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Jüdisches Volksblatt · 1856-01-01 · 21 (1856) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1855-1856)
Issue
21 (1856)
Date
1856-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Indisches BolMlatt. Zur Belehrung und Unterhaltung aus jüdischem Zekiete. HerauSgtgeden von / Rabbiner Vr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. 4>-ß I Bon »i,ktr Zkikickrifr rrs»»int wöckentlilb ein» Simvmer. »>rri« k,« Iabr. »-^ .~J [5»o. *1. 1856.jJ I3.^ahrg.2. (ftaatftü.] Die Ausbreitung de!s jüdischen Ätammes und der jüdischen Lehre yor der Zerstörung Jerusalems. Aus Dr. H. Grätz, Geschit» bi» zsm Unterga», te der Juden von! den Makkabäers de« jüdischen Slpate«. Sende zur selbigen S DaS aus dem heiligen ( t i * I u j. t Von der glücklichen Aikunft d'eS mesfia^lifchen Reiche», an welcher, alle Völker der Erde Theil haben würben, prophezeiet die Sibylle: Elende- Hellas, so hö^e doch aus, dich stolz zu erheben : Zu hem Unsterblichen fieldem Hochherzigen, undmimm in Acht dich. < adt daS Volk, unkundig deS RatheS, Land deS großen Gotte» ab« stammet. Diene dem mächtigen Holt, auf daß dfr einstens ein Theil wiid, Wenn auch dieS sein Etzde erreicht, unt der Tag der Bestimming Kömmt zu den Mensches» heran, den Guten, nach Gott t,S Befek le. Denn den Sterblichen wird in Menge die nährende! . Erde Geben die trefflichste Frücht an Weizen, an Wein und ■ Oliven. Auch daS süße Getränk deS lieblichen » Himmel, Bäume und Früchte vom Baun» und Schafe; Ochsen und Läminer vofl Schafen und aüch von Ziegen die Böcke. Quellen fließen ste läß^ von Milch, d r weißen und j süßen. Auch werden sich wiederum tritt Gütern hie Städte anfüllen; , weder Krieg Honig» vom auch gemästete Und der Boden ist fe» Auch wird nicht mehr ist auf Erden noch Sch achtlärm. die Erde erlief aufstöhnend »fchüttert. ■ Nicht wird Krieg mehr! fein, nicht Trockenheit fürder auf Erdet»; Nicht mehr Himger un^ nicht der Früchte zerstörende Hagel: 1 Sondern ein großer Friede herrscht auf der fämmtlichen Erde, Und bians Ende der Aeit wird Freund feto ein Kö- » nig dem ander«; Und nach Einem Gesetz wird die Menschen <u»f sämmtlicher Erve Der unsterbliche Gon im gestirnten Himmel regieren; Ein Gesetz, für waS limmer gethan die elenden Messcher,: Denn er selbst, ist ei», einiger Gon, eS sziebt keinen andern; j Und mit Feuer wird - er die schrecklichen Männop ver , brennenl). Diese hebräische Sibylle, oder richtiger, dieser begeisterte jüdische Sänger, der den hetvnische« Völker« di, Wahrheit des JüdemhumS in fibyllinischer Orakelforw, näher dkinFn» wollte, lebte frühestens zur Zeit der letzte« egyptifchen Königin Kleopatra und deS zweiten römische« Triumvirat- (um 35 vor Ehr.). (Der Verf. entwirft nun eine ausführliche Schilderung,. der jüdischen Schriftsteller in griechischem Gewanve, deS PhokylideS, der Weisheit SalomonS, Philo'S u. A. Dam» J fährt erfortp So hatte denn daS Judenthum in seiner alerandrinischen Gestalt, daS gebildete, verfeinerte Heidenthum im Bewußtsein aufgehoben und vernichtet. Die alerandritrischen Weisen hatten da- Merk der großen Propheten JesaiaS, Habakut, -JeremiaS nach dieser Seite hiy glücklich fortgesetzt und die Unvernunft. Haltlosigkeit, VerkehNheit und Unstttlichkeit der heidnischen Religionsform dem blödesten Auge bloßgelegt. Den durchsichtig "schimmernden Äether, welcher in pen Augen der Griechen und Römer den Olymp umstrahlte, lösten ste in Dunst und Nebel auf. Tieffühlende.sittliche Gemüther unter Griechen und Römern kamen zur Einsicht und wandtet sich mit Verachtung von einer Religion ab, welche, neben einer so unwürvigen Vorstellung von der Gottheit, daS lasterhafte Leben durch daS ausgestellte Muster der Götter zu heiligen schien. ReligionSbedürftig, wie die Völker der alten j Welt überhaupt waren, schloffen sich solche nach Wahrheit j und Sittlichkeit ringende Heiden dem Judenthume an, j dessen Wesen ihm durch den Umgang mit gebildeten Juden, durch die griechische Uebersetzung der jüdischen Reli> i --; 1 ■ 1 i f l) Das. «. 732—760.

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