Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1855-1856)
- Issue
- 10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches Bolköblatt 3ur Zietehrung ijinft llnferfjaflung auf jüdischem ^eü HerRUs-egeden von Rabblner^Vh. Ludwig Philippfou in Magdeburg. itu. 0#o. 10. 1855.] Oon Di»f«r 3<i(f(iirkft «rfdMtnt »Mt»ntll* »in» Nuw«»r. P»«it dr« Iadr»;r n äk L 4 ■ *<ina< 4 *Mt. «,i«»ljLl>rig 1»/, Si«r. »L« Vu»d->nriung»». GoftLmt»» 1 »f .31101*0 I uiid dAtung<r;rrMhoit«B nrtrmtn E«ft»0ung»n an. |l “ “ *>’ 4* ver di« Hä» n i) an b< trifft. öi Bfi Den Cif ich Der Brief eines fr«tzösischm ^olhaten «Ms Sebastopol. Bfi dem großen Interfiffe, welches das iJbf&eutmjbfU Ereigniß de» orientalischer «rteges einflößt. wird unseren Lesern ein Brief Willkommens fein, welchen ein^ französtscher Lieutenant jüdischen Glauben liche Hand unS mitgetbeilt h, t. Wir gebe Ueberseyung ganz so, KriegerS g-floffen. .wre r aus der S Sehr liebe und gut« Wenn ich mich sehr sch ebastopol, dlj Oct. 1865. Freunde! | ' tldig fühlte. ]»üfcbe ich yicht m,br wagen, an Euch zu f-reiben, vcnü »dr drei Mo» naten habe ich Euren Brief auf geantwortet. WaS für Sorgloser ist er, sagt Ihr, Euch so sehr lieb habe, ich daran verhindert. Ihr enrsch wohlan, geben wir unS dir schließen Frieren. Meine E haben, daß ich frisch und Affaire hervorgegangen bin. geschrieben, und eine freund Ihr irrt Euch, lheure Pau ine. und Ihr ßtlle, die ich >abe beständig Eirer gedacht; aber ach, die Märsche, die Aachen, diePiquetS, die Lauf» gräben, die Kanonade, die Fpflllade haben m^ch alle Tage Öbda h ih» in getreuer iven Fever deS erhalten unvl noch nicht Worein Faulpelz, jvaS für lein r denkt nickt mchr an Epch. ilvigt mich, nicht! wahr? Nun Hand. umarmen wir unS und lern werden Euch geschrieben esund auS dieser schrecklichen Großer Gott, jvelch' Getöse unv welcher Lärm, man fa|b sich nicht strehic, man war wie närrisch, wie trunken, iman war wbthrnd (verzeiht mir dirS Wort, welch' schönes Schauspiel..wie schön unsre braven kleinen Soldaten vör'tn Feinde ftüd. n elcher.Muth, und welche AuSdauer. O.!ich hatte sie «,8c en Alle umarmen, welche Hingebung Sr unser schönes Frankreich! Ja. wenn Ihr diese Leute gdsehen hättet. ZÜr würdet je. be-mal »or einem gemeine« Soldaten der! Orient-Armee Euren Hut ziehen und Euch vor diesen kiei'ien Männern, die so groß sind, verneigen!! 3a, vaS war schön, aber ach. sehr trc urig; welche Opfer hat eS unS gekostet! Aber vor Nichis schreckt der frantz-ßsche Soldat zurück, er geht vorwärts ^jörwärrs, bi» endlich feine Aufgabe und sein Ziel «recht find. Wahrhaftig ich bin glücklich, dorr gewesen zr sein. Heute, da» heißt, seit dem 10. Septtmber. bin ich in Garnison in Sebastopol, da» zertrümmert und noch iianj rauchend eine von Gsund aus zerstörte Stabt ist, di« ni r einen trau, rigen Anblick von durch unsre Wurfgeschosse »«gestürzten oder einigen noch stehende«, aber von btt; $4 geschwärzten Mauern bifterj r Wir thuen. waS wir k-stnen, um unS schaffen, unsre braven Soldaten bauen tat« wieder ser auf und suchen^ in den Kellern oder in!ei^' fern, die zur Hälfte der gänzlichen Zerstörung find, einen Stuhl, einen Tssch, einen Lehnstphl, eine Kommode, u. f. w. fr, f. n>,r und th^n Worte Alle-, waS fie können, um unS dagenehm wie möglich zu Und wir si lieben? wir wären sehr undankbar, waS trage ich fie in meinem Heizen. Ich habe Nachfuchungen gemacht, und Ihr k i ken. daß ich nach einem hebratschen Bucht su 1 war endlich so glücklich, Üelbft ein Machflr Matter unv ein Ehiimmeich für meines Ba ^ebe.n bringt mjr ein jüdischer Esrporal »ine «meinem Onkel bestimmt bahe.'I Unsere Divifiyn^ welche auS dem 31.. 42.. 80. Linienregiment bestand, hat viel gelitten, haben unS rrvangirt. WaS Juden meiner Bekanntschaft betrifft, 21. Capitain Meier gefallen; im 42. wuft e Eahen, Sohn deS Herrn Sanvel von Toul,, genommes«, wobei A jUrb; sein Cousin. Lieu ena wa^rv von einer Kugel durchschossen-, a-er eS geht ihm; sein Bruder, ein Fourrier, bekam eine starke ston. und ein anderer Eoustn dieser Hert i, wurde gelöster; im 46. fielen Eapitain ievi Unterofficiere; dagegen bei und im 80. Keimr. Lieutenant Cah.'N machten wir Minjan, unßt zwölf Männer, der Sohn deS .Chasan von Nai geant Moses hat Mincha und Kadlfch gesagit, ei ral Grumbach auS Eernay sagte Maare» und eS war gerade Freitag den ^zweiten Tag? ucc fehl übrigen-, daß ich für einen Soldaten ^ßn fahren dies Allenoch sehr gut verstehe. Man sagt übrigen-, daß unser Regime» rc. IuleS (lob *) Sin Weiteres über die jüdischen Soldat» i s. in 9it. (8. der A. Ztg. d. Judeuth. . b. dain 46, und adelt wir o ist im « Herrn Sein abi ir Eahen, gut mit Contu» l iorporal, und drei Herrn waren ey. Ser« n Torp». Kadtsch; Ihr Dienstllkt nir IS «*) chaur. der Kn»