Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1855-1856)
- Issue
- 31 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches Bolksvlatt.; Zu, ■ Belehrung und Anterhattung aus jüdischem Zekiete. _a_ [9to. 31. 1836 ] HerauS-egebe» von Rabbiner Dr. Ludwist Philippsou in Magdeburg. i Bon vieler Aeitsckiifr erscheint «»chentltch eine Rnmmer., Brei» te» Iair- > Idtr. Lierteijldng "% Miir. All» Buchvonvlrkn-en. chostt»rer un» Itimng«e,i>»dir»>nea n»v»e« B«ß»0»»,e» nn. I3.Mrzr.«LüüG^ Das Lob der Ju^den als Soldaten. Alim Jahre 1847 die preußische Regierung dem ..vereinigten Landtag" eineft Entwurf zu einem Judeugesetze vorletzte, so begleitete j^e ihn mit einer..Denkschrift''. Diese war durchaus nicht im juden.freundlichen Sinne abgefaßt. ging gern und ^nit wenigen Wßrten über die qünstigeU-Berichie der königl. Regierungen über den fmlityjrt uH Eulturzustand der Juden hinweg, und »er» wellte Vorliebe und lange bei den ungünstigen Berichten, welche einige Friedensrichter am Rhein über den „Verkehr der Landjuden" abgegeben. Dahingegen ist nichts lobender, als der Bericht jdeS Krieg-Ministerium». Die Denkschrift ist nicht in > die Oeffentlichkest gelangt, und unser eben vollendete- West („stampf der preuß. Juden für die Sache »der Gewissensfreiheit. Magdeburg, Gebr. Banst. Pr. 1'/, Thlr.) dringt in seiner ausführlichen Einlettung einige Au-züge au» dem Bericht de- Kriegs» Ministeriums, 'die wir hier wieder geben. „Sämmtliche ArmeecorpS haben über die Führung der jüdischen Soldaten sich in ausgezeichneter Weise ausgesprochen, und ihren Gehorsam, ihre Dienfiwilltgkeik. ihren gusen moralischen Lebenswandel bervorgehobem, ihre Pünktlichkeit bei »den Landwebrübungen anerkannt. Ueber ihre Führung in den Freiheitskriegen wird gefagj: „Ihre Führung im Kriege wird beim 2. und 3. ArmeecprpS als gut bezeichnet, und anerkannt, daß sie zumTheil mit befond^rer Aufzeichnung gedient daben. wie denn auch beim 7. ArmeecorpS ihnen daS Zeugniß gegeben wird, flch dem Feinde gegenüber recht brav benommen au habe«; und vom'General- «ommandv de- 1. ArmeecorpS. daß ihre im Kriege geleisteten Dienste gelobt würden." Außerdem bemerkt da»! 2. ArmeecprpS, daß die Juden den übrigen Rekruten ntdj} selten iu,derAuSbtl»ung vorauSgehen. DaS Generalcommando deS 8. Armeekorps erklärt die mo«lis«pe Oualtfication der Juden für den Kriegsdienst unbestreitbar. Da» Memoire schließt:! „Erwägt man nun, düß die Juden, nachdem ste von Sr. Majestät dem Könige! durch die Verordnung vom 9. Februar 1813 und da» Gesetz vom 3. EephMb» 1814 in Gemeinschaft mit der christlichen Bevölkerung zum Krieg», dienst berufen worden, in >der Zeit der Gefahr nicht hinter den christlichen Einwohnern zurückgeblieben sind, sondern ach der Daterldnd »verthei» digung Anthell genommen haben; ihrem Verhalten in den Befreiungskriegen auch, so weit bekannt, dle Anerkennung nicht versagt werden kann; daß ste seitdem in Fried,nSdtenstev sich überall zur Zufriedenheit geführt haben; so Kj ft." —. — ' i - i '! | ' jj Merkwürdig. Sohrau lm Fürsteathum Pleß, den 17. April. sBreSl. Ztg.). Hier ldbt ein Mann, Namen» Abraham Margoltu», welcher^ nachdem er vor Kurzem sein,» GrburtSiag da» buudettste Mal gefeiert hat, nächsten 5. Mal seines goldene Hochzeit mit einer zweiten Frau begeht, die er nach «sner 46^Lhrigen ersten Ehe und zweijährige« Wittwerstande heirathere. und er sich, wa» eben al» Hauptsache erscheint, bet so ungeschwachten Geiste»« und Körperkrästen befindet, daß ev noch die kleinste Schrift ohne Drille liest, scharf hürt,' eine' Unterhaltung ohne ]eunl Anstoß der Vergeßlichkeit, welcher dem höheren Alter gewöhnlich eigen ist, fortfübrr und ganz rüstig einh,»schreitet, so daß er auch höchst selten in der Synagoge fehlt. Ein jüdischer Bildhauer und ein jüdischer Mvfiker. ^5<mk»a»a.> Aengstlich und bange blickte rr^dvh-r in die näch^ Zukunft, da er ßch auf keinerlei Weise da» verhck»g»18-' volle Stillschweigen seiner Freunde zu deuten wußte. Ob ihn feine WohUhäter verlassen, ob er bei ihnen verleumdet wurde, ob man fich in Dien in den von ih» gehegten Erwartungen getauscht sah — solche und ähnliche Fragen quälten den armen G., und schon waren beinahe zwei Mona» über den Verlauf de» ersten Jahre» seine» Aufenthalte» in Rom verssoffen. al» er am 19. Juni 1847 ein Schreiben erhielt, welche» wir, jprim# besonder« Intereffe» halber vollständig mittheilen. „Sieber Guttmann!" > „Wenn ich Ihre beiden Briefe vom 21. Juli vorigen und 17. März diese» Jahre» ti» jetzt unbeantwortet l»eß. so wollen Sie darsti nicht einen Bewei» verminderter Theil» nähme an Ihre« Geschicke und an Ihr,« Kunsthestrebungen erblicken. Im Gegentheile ist ste für beide «»geschwächt dieselbe gebliebe». Mit größtem Vergnügen bi» ich Ihren Kunstbestrebungen gefolgt, so weit ste mir au» Ihren Mittheilungen ersichtlich wurden. Wenn ich de»ungeachtet bi»