Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1856-1857)
- Issue
- 62 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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. 248 yrrf&Hlid'cn Verkehr zu erfahren, bereitere miroft großes Vergnügen. Gesundes und freies Unheil. bescheiden und ansrrecbend vorgettagen. besonnen und lebbast vertbeidigl. zeichnete mir den Glaubensgenoffen oft in überraschendster Weise auS. Hier will ich Ihnen nun noch eine weitere Beobachtung nicht vorenrhalren. (Lchlotz kelgt.) Jüdische Lprüchworter. Pein Vetter pftegre zu sagen: Achrei MauS Ä<« tausch im. Unter den Abschnitten der Lbora, welche bekanntlich nach ihren Ansangsworten benannt werden, folgt aur den Abschnitt .Achrei MauS" (.nack dem Lode") der Abschnitt .Rekauschiw" („heilig"), (4t sprach diese Worte, wenn er dem übermäßigen Lobe eineS Verstorbenen beiwohnte. „Der Tob versöhnt." sagen unsre Weisen, und eS liegt in der Natur deS Menschen, das Bild deS Der storbenen in einer Art von Verklärung zu sehen, durch welche alle Klecken und Mängel an dem Dahingeschttdenen verhüllt werden. Je weniger sich die bösen Zungen zu« rückdalrcn. dein Lebenden alle- Ueble-nachzufagen, desto stiller halten sie si«^ wenn auf einen Verstorbenen die Rede kommt. Mei^ Vetter meinte nun. daß.dieS doch nicht bloS Gutmüthigkeit von den Menschen sei, sondern theilS fürchteten sich die. Lästerzungen, der Lotte möchte ibuew2»PS R^che . irgend einen schlimmen Streich spielen; tsirilS haben ded Äienschen an dem Lotten nichtmehr zu beneiden und können von ibm in her (roncurrcnz nicht mehr benachtheilizt werten. Von den Gelehrten wollte übrigens mein Vetter da- Lbige nicht ganz gelten lasten, indem sie. zwar ihren Oollegrn mit dem Tote zu tadeln au'hörlkn, aber zsi loben ansingen, wenn er mindestens bunkert Zabre totr ist. ja ihn classtsch zu finden, wenn llttnkestenS drei Jabrhunderre auf seinem Grabe stehen; je vergilbter aber seine Werke und Manuskripte werken, -desto Heller wirk der Heiligenschein um ihn in ihren Augen. Mein Veiler erweiterte aber sein Sprüchlein zu Folgendem .Willst Du sein gelobt, _ Mußt Du sterben. Willst Du sein veracht':. , Mußt Tu bewathen."; Heirathseantidchen. meinte er. sieben immer in.großer i . Achtung, CcmTman weiß nicht, ob sie nicht noch in die Faulilie kommen. Man streicht sie überall heraus, und behandelt sie mit vieler Achtung und Zuvorkommenheit. Raum aber haben sic ihre 'Wahl getrosten, so verstummt Anekdoten. «A>» Ungarn.) Herr %. in A äußerte einst in einer Gesellschaft, wenn er reich oder m Besitze von 10000 fl. wäre, er ein Mittel hätte, ewg zu leben. Beftagt. wie denn daß möglich sei. da dochauch die Reichsten sterben müßten? antwortete er: .Wenn * 10000 flhätte, so würde rch nach Dvezel — eine arnnGemeinde — übersiedeln; denn dort starb noch nie Jemnd, der 10000 fl. im Vermögen harre. Derselbe hatte eine schon lejahrte Frau N. daS. In Pesth hausierend, beg>gnete er ei»ei Händler und fragte ibn, ob er nicht ein kaufen möchte, bas er zu Hause habe. (TManr letztereein Gewürzgefaß auS St'ber ru^«dar Der Silberhänkler. bereit eS zu kaufen, begleitete" F. eine Stunde Wegenach Haufe. Wie erstaunte a^dr alS» er statt degehofften Silberdie alte Ehe« sich vorgestellt sah! 'Mner. alch»er Derselbe pflegte nur selten Pajet zu sage^» kr um die Ursache gefragt wurde, sprach er: „Hier" ist bezeichnet Chafan. so sagt er'S doch; hier hingegen $ atl* gezeigt Rahal und in Gemeindesachen menge ich mich Derselbe saß im Tempel neben Jemandem, der d Hebräischen nur schwach kundig war. — Man bemerkte daß Herr F. sich zu wiederholten Malen von seinem Sitze erhob. — Seine Nachbarn fragten ihn um die Ursache hiervon? .Es beißt," erwiederle F. in der heil. Schritt ..Vor einem Greise sollst Du autsteben. Dieser hier a^. macht viele Greisen." (Fehler in jüt. Mundart.) ik.T* «Aus Rußland eingesentki.) In einer jüdischen Gesellschaft sprach Andern» auch über Mevirin und über die Wirksamkeit nicht auf einer vollkommenen rubt. man . unter Aerzte . WriK sondern ein bloßes Herumtappen im Finfl^" > ..Was mich anbe^riffl," bemerkte ein anwesenk"" ..so gebe ich sicher »vr-^erMedicin: ich gebe Franken, bier mir ein«Hulde»h-LLrau-giebj ist. er Arzt, cht zum Allgemeine Zeitnug des Judenrhums. eine glänzende. So lange no mit einer ge Ehepaar» wr teutung verlor Leitende Artikel: Religionsfreiheit. — Npch einmal NM ^s. 1tz57. ^kf^neidung. — "T" “*w i :seiruugsnaLr,ä>ten. Deutschland: ßt gar -alerne lchlea'tc dar,ufteuen. : Wermkitt. C«Ä<rrctAn'd»cr ftatferftaats_ Slu# Ul währt, wird das Pärchen ' galiften. — Schweden unk Rorwegen: Stockboti ng btttacktr:; einem jungen; Howozradnoltnsk. liu!«: tzvnstantinvpei. ücken. cs har alle seine Lede«,den d-:rt> yi<t Postamt nn Uttj. Jrbrüch S rbaler. rlnt.ljadrlich '/« rh ^S. Preußen: srn. Lfen. dt* — Rußland: jede Buchhändler. 1 Verantwortlicher Redactrnr: K. Rabe. «>trloa »«» k * n m < j r iacr » fn^.uctlBl.« ir ror«-». -- r i a < ij i r« t fr;{f* m tfroiiA. 4