Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1855-1856)
- Issue
- 8 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 3)
- Language
- German
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zahlten unsre flrtnen Schulder wir aufgebroche». zu Fuß, Sludentenkarten versehen. Wir wollten «ruf Nebenwegen Herzogthum-, um Posen zu i wir die Grenze desselben üb preußischen Gen-d'armen in unseren Pässen fragten. Di Studenten und wollten nach gelten; aber sie brachten unS war zum Glücke ein mensch wandernden, hastigen Jüngling mochte er Mitleiv für uns thieen für Polen hegen, er zurück, sondern nabm unS d Posen gehen." (Senfnu 3 folflt.) S1 und eine- Morgenwaren >hne Daß, nur mir unfern ^ir machten stapke Märsche, durch den Süden de- Großmgehen. AbeL kaum hatten rfchritten, als wir einigen die Hände fielet, die nach Entschuldigung, . wir waren Hause, ließen j Le allenfalls zum nächsten Li ndrathe. Er «^freundlicher Main, d^r vie e leicht durchschaute. Aber mpstnven, mochte andte unS nicht. >» Gbrenwort ab er Gvmpanach Berlin Direct nach Briefe aus Bai> Homburg. I II. von L. 8 ebmann. WaS den hier vor Kurzem erst neu gegründeten israelitischen Lesezirkel betrifft, so kann ich Zlnen nur Erfreuliches darüber berichten. | Ich hätte nicht ,evacht. daß derselbe so vielen Anklang finden würde, obscivn wir hier eine Gemeinde haben, die;u Unterstützung non gemeinnützigen Anstalten immer gern bereit ist. Di? Mitglieder« zahl beträgt eben schon 25, >und für einen mäßigen Beitrag kann schon manche- Ätböne zur Lectüfe angeschafft werven. Namentlich sind e- Ihre geschätzten Älätter, Zei« rung und Dolk-blatt. dir sich deallgemeinen Beifallerfreuen, und mit Begierde erwartet man die Schriften devon Ihnen begründeten Israelitischen Literatur-Institut-. Dieselbe Devise, die Sie für Letzteregewc hlt. ist auch diejenige unsre- LesevereinS. ' Herrliche- W^rt: — „Ewerde Licht!" — daerste, das von dem üher den Wassern webenden Geiste ausgesprochen ward. Ach, wenn die Well einmal voll Erkenntniß, voll Lichtei t, dann erst wird die hohe Sendung, die,Israel geworden, und die evon einem Erdgürtel zum andern zu vollführen sucht, erst recht anerkannt werden. Kür jetzt ist eschon genug, wenn der Jsraelite selbst erst dieser Aufgabe fich bewußt wird, wenn er strebt, seine Religion, Gesch chte unv die großen Männer derselben kennen zu lernen, um sich für die große, seiner harrende Zukunft heranzubilden. Solche Gedanken waren es. die mir bei Gründung unsre- Lesevereinvoranschwebten, die lange in mir geschlummert,- die.aber durch Ihre großartige und herrliche Schöpfung des Israelitischen Literatur-Institut-" auf einmal wach gerufen wurden. Sie sehen hierdurch, wie Ihr Beispiel — wenn auch im kleinen, so aber doch zum Guten — Nachahmung erweckt. Bei den jetzigen Zeiten, wo so Diele nur Sinn für Gelderwerb, für da- Materielle I aben, da ist eS kein kleine- Verdienst, wenn man die Wen gen, die noch Sinn für etwas Geistigebesitzen, unter eine Kahne sam« melt, weil die Vereinigung zerstreuter Kraft? nur Gute-, und dasselbe im höheren Grade etfprießen l«ßt. Zip 0 r a. >> l. Ä m Brunne n.' ThörichteS Mädchen ich? Zweifeln und Bange» j Läßt mich den Brunnen von ferne umgehn, Suche den Gast nach de- VaterS Verlangen, [ Aber ich zage, ihn. wieder zu sehn; Denn ich weiß, wie sein dunkele- Augegeblitzt, Als er kühn vor der Knechte Gewalt unS geschützt, ' Wie die Brau ihm gebebt, wie die Hand sich geballt —. Da durchzuckte mich schauernd des Helden Gewalt,! Und ihm,, den Männer zitternd sahn, Soll ich mich nahn? - ~ f Wohl! ich will kübn sein! Denn blickt er nichd imisg^ Tröstend mich an, wie ein Vater daS Lind?-' Worte des GrußsS eutbot er mirfinnig. f" Doch ich entfloh mit-den Schwestern geschwi»^. — . An der Quelle gelagert erblick' ich ihn jetzt. Hat zur Rast sich hinab auf die Stufen gesetzt, Unv versenkt in die dunkelest Locken' die- Hand, Und daS edele Antlitz zum Himmel^gewaudt, Darf ihn emptanFen unser Hvus? Bald zieht,er auS. Ach! wenn er scheidet, so folgt ihm mein Schutts Fern, wo>ev wandelt, wo..rastet sein Fuß; Will von ihot,träumen in schmeichelndem Wä^hmm, Daß ihn durch Stürme ereile mein Gruß. Don den-Jünglingen Midjan'S wohl werd' ich b l Und sie führen Kameele mit Schätzen beschwert, Und sie bieten mir. Linnen und Evelgestein: Doch Zipora ist glücklich, Zipora ist.fein. Komm, lieber Fremdling, komm zur Rast, Sei unser Gast! II. verlassen. Ew'ger Gott, der 'Du den größten Deiner D.lener mir geschenkt, Gott, vor dem mir bange Demuth Moses in daS Herz gesenkt, — Auf die ärmste Deiner Mägde Senke gnädig Deinen Blick, Einer Gattin, — einer Witwe Schenke den Gemahl zurück. Menschengkuth und Liebe wollt' er Mir^lnd seinen Kindern weihnp- Mußte lassen seine Kistder, Barer Deinem Volk zu fein. Ja, Du sandtest ihn zum 'König, Der die Geißel bkütig schwang: Mein Gemahl gebot hem Herrscher, Der Tyrann gehorcht« bang. Ja, ihm jubeln tausend Zungey, Schlagen tausend Herzen ftei, Tausend mit gebeugten Knien Hob er auS der Sklaverei. gehrte ’) Die Tochter Jitschro«. nachher Frau Moscheh's.