Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 14 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches Volksblatt. Belehrung und Anierhattu-ng aufjüdischem gebiete. HerauSgegkbcn reu Rabbiner Sr. Ludwig Philippson in Maqtc^trg. Lon. k>rk»r Akiril^r sNo. 14. 1888.1 » tPM'<tni n.'o.rknrlt<t> ,inr Rummrr. Pre« er? 5't>rr w a *1 k"k < , «tiat-ri» 7'/, Si«r.?iQe •»ud'baiiNun*«», •: v--j.;mwr I O. JÜDlII. U. Y. HAmCI I sinjt'jrftuirnrn ntbrnrn ««ftcliur.fltn an. *- '“» " v-*.«**h*. t Analekten. (dntncmmett aus dem zweiten Tbeil der Än'ck l thums unk seiner Leeren von vr. Ion.-de, jübrigen 2<briften des Inskiuu» ers r eine des ^uten« unter den dies« eint.', III. Maimonides Bambam, geb. 20. Mir; 113), gcst. 13. Deccmbec 1204.*» Wir haben bisher die hervorragenden ver großen Entwickelung, welche das Lause von mcbr alö 500 Jahren und ausgedehnten Länderstrecke der ganzen geb fuhr, nachgewiesen. — Aus den Versuches tbum in seiner Einheit darzustellen, ersteh geachtet dcS Thalmud, welcher dasselbe glei seinen Richtungen fest zu begründen aane, dennoch die Geister nach Orlen nach verschiedenen Einwirkungen der tonst > kergeschichte, so wenig die Juden auch nahmen, auseinandkrliefen, so daß, wenn gedauert hatte, große und unheilbare Spa mußten. Die frommen und zugleich bef welchen die Erhaltung de» JudenthumS strebten mit aller Kraft nach Einheit, hin Einfluß der Ucklstände n^u bewältige > l^r beiden Hochschulen suchten dies Ziel Gange der altern Lehrer durch Forterbalt tichen Unterrichts zu erreichen. Sie punkt der jüdischen Lehre und wollten bi So konnte eS aber nicht bleiben, Gemeinden in Europa und Afrika bildetet verschiedenen Regierungen stehend, nicht Schulen Beziehungen zu unterhalten v ohnehin bald mit Abschriften deS Tha selbstständige Gelehrte aufblührn sahen, trauen verdienten. 'Erhielt sich auch n Briefwechsel mit den Hochschuleckl. so s baldG^^großen Gelehrten jenen deS Mo bürt^^W^mrvan unv Süditalien hatten eigene S^Wh^nd dauernVSa^ftkten di französisch»» ein^^^s und die" spanischen welchen fickd'Vein^Kreben nach Oberh^r machen konnte^zstelmehr die Lehrfteiheit a > (inigungspunkte Zudenthum im zwar auf einer ldeten Welt er« , da- Juden« man, daß un« ichsam nach allen Bestimmung t nd Zeiten und reitenden Bol: an dieser Tbeil eS so noch fort« tungen erfolgen ibigten Geister, im Herzen lag. er ste konnten Die Geonim nach dem Vor« ang des münden den Mittel« sen behaupten. >d sich größere welche, unter stets mit jenen ehmochten, und. mudS versehen, die volles Ver- »ch immer ein ( hlten stch doch r zenlandeebeneine Zeit lang deutschen und andrerseits, in rschaft geltend Surch auSgebrei« ') Wir geben hier die treffliche Abhandlui g über Maim outdeS nur ausjü glich und mit Hinwmlaff ng aller Roten. ltedaction. teres. Schrifttbum gefördert wurde. Was feit Saati>.b schon in den morgenländischcn Schulen stch regte, ward in Europa immer stärker entfaltet, und dais. Erlöschen ft« ner brachte daS Schriftiveftn, insbeseinter^ ktnrch den 1>instuß der arabischen Schulen gezeitigri. erst recht in Au'-. nabmr. Die'sranzdnsch-krutschen Lchulen blieben zwar noch ittlmer bei ibiser tbalmudischen Lehrweise und das Wesen arabischer Denkart berührte sie nicht, abcr"in ihre» SrudÄü rntwjckellen-ste sich selbstständig. JL^n>cbr a\}(\ diese beiden Michningeu durch Wanderungen der Gelehrten und. Vcrhreikuilg ihrer Sc nisten mit einander bekannt wurdet», dssto däustger .tragen'Verständigungen und Mißverständnisse rin, so daß chan nach der langen Entwickelung eine ^Verwirrung wahrtzabm. deren Lösung die größer» Geister vergeblich versuchten. Die zwei Haupt« richlungen gingen' vop durchaus verschiedenen Anfängen aus. Die Eine sab im Judcnrbume nur eine Religiös dedTbat. ein^iusübertrekbare-'Gesetz. kessen genaue Xenntniß demnach die Ausgabe dir leitenden Geister war; die Andere, eine Religion des Geistes, l'fft.tjmm haS GourSbewußtsein allseitig kur» gesetzliche Handlungen oder Bräuche darzv« stellen: folglich war^hier die Aufgabe>der Vertreter, diesen Zusammenhang dcSi Gesetzes mit' dem Glauben nachzuweisen. Die Einen wendeten, allen Fleiß auf die Schriftauellcn. um daS Gesetz zu üben, .pssd beruhigten stch in. Betreu der inner»! Fragen bei den, mannichfachen meist pbanlasterrichen Aeußerungen deS Midrasch; die Andern saben stch nach Wissenschaften um. und suchten besonders in philosophischen Beweismitteln und in der Naturkunde die festesten Stützen des- Glaubens und keS Gesetzes. Beide Richtungen blickten mit Besorgniß aus einander. Die Eine fürchtete haS Licht der LÄgenschaft, erstens in sofern die Beschäftigung mit anderweitigen Kenntnissen vom Gesetze ablenkre, zweitens weilldurch die Aufsuchung 'vernunftgemäßer Grundlagen für daS Gesetz daS Ansehen deS letzter» leicht sank,' und der Menschengeist stch ein Nrtheil über den göttlichen Wille« anmaßte; die Andere erblickte in der einßoitige« Forschung i« Gesetze' eine Erdrückung de» Geiste- und eine Werkheiligkeit, welche das Gesetz selbst zu meiden gebietet. So lange diese übrigens nur mit philosopbischen Beweisen auftrat. war ste minder gefahrdrohend, denn auch die gesetzliche Richtung beschränkte nicht die Denkfreihnt; so wie sie aber die Naturkunde zu Hülse nahm, zeigten stch Widersprüche mit der heiligen Schrift, welche alle« ingS die Zweifelfucht nährten. Daher waren alle Bemühungen der /großen Geister auf _fctcfrt Seite dibin gerichte, Wissenschaft ünb Gesetz mir einen»