Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1856-1857)
- Issue
- 13 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
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50 Ufer des ^milreNänrischrn) Meeres, beüirymle sie zur königlichen Residenz und nanrnp sie nach seineul -Na- I. -men. die Provinz des Annochüs. Und Bacchides^),- scil^ erster Feldherr, gründete ihr gegenüber auch eine große Provinz und benannte sie nach feinem Namen; und »so beißen sie bis auf diesen. Tag. Eap. 2. ' 1. Im dreiundzwanzigsten Jabre seiner Regierung, rwei- -hunderlunddreizehn Jabre ns-ch dem Baue des Tem- 2. pelS'^l, beschloß er gen Jerusalem zu zielen. — Unfi er versammelte seine Rätbe un.k sprach zu ihnen: ..rvißl ibr nicht, .daß uuzer!unS das Volk der Ju- I. den in Jueäa cristirr ist? -+ Unsrem'^Goll opfern sie nicht, unsre Geseye btwhuchlc»» sic nicht; dir Befehle des Königs erriUkttttte nicht und sie handeln 4. nach ib'ren eignen Gesetzen. — Auch erwarten sie einen Tag reS Unterganges der Könige und der Herrscher (denn sie hoffen auf einen Kosten Erlöser) unk sagen: ,,„wann wird unser König über uns regieren, da wir über die Lee und das Trvckeue herrschen, und die ganze Erde in unsere Hänve wird 5. gegeben werden." " — Es ist gegen die Ehre unsres L Königreichs) sie auf der Erde zu lassen) — So . kommt renn und laßt uns hinaufziehen gegen sie, u^ld ihnen verbleien zu halten das Bundniß, welches ibr Gott mit ihnen ' gemacht hat wegen rer Sab« batbe^), der Neumonde^) und der Beschneidung"Ä). Tiner Vorfall fand Wohlgefallen in den Augen sei« 7. ner Narbe und aller seiner Krieger? — Zu derselben Zeit erhob sich Änriockus und er schickte seinen Feldherr», Nicanor mir einer großen Armee und er kam nach Jerusalem, der Hauptstadt JudäaS. — ö>. Uno er erschlug viele ihrer Einwohner und baute einen Älrar km Tempel an demselben Orre, wo der ' Gert Israels sich seinen Knechten, den Propb.eten, kund gab, sagend: ..hier soll meine Herrlichkeit wohnen auf immer." Au diesem fchlachkere er ein' Schwein und brachte -das Blut davon in die Halle des HeiligtbumS 6). Eap. o. 1. Und als Jockanan, Sobn-Piatiösabus,' hörte,, daß solche Thaken verübt wurden. da entbrannte sein Zorn, so daß sich sein Wsichl veränderte, und er 2. dachte im Herzen, was wohl zu tbun seid. — Dann machte er sich einen Lolch zwei Spannen lang und eine sbalbc) Spanne breit, welchen er unter seinem ') Obgleich das Original hier ^»7.^ „Bagris" bat. so ist doch ohne Zweifel Baichikes geweint, denn das ist sehr leicht aus ch und das ans entstanden. M) 340!» nach der LeUerschasiung. Und daß ne die Sabbalde und Festtage enrhrtligen sollten (» Micc. «, 45.1. *) Wir können anncbtnfti, daß Antiochiis mit der Abschaffung des Neumondgesetzes den jüdischen Kalender.- in welchem bis Feste, rc. nach dem Neumond« berechnet werken, nnkerbringen wollte. *) Daß sie auch ihre männlichen Kinder unbeschnitten lassen st'llken 0 Maec. 1, 43.). •) Ol« bautm Altäre und Haine and Gönenkempel sind opferten Lckweineflei'ch {10kl.). . Gewände versieckre. — Und er kam nach Jerusalem, ' stanv am Tbore res Königs; ries den Thorhütcrn zu und sprach zu ihnen: ,.ich bin Jochanan. Sohn Matiöjahuö, und bin gekommen, um vor Nicanor . erscheinen. — Darauf gingen die Thorhüker und Wächter szu öiicanor) unv sprachen zu ihm: ,,der - Hobepriester der Juden steht draußen;" und er ant- »vortele und sprach: ..laßt ibn l'ereinkoiumen. — . Und als Jochanan vor jhm erschien, sagte Nicanor: „hist Du einer von den Empören», die gegen den König aursteben ur»d nicht den Frieden seines Reichs . wünschen?" — Und Jochanan antwortete und sprach: „ich bin jetzt zu Dir gekommen, um zu khun, waS Du verlangest," Unv Ricaner antwortete und sprach: . „lreiui Du nieinen Wille»» tlum »rillst, so nimm ein Schwein und schlachte es auf dem Altar: dann soll Dir ein königliches Gewand angelbar» »rerden. sollst ein königliches Pferd reiten und wirst sein nie einer . von des Königs Freunden— AIS Jochanan dieses börre, annrerrete er: ..»nein Herr l»ch möchte ' ger»» Deineri Willen lhrrn, aber) ich befürchte, daß mich die Israeliten stenilgen rrsirken. »renn sie hören, j V. »raS ich gelhan habe." — „So mögen sich all; 1 Deine heute zurückzieben sund laß uns in den Tein» pel gehen, wo ich in Deiner Gegenivarr alle»»» den Bttetzl vollziehen »rill), dltmil mich Diteinano verratbe^' hierauf befahl »Nicanor, daß sich Jekerinanii 11). entferne. — «^Auf dem Wege zum Tempel) erhob . Jochanan die Augen gen Himmel und richtete sein ^stummes) Geber zu Gott, wie folgt: „mein Gott, Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs l laß mich nicht fallen in die Hände idiei'es Unbeschnittencn. denn sollte er »»ich erschlagen,, so.würde er bingehen in das Haus DagonS, seines Gorrcs, und ihm danken, als baue er m»ch in seine Hände. nberUeferk." — 11. Hierauf trat er dem Nicanor drei Schrine näher . - unv senkte den Dolch in seinv Brust und »'chiniß ,'einen Leichnam in die Vorhalle des Hciligrhums, vor den 12. Gott des Himmels. — Ta»»n berere Jochanan »vierer zu Gott und sprach: „mein Goir, rechne es mir nicht zur Sünde, daß ich ihn im HeillZkbumc erschlagen habe, und gebe auch in meine Hände alle Völker, die gekommen, sie zu ümerdrücken Judäa und '13. Jerusalem." — An demselben Tage^zog Jochanan, Sohn Marisjabus, ans ii'ammelte sein Volk), überstel den Feii»d und verursachte eine große Niederlage : 1-1. unter ihnen. — Die Zahl rer an diesem Tage Erschlagenen belief sich aus sieben Tausend: sie sielen tdeils durch seine eignen Hände, und rbeils. er- 15. schlugen iie sich Einer den Andern. — Als er heiin« kehrte. errichtete er eine Bildsäule und benannte sie . mit seinem Namen: „Maceabäns, der Heldentüdr-er." Eap. 4. 1. ltnb. es geschab, als Annochüs börrc. daß sein Feld» Herr Ricanor erschlagen »rorden, daß er sehr betrübt *) Drum komme Du uun erst uad erfülle deS Königs Ge« bot, wie alle Völker getban haben und alle Männer in Juda, u»d di« da bleiben in 'Jerusalem^ so wirst Du sein in der Zahl der Freunde des König» zl Macr. i, <8.).