Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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12 vier auS gelha'n har, scheinen erfolgreich gewesen zu sein; die öffentlichen Plätter haben mitgetheilt. daß er wieder in den Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte gesetzt ist; damit ist jjetrif auch die Rückgewäbrung der unbeschrankten/ Freiheit verbunden worden. Der alte Arzt. An manches Herzens Pforte Klopft' ich im Leben an. Gab schöne, süße Worte.- y . Niemand hat aufgetban. Hab Manchen warm gebettet, ' Der ack! vor Kroll erstgrn. , Hab' Manchen fUCl gerettet. Der nie auf Rettung harn'!' Hab' manche Lhrän' gcweinet Der. Menschen SchicksalSnoth, Mil Froben mich vereinet, - Hielt treu aus bis zum Tod. Ich Hab' mich müd' gesuchct Nack edlem Menfchcnherz. Das Aug' mir blöd geluger — Jetzt schau' ich himmelwärts. Könnt nirgends Liebe finden. Fand Undank nur^unv Hohn, Und will'S nun. Gott verkünden. Was neuen Arztes Lobn. U. i Kleine Beobachtungen. Has Licht ist dem menschlichen Ange nur sichtbar, wenn es auf einen festen Gegenstand trifft. Daher sehen U'ii die an der Erde vorübergehende Lichtstrahlung in der -Nachr nicht, und nur das vom Monde und den Planeten zurückorallente Licht. — Auch die sog. durchsichtige» Gegenstände ^wie j. B- GlaS) schwächen das Licht ab, unk je dicker dieselben sind' desto veränderter gelangt der Lichistrabl zu uns. Sicher rst der LuftkrciS der Erde <die Atmosphäreebenfalls nur als durchsichtiger Körrer anzusehen, der bei seiner bedeutenden Dicke (nun berechnet den Luttkreis auf 2 Meilen -Höbedie Starke res Lichtes außerorkcntlich vermindern nuß. Daß kies eine richtige Annahme, ersieht man aus :er großen Perfchiedcndeu der Helligkeit bei der verschiedenen Beschaffenbeir rer Lun. Würde einem menschlichen j Auge möglich sein, j außerhalb des/Luftkreises Licht zu ge.r wahren, io würde er ohne Zwenel sofort völlig geblendet I 'ein. Wir schauen also in die Welt durch die Lust wie! durch einen Glaskasten^ — ..! Auch die Augenlider des Menschen sind nicht ganz undurchsichtig, und die Strahlen des Lichtes dringen auch in das geschloffene Auge. So vermag unS auch in der Nacht ein plötzlich einfallender Lichtstrahl zu wecken und der Morgen ist auch in dieser Beziehung die Zeit des Erwachens. — Wie schon Aristoteles richtig bemerkte, ist das Auge der einzige Theil deS Körpers, der nicht erfriert, und daher auch in der größten Kälte frei benutzt werden kann. Aphorismen. Bon Dr. Wahl in Loblenz. Eine ungeprüfte Tugend ist eine unbestürmte Beste; beide bewähren sich erst beim Angriff. Geschwätzige Menschen entwickeln nie eine größere Bereklsamkeit. als wenn sie schweigen. Aus Furcht arm zu werden, lebt der Geizige in steter { Armulb. . Ein verderbtes Herz ist oft recht empfindlich; denn eine Wunde an zarter Stelle schmerzt auch bei der leisesten Berührung. Denkspruch aus der Sidra der Woche (Waüra.) Da sprachen sie: Finger GotteS ist dies! Doch daS Herz Pbarao'S verhärtete sich. 2. Mos. 8, 15. Bemerkung. Bei dem Artikel über den Namen MaÜabäer in Nr. 64, S. 256 ist der Name deS Verfasser» Herr Rabbiner vr. Duscha k in Ga.va ans Versehen nicht mir abgcdrnckt. Die Redaction. ÄUgemeilnc Zeitung des Juden,tbums. Ns. 2. 1858. keilende Artikel: Die Mahnung. — Literarischer Wochenbericht. — Zeirungsuachrichken. Deutschland: Aus Württemberg. Preußen: Quedlinburg, aus Schlesien, ^eüerreichischer Kaiserüaat: Wien. Prag. XemeSvar. Großbritannien: London. Die L.bweiz: Undingen. Holland: Groningen. Sg*, Za beuroen durch redes Voüaiar „Nb jede Buchhandlung. Iwrl'.ch.Iljalcr, vierteljährlich % Xbalft. veräntwonUcher Redäctenr: Jt Rabe. : l'ftl»* per. L,chi-andlunaan — Ornck ren flUiantit »j,r* in ffiriift.