich,'rn und zur Zeit der Roth den Armen I m den billigen Preis leihen." „Der Gedanke ist josephinifch!" „Nicht so ganz! Der Konsul. der au- Europa Unterstützung-gelder empfängt, m>rß d<nn die Beträge für dageliehene Korn in Empfang r ehmen. um zur rechten Zeit den Speicher wieder füllen za können." Neue Besuche unterbrachen unser Gespräch. Ich hatte später noch die angenehme Gelegenheit, den in Drei Dichter. Gesang und Kabbala. — Ein Divan. — Vital. — Ein Wunder. seiner Erscheinung eleganten, englisch blonden Mann wiederholt zu sprechen und seine imme^ wohlmeinenden. klaren, praktischen Gedanken zu hören älter waren alderjenige, der sie sprall die ernst und Ich war am Sübbat zu Herrn Angylo Schemaja mit Herrn Alfomddri zu Tisch geladen. Wir speisten am Marmorbasst» deschönen Hoseunter blühenden Bäumen. Herr Schemaja liebt Gesang und ist ein Mäcen aller Sänger, die sich am Sabbat bei ihm versammeln und religiöse und weltliche Lieder, hebräisch, arabisch, und sxaniolifch -singen. Die Kapelle war die-mal mir , zu Ehren verstärkt und ich unterließ enicht, die Kraft und Schönheit der Stimmen zu be« wundern. Die elftere war allerdings groß, denn sie ermüdete nicht drei Stunden lang heftig zu schreien.! Dieser Gesang, wie der arabische überhaupt,' kann ein an Rhythmugewöhnic- Gehör de- Europäers zur Verzweiflung bringen. Gewöhnlich beginnt er mit einem erschreckenden Aufschrei, der treitzulirenb so lange eS der Athem zuläßt sich .auf. gleicher ^öhe zu erhalten sucht. Plötzlich bricht der Ton ab. um wie einem Gebirge Zeit zu lassen, den Gesang zu wiederholen. So neu dem europäischen Hörer die Weise ist, ermüdet sie jedoch jede Geduld. Venn sie! wiederholt-sich fort und fort Stunden lang. Die Melodien sind nicht selten anmurhig, meist klagend und befriedigen den -arabischen Kunstkenner nur bann, wenn sie wie seine Sprache selbst durch die Nase gedämpft vorgetragen werden. Manche Melodie, noch mehr aber die Art, wie ste vorgetrageu wurde, erinnerte mich na jenen wunderlichen Singsang., den ich in jüdische» Lanvsynagogeu oft in meiner Jugend von einem reisenden „Ehasan-Baß! und Singer!" näseln und gurgeln hörte. Der Gesang! der Juden im Aöendlande ist eine klingende Fata Morgan» der WüsteNlieder, wie ich sie oft von Beduinen singen hörte. Unter dem Sängerchore, den Herr Schemaja stetgroßmülhig belohnt, befanden sich auch drei Dichter, die selbst hebräische und spaniolische Lieder dichten, E-ra Duck, den wir bereitkennen gelernt haben. Jakob fAmar und Juda Arma». Religiöse Stoffe' und s Ideen stngey ste'1a der biblische», die weltlich heitern, meist salyrischen, in ter panischen Sprache. Herr Eliahatte auf meine Bitte die besondere Güte, die Abschriftbisher ungedruckttt Gedichte besorgen zu lassen. Der Hivaa enthält nur hebräiftb« Lied« genannten drei Ufernhn und von mehrerm bingeschteve« nen Dichtern. Die arabische» Muster vop Kaßstdnen

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