Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1856-1857)
- Issue
- 50 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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200 Vsjjra Trroa rrra Wohl Mancher schmiedet selbst stch daS Geschoß, Das ihm einst gibt den Todesstoß. -nn 37721 ,3775 *m ES ist fürwahr für fein Geschlecht. Jederzeit fein Richter reckt. Trin rra irtnia Ist auch mein Mann so klein wie ein Kürbjßkern. Dock hat er seinen Sitz unter den vornehmsten Herrn. ü-o: ,üT2rj ttt t*)fcyvn.yTveBr$> rrotr ^sr\ »yra Der Studirende einer Pfianze gleicht. Die noch in in der Erde keimt, Unmerklich in die Höh' sie steigt; Denn Anfangs sie im Wacksthum faumt; Doch, wird fie sichtbar unser'm Aug'. Erscheint sie bald im Blüthenhauch—* Und har den Gipfel sie erreicht. AllwärtS sich ihr Portheil zeigt. - ... . rr-nrr rr^rrn ,rrnn? Hörst Dt! den Alten Wehel rufen, Wenn er an VeS ^UAlterS Stufen Merkt, daß sein Lebensmai vorbei — Und nimmer einzubolen sei? •wr» ,*r*2? NTTT Hat Einer einmal recht.viel Geld, So zeigt er's wohl nicht mehr der Welt. - - Kar* tos »p’crc rtssin r / » ' : Wie ein. König — aber ohne Krone — Stolzirt die Frechheit auf dem Throne. arrsrz Sei stets gepaart, und.sei ^ein Mann auch noch so klein. Doch besser ist's als Winwe sein. s-vrZ? z-zfprrr^ , Ist Schweigen sckon' dem Weisen schön, Wie gut wird's erst dem Narren steh n. *72277 r“7T «TI ,P2Ä77 P^T 2T So Mancher gibt sick Mühe, Wobei er auch gewinnt. Bei Manchem aberfrühe Der Mühe' Lobn zerrinnt. ' N27 riv 73p 32 77772 503 50?2 Kommt ein herrenloser Hund Zn einen ftemden Ort, Und will zu derselben Stund nicht gleich wieder fort. So muß er sich verstellen und lange wie. die andern bellen. srrtj. ,*p_7?3 srb? ttt??2 £37« vrVtr ebirb ' ‘ : : .. i-p nrtr trba?. Wie das Geld sei einzutheileu? Der Talmud sagt'» in diesen Zeilen: i^in Drittel für das Ackerland. Ein Drittel für den Handelsstand, Ein Drittel halte in der Hand.? «am? neipa «y*s ^773 So wenig ein Kamee! durch ein Nadelöhr geht. So wenig ein Handel ohne Interesse besteht. ppvwp! ron; -nrt Mit dem Strome schwimme Du, S» hast Du vor den Leuten Ruh. 722 irw bSTK MZ7V Wenn der Blinde auch noch so viel vor stch stehen hat — Er ißr's, sieht nichts davon — und wird darum nicht satt. Unterhaltungs-Pillen. Don L. Lehmann in Bad Homburg. Ein Rabbiner der früheren guten alten Zeit wurde bei einem Heiratbsprojecte um Auskunft befragt, und sollte, wenn dieselbe günstig auSfiele. daS Zustandekommen der Heiralh gesichert fein. Der Rabbiner, der dem strebsamen jungen Mann persönlich geneigt war. durchaus aber keine Unwahrheit schreiben wollte, ließ denselben rufen, hieß ihn ein Paar neue dastehende Stiefeln anzieben und in jede Hand einen blanken Thaler nehmen. Hierauf setzte sich der Rabbiner bin und schrieb mit guten Gewissen: Der fragliche junge Mann ist thätig und steißigsteht sich gut und hat sckön Geld in Händen." Die Heiralh kam zu Stande. Als Rabbi Jottatban (Eubenschütz?) noch in seines PaterS Hause> als Knabe sich befand, und die Familie einmal Meth trankj that derselbe sich einen Theil unbemerkt auf den andetn Tag weg. Am andern Morgen war er gerade im Begriffe dies zu genießen, da trat sein Vater in die Stub^, und durch deS Knaben Verwirrung aufmerksam gemacki. fragte er ihn, waS er da trinke: „Wasser." anrwortefc der Sohn kleinlaut. -Der Vater, der etwas Anderes nun ahute, kostete den Trank und sagte, den Sohn firirend: „Wahrlich, das ist ein sehr süßes Wasser." „Lieber Vater," antwortete erröthend und zur Erde sehend der bibelfeste Sohn, beißt's denn nicht auch: Majim jenubim jimtoko,;. D. Gestohlenes Wasser schmeckt süß."'(Spr. Sal. 9. 17.) Der Vater, erfreut ob deS SvbneS Kenntniß, verzieh ihm gern seinen Fehler. Allgemeine Zeitung de» Indeathum». Ro. 36. 1857. Leitende Artikeln Bemerkung. — Die Boraange in Tuui». — Die aegenkvärtiAe Lage der Iudenfrage.in England. — Literarischer Wochenbericht. Zeirung-uackrtchteu. Deutschland: Hamburg. Preußen: Cöln. Lesterreichifcher Kaiserstaat: Au» dem Tokayergebirgek Schweden: Golheuburg. Zn beziehe» durch jede» Postamt und jede Buchhaud» laug. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig •/* Thaler. Deraatwortlicher Redakteur: Ä. Rabe. «krlaa »on k«um,rrtn«r » BuchdaUdl^tz Ul veipji,. — rrna vk>« si«,arttr »itd« i, -