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Jüdisches Volksblatt · 1856-01-01 · 23 (1856) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1855-1856)
Issue
23 (1856)
Date
1856-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I 1 Jüdisches Bolksvlatt Zar Belehrung und NnterhaNung ans jüdischem HMiete. Heraus-e-ebe» von Siabdmer ür. 8ud»ig Philippsou in Magdeburg. lRo.'L3. 189*.] Cm diese» geilsckris» tiMwtat WdCentlick ein« Kummer, drei« »es 34br- 1 l>lr. Ci(rt«|Abrit.?% K«r. KU« ^ud'hunMungen. Potzämler na» 3(tnn«*<r»eMn»MR nedmea CeKed»«,«» an. [S.^alfg.S.OinKL] HBSBaBBSSSMB^l Gottschauen. ii. Zu Rabbi M5ir wendet ein Schüler sich und spricht: „O Meister, länger halt' ich die kühne Frage nicht, Die muß ich Deine!» Geiste im Stiyen anvrchraun: — Wie soll ich in de^ Schöpfung, in»! Wesenall — Gott schaun?!" — „Die Maäße — Mertaba — die wunderbar den Geist Erfaßt mit stillem Beben und zur Vollendung weist, Sie lasset mich zwar staunen — Doch neusr Zweifel bricht Auder Gedanken Fülle, — den Durst, Den löscht ste nicht!" — „Gott schauen — bleibet ewig hi Wisst»- Rälb- ' * > stl mir; Die Endlichkeit der Wesen — unendlich scheint ste mir,— Und könnt' ich mit der Weisheit — System und Plan «rbau'n, Die Frage blieb' mir ewig: Wi^ soll ich Gott erschau»?" — Er schweigt. — Brrhalt'nen OdemS er auf die Antwort lauscht. Indessen still der ütabbi mit sich Ideen rauscht. — Dann blickt er auf und lächelt: ,^„Mein Jose, habe Acht. Ich Hab' auf Deine!Frage die Antwsrl überdacht.""' — „ „3n einen Garteij sendet der Fürst der Gärtner vier: „In meinem Eigersthume verschönert Allemir.' „Dock Jeglicher verfahre noch seiner eignen Art, „Wie er wohl selbst am besten sich Müh' und Zeit erspart." „„Der Erste unaufhörlich arbeitet sonder Rast, Bis ibn zu Boden drücket die allzuflchwere Last^ — Der Andre — mit Behagen finnt mütend hin und her. Wie wohl daS Werk zu enden, eh' es begonnen ' wär." " — Der Meister hält Drücke und läßt dem Schüler Leit, ES reiflich zu erwägen, welch' Lehre er ihm beut. Drauf spricht er: „„Auch die Forschung — ste ist ein * * weit Gebiet, Und in dem WiffenSdrange merk' ausi den ' Unterschieb."" ~ ,,„Be» Asai — er spornte den starken'Geist zu sehr Und brach dadurch die Hülle — er starb und war Nicht mehr, — W i e Gott wirkt, hat lien Soma zum Ziele sich g setzt. j * BiS krankhafte Verzückung selbst hat den Geist ver letzt."" „„Elisa bsn Abuja «war jenem Gärtner gleich, Der all' die alten Stämme riß aus der Scholle Reich; Doch an die alle, erst sich die neue Pflanzung reihtll Zerstörung kommt zu Ende — oufbau'n hat seine Zeit."" — „Akiba hat - vollführet; denn er'verstand den Ruf Jehovah'S, der allmächtig im All' den Geist erschuf!.' Und weil der spät sten Zukunft er zeigt Lieb' und Perjrau'n — So nennt man seinen Glauben ein. tiefe- Toilttschau'n."" „„Drum immer höher kUmme zur Wisseaschast hiraN Und schaffe Dir Ideen — brich der Gedanken Bah»; Doch unterscheide weislich, nicht grüble allzuviel: 3m Rechten nur verfolget der Mrnschengeist Ziel."1 sein „„Entscheide, ob aus Erden sich wird Vollendung bau'«. Und ob die trüben Blicke der Gottheit Wesen^schau'n? — Denn nicht die tiefste Forschung, das Wissen Nicht allein;' | Die Perke aller Weisheit muß die Erken ntyiß sein!"" — -_ Dalpurgis. - „ „Der Dritte haut zerstörend die alten Stämme ab, Der jungen Saat pergißt er — der Garten wird ein Grab. Der Diente nur allmälig setzt neue Pflanzen ein, Und war sie All' verdarben, vollendet er allein."" — Elender-Rotiz. Atn 13. Jänner. Beim Voriesen der gestrigen Parscha (Bo) vargegenwarügen sich mir die zahlreichen and großartigen Vorbereitungen des hrrannahenden Peffachfestes.

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