Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1855-1856)
- Issue
- 41 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 4)
- Language
- German
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..Doch Israel ziert m res Lebens Enge „Des reinen Glaubens reiner Schmuck allein. ..Dem bleibet treu! Nnbr könne ihr untreu werben. . ..Dem Fürsten fr, een Gon gesetzt aus Erken. ..Tie reine Lehre lebrt uns Galt erkennen; ..Wir stebn getrost in ihm! nicht scheu, nicht, tang. - >!Zu lehren die-, ob Scheiterhaufen brennen. „!reitl mich des GeisteS unv.VeS HerzeyS Drang; .LLozu also vom Fürsten Vas Ernennen? ..Die freie Lehr' liebt Freiheit, keinen Zwang." — So sprach der Mann; und noch nach fündig Jahren Lehrt soi ver Greis, mit grauen Silberhaaren. '' — n. Rabbi Simon ben Zemach stüLreke von Barcellona im Iabre 13511, im Älter ron einunddreißiq Jahren. Noch nach zurückzelegtem 80. Lebensjahre verfaßte er mehrere Werke, ri« von skiner Geistesfrifche Zeugniß geben. Er scheint an Iabre alt geworden zu sein. Unsre Feinde sollen leben! Least.' rueacbracht am^-Sedar - Lbenk. ' rz':z. -rx xVs :: •rr'zn'z rrr Die?chnqebvtc.! Am Wochenfeste. zZbach dem Hebräischen ves Simeon bar Iizchack.) 8T Feinrc har uns Gott gegeben, Feinre viel, schier ohne Zahl'; Könner ihr der Feinde Streben? - Freuden schafft s uns. ihnen Qual. Feinde hat uns Kokt gegeben —* Unsr? Feinde sollen leben! —- Ist's den Feinden nickt zu ranken. Daß sie zeigen jed' Vergehn? Kaum beginnen wir zu wanken. Schakenfroh'sie unS umstehn.. Feinde bat unS Gott gegeben -?> Unsre Feinde sollen leben! Ibiere kämpfen ohne Bangen, Sieht rer Wand rer aus den Pfad: So verzehren stch die Schlangen, Tie. voll Geiser. unS'genaht. Feinte bat unS Gott gegeben — Unsre Feinde sollen leben! Wie die Älten es getrieben. Treibt man'S fort ohn' lHiterlaß; Und im Lieben wir uns üben: Eo vergelten wir den Haß. Feinde hat uns Gon gegeben: Unsre Feinde sollen leben! — \ TaS ireigeworkne Gotteswerk, - Dem sreigeword'nei^ Volk zum Hort, Gab heute Gott um freien Ort. Tenn Alles, waS den Geist gefunden . Macht, wird im Zehngebot gefunden. Wo Geist und Leib in Eins verbunden. Gar weise sind der Tafeln zweie; Auf jeder fünf in gleicher Reibe — Ä!S GoneSschrift zur Lebens «Weihe. Ter Ruf. derGotveS Sein giebr kund. Siebt mit dem Mordverbot im Bund; Denn beide haben gleichen Grund. Wer seinen Nächsten mordet wild. Glaubt nicht an Gvrr^ der Menschen mild Erschuf, in Seinem Ebenbild. i Vor Götzen warnt,! der zweite Spruch; Das Sllkenstück: vor Ehebruch — Trifft sic nicht gleichen Lasters Fluch?! Dem dritten: Schiriör'-nicht falschen Eid! ) \3ft: Sollst nicht stehlen— angereibl: Zum Meineid ist der Dieb bereit. „TeS'Rubesags Hab' heil'gend Acht!" — Mit dem Äebol ist mir Bevachr: „Falsch zeugen sollst-Du nicht" — gebracht. Tenn wer den Ruhtag heiligt ball Giebk Zeugniß. — wie der Tag gestellt — Daß Gott im sechsten schuf die Welt. Halt' Deine Eltern hoch in^Ehren! — - Die zwei Gebot' zusamm'. gehören : Des Nächsten Gut nicht zu begehren. — ' Zusammen sind sie weis gereiht: Wer fremde- Gur begehrt voll Neid. Der bar an seinem Kind kein' Freud! So Geist und Leib in Einverbindet DaS Gollesworr, das. langst verkündet, Nock immer unser Herz entzündet. —n. Allgemeine Zeitung de» Iudenthum». Ro. 27. 1856. Leitend« Artikel: A« Meere, 26. Mai. U. — Bo» In» stilnt zur Förderung der israelit. Literatur. — Lileraturbericht. — Wiener Briest. Bon H. Zirndorf Is. (Schluß.). — Zeirnngs Nachrichten: Deutschland: Meiningen, Schwerin. Preußen: Stettin. DieSchweiz: Lenzna». — Literarische Miseellen. _Zn bezteben durch jede« Postamt und jede Buchhandlung. IäbrUch 3 Tbater. virrreljährig % Tdaler. Lerantwottlicher Skedacteur: K. Rabe. vnla, E»nm-iriner'« »atdandluog tn vewti,. ftntf eon Nlefavter Sl<(i m Vdtitg.