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Jüdisches Volksblatt · 1856-01-01 · 42 (1856) · p. Seite 167

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1855-1856)
Issue
42 (1856)
Date
1856-01-01
Page
Seite 167 (sequence 3)
Language
German
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1*7 satt fih n in Folge welcher ihnen Ankauf eine- Platze» fü: gen Waisenhaus« zu Gtjti Besitzergreifung erfolgte später fand da» erste B de» jetzigen FriedbofeS pfungSjahre» 5465), we 15. de» MonatS KiSlew durch wiederholentliche Jahre 1713 bewarb Colonie, Namen» Bendii ^eremia» bei dem Jt&ni) die Aufsicht über die Gl> casse und den Begräbniß r ligung erhielt«). In ein trifft der König noch Synagogenordnung und namentlich dcu Beitrag Pflicht«). 1 Nachdem auf solche litischen Gemeinde sich batten, wurde Lurch ei König!. Regierung auch steher ordentlich geregelt sten und zwei Vorsteher von Friedrich dem G sich die bedeutendsten Gemeinde an die glorre Geschichte. Auch in g meinde einen erfreulichen in der zweiten Hälfte d« selben lebten, nahmen v seS Mendelssohn a schen Literatur. Zu hier geborene, nochmal» vid FrieblLnder«). ein schönes Band zwischen Bevölkerung, die stet» Vorurtheile, die in vieleji trübten. Der Bau einer tigem Grunde wurde vo stattet und etwa vor liren trugen seitdem n Schicksalen, welche diese betrafen. Sie nahmen Bürgern, Theil an dest paare», das riese treue wählt und mir dem legen Ende de» Jahre» 1703 der eine Summe, welche dem hiefl« :e kam, verstat et wurde. Die m folgenden Jahre und ein Jahr gräbniß auf diesem ersten Theile (am 12. Kislew de» Schö» Icher bann drei tage darauf (am feierlich geweifet und nochmals llnkäufe vergr-ßit wurde. Im der damalige Angesehenste der (d. i. Baruch »der Denedictu») e Friedrich Wilhelm l. um nagoge, die isr>elitische Armen« latz, worin er! auch -die Bestami Schreiben »oij dems^ben Jahre veitere Bestimmungen wegen der macht den anjässigen Israeliten ihr 10) Kin •) Jlonigl. Erlaß vom 6) Aöaigl. Erlaß d. d. T) Unter den» 20. Deeeih 8) Er ist geboren in Berlin. Jost, Ge sch. d. °) Die Erlaubnis zum frübern. dortigen Etgeulbü ling io genannten) Schn» Borstadt, trtl,eilte Fried erfolgte am 23. December MarcuS unter Gebeten, Königsb. D. 143. zu den Repa:ation»kosten zur Deife die Verhältnisse der israe« imer mehr erwe tert und befestigt en König!. Erlcß an die hiesige, die Wahl der Ä ltesten und Dor- und die gewählten zwei Aelte« gegen Ende re» Jahre» 1745 roßen bestätigt^). So knüpfen Epochdn der hiejigen israelitischen ichsten Namen d r vaterländischen eistiger Beziehung nahm die Ge« Aufschwung. Di Männer, welche » vorigen Jabrl undert» in derelfach Antheil au den durch Mo« ugeregten Bewegungen der jüdieg gehörte eim Zeit lang der n-Berlin lebende, berühmte Da» Jbre edle Vernittlung knüpfte den Israeliten und der übrigen rbaben blieb üker die kleinlichen andern Städter da» Verhältniß geräumigen Svnagogh auf gegenwäri Friedrich, dem Großen ge» Jahren vollendet"). Die Israe» der Bevölkerung voraaging. Und da zum! ersten Male da» Vaterland, in einem neuen Gesetze, die Israeliten als seine Bürger anerkannte, sie zum ersten Malelz» dchi Waffen rief, da empfing in diesem GoiteShause, welche» vom' Brande zerstört, aber neu erbaut worden, beilseiner Weihe eine Schaar von Jünglingen in ihrer Krieg«»rüstu»g den Segen zu dem SiegeSzuge mit Gott, für Köjiig und Vaterland, zu welchem sie mit den andern Söhnen König»« berg» gleich begeistert sich vereinten. Seitdem hat, in dieser herrlichen Stadt fortdauernd «in Geist der Einheit und Lieb« geherrscht, wie!er wohl al» Muster gelten kann. So möge dieser edle Gtist, dem wir viel de» Guten verdanken, und der auch da» Mtcken unsrer mild und gerecht waltenden königlichen infc städtischen Behörden verklärt, möge er Segen bongen Unsrer lieben Vaterstadt und ihren Bewohnern, Segen de,ens die fie schützen und leiten, Segen jteett Erzeugnissen ihrer Felder, den Gaben der Gewisser ustd all' der Arbeit! ihre» Klei» ßr», ja Allem . w<t» in ihrer Mitte im heil gen Gotte»» vertrauen ^erwogen und begonnen wird! Gottschauen. IV. (Schluß). An Jabok'S seichtem Strande stand still der Patriarch. Uod in den falt'gen Mantel sich tief, fein Ayjtlitz batg; Denn jeuseit» liegt die Fährte, die er betrettn-wird, - Und Jakob ist den Seinen ein treubewahrt^r Hirt. > u an den mannigfachen barten Stadl, durch Kiieg und Brand, :im so inniger, ii Schmerze de» Stadl zu seinem mit den übrigen edlen Herrscher- Aufenthalte gehohen Beispiele frjommer Duldung . März <713. Geh t. November 1713 der 4745. Geh. ilrch. igsberg 1750 ui>d Israeliten B. 1 l Lau einer Svnagl aern Ebrist. und rliugsdamm. ir lk. im I. 1753. 1736 durch den im Druck erfchit >(< . Arch. 38. d. 4. Acta pag. 256. lebte feit 1780 iu S. 87. ge auf dem <vou Peter Schnür» Ut kueiphöfscheu Die Einweihung Aabbiaer Levtu uen sind. Kader, Die trüben Blicke schweifen noch einmal rückchärt» hin, Ed' zu dem Heimathlande die flucht gen Schrate ziehn. Ein blühn'der Knabe zog er au» stillem Vaterhaus - In da» Gewühl de» Leben» und in die Welt hinaus.^ Nicht mehr ist er ein Jüngling, der. nach Gebilden greift; An Jahren und Erfahrung ist er zum^Many gereift; — Zum Mann, der mit deos Schickfal gekämpfet Tag ffc Tag Und nur in Noth und Mühsal des Eiweiße» Flüchte hruch. Drum schweifet auch so trüb» nach Aram hir^ sein Blick, Wo er im. langen Drucke geopfert fast sein Glück; Wo Leidenschaft im Grimme dem Antlitz — Fmchen zog. Und um de» Leben» Freuden ihn Brüderhaß! betrog. Er hat obsiegt. — Denn nimmer verli/ß er! jenen Hort. Der über Welt Hnd Schicksal gebietenT waltet fort, — Und überall bewahret, der Seele tiefe» Schaun, Dem ew'gen Gon der Datier in Liebe zu verltraun. > |_ . r So steht er lang ayr Ufer und schaut nach-j^nem ^öand. Da» morgen er betreten darf — nun nicht mehr verbannt; So schweifet in die Zukuyft sein Geist — still und be- .. dtckt t—\ . Zu nebelgrauen Fernen —7 bi» ibn umhüllt |bu Dacht. Schon will er. zu den Seinen beeilen sich im Lauf. Da halt ein Unbekannter die flüchi'gen Schritte auf; Der hält ibn fest umgarne« mit starker' ManneSfaUst Und lähmet ihm die Huf», vomwÄden Schlrel umsallst.

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