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Jüdisches Volksblatt · 1857-01-01 · 57 (1857) · p. Seite 228

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1856-1857)
Issue
57 (1857)
Date
1857-01-01
Page
Seite 228 (sequence 4)
Language
German
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228 ClimmelIsmeclS.^der tnu würdigen Greise spottend;urien »2lrer. da.Gott bleibt, und. wie man sagt,, seine Summe durch eure weisen ffiotte kund giebt, so laßt mich doch bör n. welches Ende ibr mir weissagt!" Me n Sobn! mein Sobn! siebte in diesem Augenitlicke de alte Abrabam. Mir einer Stimme voll Ernst und Würde, welche alle Anweser den erscbütterre, rief Eleazar: „Ismaiil, am Vorabend k s nächsten SabbqrhS wirst Du vor Gott Rechenschaft g ben müssen für die frevelhaften Worte, welche de'urc a, S Deinem-Munke gingen. 2 m plökltch welchedie. un au-: tief der .D verreibt Rcbecc. ter"ber 'All Vorabend des nächsten Sabbarhs wurde Ismail in das jenseits abgeruien. Bei dem Mahle, nach, alter Sitte auf die Beerdigung folgte, brach q ückliche Gattin Äsmai-lwiederholt in die Worte Polt bat ihn gestraft'.- „Ja, Gott hat ihn gestraft!" fast verzweifelnde Barer. Gon. der da straft, ist auch der Gott, welcher Her Allmächtige ist barmberzig. Abraham und laßt uns t'ür Zimaöl beten.- ES war Eleazar, ingerreren war. unk diese tröstenden Worte srrach. sanken aur die Knice unv beteten für Ismail. Aphorismen. Ben De. Äabl in Koblenz. ,3 rufe einen Vogel vom. Aufgang, und den Mann meines Ratbscklusses aus der KernetÄesaias Eap.,46 V. II . So find die Wege Gottes, der die lebendigen Wesen und die Naturkrane zu Vollstreckern seine- Wilens macht. Wie der Techniker, wenn er zum Aufbau seiner Maschite die Naturkräfte seinen Zwecken unterwirft, so wir r GotteH Meisterband in der Unendlichkeit der sittlichen nv pbnsischen Weltteirung. Tie Kräftigung unseres Glaub »S würde nicht wenig gewinnen,, wenn wir bei den an erl butternden Auftritten oft so reichen Begebenheiten in Ka itiliat und Geschlechtern nicht so kalt vorübergebn und ii diesen lebendigen Romanen die Fingerzeige. Gottes Ir en, ja seine Gegenwart schauerud fühlen würden. Ich kannte eine arme, jüdisch« Frau, die ihrer blühende» Söhn Hülfe in ih seidener Szaul render saß ibre nicht; gilbte Hand r - der Stützen ihre- Alters beraubt, von menschlicher beinah abgeschlossen auf ihrem Strohlager saß. aber em Glauben herrlicher war. als eine Fürstin auf Ottomane. Sie beugte ihren Mund in den , weil ibr die Zukunft des Gerechten als leuch- Stern vorschwebte. Vor Hunger und Kälte zitternd ihren Füßen ein schwächliches Kind und flehte, niee umfassend, um -Brot. Aber ihr Glaube wankte ihre glühenden Thranen steUn reichlich auf das ver» Psalmbuch voll goldenen Inhalts, das sie in den n hielt. Zhre feuchteif Blicke hoben sich aufwärts. als.t!0llten sie alle Himmel durchdringen, um den suche:;» der so gern bei der bedrängten Unschuld weilt, und ihre bleichen Lippen lispelten die Worte: „Wenn die Notb am größten, ist Gott am nächsten.- Ta klopft es an die Thür und herein tritt ein Briefträger, der ihr eine Gabe von einer fernen Verwandten bringt. — — Wer wollte hier noch zweifeln, daß Gott selbst in seiner Gnade sich zü ihr herabneigte? Die einzelnen dabei obwaltenden Umstände gingen allerdings ganz natürlich zu: Eine edle Frau kommt auf den Gedanken, ihrer Unglücklichen Schwester eine Unterstützung zufließen zu lassen. Sie vertraut ihre Gabe einem Briefe an. der nach einem zurückgelegten Weg von beinah hundert Stunden am Bestimmungsorte anlangend, vom Briefträger im entscheidenden Augenblick überbracht wird. Aber liegt nickt gerade darin GoneS wunderbare Fügung, daß er natürliche Umstände zu einem seinem Rathschlussc angemessenen Erfolge, zusammenwirken läßt? Die Lüge ist eine Einragsstiege, die nach kurzer Lebensdauer abstirbt. Worte ohne That find Wolken ohne Regen. - Anekdoten. In Berlin' war ein reicher Geizhals gestorben, der während seine- Lebens seinem Neffen, seinem rinzigen Erben, nicht mehr alS 400 Tblr. jährlich auSgesetzt harte. Kaum war das große Vermögen in die Hände des Neffen übergegangen, als dieser mit seiner Familie sich prächtig herausstaffirte, und eine Earoffe sich anschaffte, in der er an der Börse rorfuhr. „Herr B.." sagte da St., der bekannte Witzling, „seitdem Ihr Oheim gestorben, sind Sie unv Ihre Familie auch in ein besseres Leben übergeganqen." Derselbe S». lief einst an einem beißen Sommertage einem Geizige», der niemals für einen Mitmenschen et. .waS zu thun vermochte, auf-Schritt und Tritt nach. Als dieser sich endlich umdrehte, und sagte: „Herr St., was folgen Sie u»ir denn stets nach?- antwortete Jener: „Sie lassen doch das ganze Jahr die Sonne nicht von sich scheinen, muß man doch bei Ihnen in Schatten gehen.- Allgemetue Zkitn,g de» Iudeuthum«. No. 43. 1857. Leitende Artikel: Nord-Amerika. — Tunis. — Ostindir». — Der jüngere und der ältere Prediger. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsaachrichten. Deutschland: Kassel. Hamburg, Mecklenburg. Leimig. Leipzig. Leipzig, Worms. ro» der pfälzischfranzösischen Greßze. Preußen: Au» Schlesien, au» Schlesien. Oefterreichischer Kaiserstaat: Czervowitz. Die Schweiz: Obervndingen. Frankreich: Pari». JK3' 3* begtede» durch jede» Postamt und jede Buchhandlu»g. Jährlich 3 THaler, vierteljährlich % Thaler. LerantmonUcher Redactenr: K. Näb». #<rt«a »ra FJswjirfn«» * Sn^SinMun» in rnr«,». — Ctctf rcn flirfanttt L«i,r» in

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