Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1855-1856)
- Issue
- 33 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches VollMatt. Zur Belehrung und AnterhaNung aus jüdischem Aekiete. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippsoa in Magdeburg. l«o. 38. 1836 ] *»n etefer AnistriU frfdwrei «»LeulUck rrer No«G«r» *ml tf*; abr« Dana« 1 rflr. 8<<tlrl|4brtfl 7*4 Si«r. HO« k»«bba»dl»«a^,. »ef»a)nt<r Inn» getn»na«»s»»diti»»«» ndpnta S«stek»«,rn a». [ä.^i(irg. 3.®MrtiL] Eine Erklämng des Pejsachseders. Zuerst mit einem Becher l©ttn Sollst heiligend da- Fest Du weih'n, Daß Hejligkeir^.Dich selbst durchzieht. Zum Fest sich welket Dein Gemüih. — ■pp" Darauf mjfbt sich audem Rreise Ja wüldftvM. frommer Weise Der Hausherr nurj^ unv »pascht die Hände, Daß rei^i er Gott sein Dpfer spende. — cp£ Und tauchst Du ein dafrische Grün. Soll frische Hoffnung Dich burchziehn; In salzig Wasser tauch' eein, r Daß ewi; soll die Hoffnung seiw. Dener'wi, das Grün der Hoffnung Bild, Fü/Ewigkeit da- Salz Dir gilt. — yiyi WuiMcUf Du »heilen, »lUile» -eut Die Rüchen, wie'- da- Ksft gebeut. D'raulerne tbeilen mit den Armep Dein Bret in Liebe und Lrbarmen. — tx: Erzählst S)u, wie au- Sc avenketteq Einst sein!' Rinder fam zu retten Der Herr auseinen Hiosmel-hbh'ii; So bleibe!, ach, dabei nicht steh'n: Und säge,^ wie in allen istöthen Man muß zu Gott dem Herrn beten. — rujrn Und Alle waschen sich zuns Essen; . Den Segrnspruch nicht zu vergessen! Denn so!)u wäscht die Hünde rein, Soll Dir't ein heilig Sinnbild sein; Daß rein die Seel' und söndenfrjei Bor Dein« m Gott und Herrn sei. -i— mp? toste Bei^ diesem Segenspruch bedenket: Daß Gott allein da- Brot! Euch schenket: Daß Alle-, Allewawir haben, Sind unfi e- Gottemilde! Gaben. Tauch' Bittrein den füßm Saft Und denket der Dir Bittlres schafft. Er weiß da- Herbe zu versiißen Und Balfchn in da- Herz jui gießen. — •yra Und wenn! Du die- Gebot erfüllst ' Und scharfe Speis' in Ruchrn hüllst. So sollst tpu jeden . Neid vergessen Und niediao Glück von außen messen. Denn Matzcher ttägt ein prächtig Rleid, Doch driften sttzt dabitt're LeiÜ. — yr& Waauch der Tisch Dir kärglich beut, taf Sei dank »ar d'rob in Gott erfteut; Ein dürft g Mahl in heitrem Frieden. Daist e n reicher Schatz hiaiedea. — Der dürr Nachtisch soll Dich lehren: Nicht allzrviel von Gott begehren; Dean steh, efolgt dem Uebrrstuß Gar leicht der schale Ueberdrhß. — Mit Herz und Mund bring' Gott den Dank, Hast Du zenofsen Speis' tn^fe1 Trank. — Und ssrkis Gott und lob' den Herrn Und. bete fteudig, bete gern. ryr$ Und hast Du so gethan in t‘fm, Wird'-, T e nem Gotte Wohlgefallen. — 2. Land-berg. Meine Reift« in Rußland. I V. I von vr. -tlieathal'in GUcintall. x /■ . (9»o^ „the lvApNle. 't __ jffi U n a. So verging die Zeis, und obgleich unsere Gemeindekaffe zuweilen in s» schlechtem Zustande war, daß wir fkbiwillige Beitrage erheben.mußten, um nur die dringendsten Au-gabrn zu bustreiten, so führte ich doch in mei- . ner immer mehr austluhenden Schule uillr in de« lie- 1 1 ben-würdigen Rreise mrntrr Freunde ein höchst angenehme- Leben. Zch hatte pir daunbedingte vertraue» dealten Rabbiner- und der Gemeinde erworben. Die Der. befferungen, welche wir im Gottesdienst durch regelmäßige deutsche Predigten, durch die Confirmation u. s. w. eingeführt, hatten alle Abneigungen gegen die gefürchteten Neuerungen verbannt, und ich hatte ans eine glückliche, freudenvolle Zukunft zu ^hoffen. Doch gegen Ende dt- Jahre- 1811 erhielt ich eine Zuschrift vom Prinzen Sbirinzki - Schtchmatoff, Directo?deö-entlichen Unterricht-, daß Herr Nisan Rosenthal an» Wilna dem Minister den Wunsch und die Möglichkeit vorgestellt habe, auch in dfksH Stadt eine blühende Schule zu errichten. Seine Ercellenz forderte «ich auf. den Herrn Rosenthal nach Wilna ft begleiten und ihm dann von dem dott erreichten Erfolg« Mittheiluug zu machen. Ungefähr eine Woche darauf ttat Herr Rofe«1hal. ein «vderntsttter polnischer 8udä- und ein wahrhaft schöner Mann, in mein Zimmer. Er hatte gerade zur Zeit wegen eins-