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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 51 (1855) · p. Seite 204

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
51 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 204 (sequence 4)
Language
German
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Brief mit einem bedeutenden Geschenk, trug fich als Patben deS zu erwartenden Knablein-, wenn auch nur als Ehrenpathe an, trug die Äoflm des Wochenbette- und sorgte in Etwafür das Kinv. Der" Familie trug die-, da der Mann ein tüchtiger und steißiger Mensch war. eine glückliche Lage für das ganze Leben ein. Notizen des Tages. Die Israeliten Italiens haben dem Rabbiner I>r. Philipps«" eine große goldene Medaille schlagen lasten, und durch die Herren Prof. Giusepp^. Levi und Prof. Pontremoli. Direktoren de- Läuostore LtraeJita, für Sardinien. Pellegrino diG.Padrave Eento. für -den Kirchenstaat, und Adv. ProSperv D'Ancona, für Tosrana» ßbersenven lassen. Die Adresse bezeichnet die Medaille al- „ein Zeuznrß der Bewunderung. Dankbarkeit und religiöser Brüderlichkeit im Siamen der berühmtesten Gemeinden und Familien Italiens." Die ist. sucht einen Arzt, um der Gesundheit wieder theilhaftig zu werden; wer sucht aber einen Arzt für feine kranke Seele? Die Meisten wissen nicht, oder wollen nicht wissen, daß ein edler Theil von ihnen fiech darniederliegt. Den wenigen Guten fehlt es an Selbsterkenntniß. um den Sitz der Krankheit zu erforschen, weil die Eitelkeit, dieseverbätschelte Kind demenschlichen Herzen-, die schwarzen Flecken der Seele schonend zu verdecken sucht und da- Gift der Krankheit lieber fortwuchern laßt, alsich einer Beschämung oder schmerzhaften Operation zu unterziehe«. — Schon di« Weisen deheidnischen Alterthumwiesen auf die Selbsterkenntniß. aj-^die Spitze menschlichen Strebenbin; ne war Grundprincip der sokratischen Schule; der Tempel zu Delphi trug die stnnige Aufschrift: fvolf'. ffaytov (Erkenne dich selbst!). Eine merkwürdige Parallele finden wir bei Jeremias. Klagel. 3. 40. „Laßt ununser Wesen erforschen." Wer seine Thorbeit einfiehl, bat schon den halben Weg zur WeiSbeit zurückgelegt. Medaille ist voy großer Bollendung im reinsten Golde, zeigt auf der eineck Seite in schöner Gtuppirunz die Embleme deisraelitischen Cultus. die zwei steinernen Tareln der Lehre und de- Gesetzes, rechtdas hohepriesterlkche Brustschild (der Gerechtigkeit)^ linkdas Weihrauchgefäß' (der Andacht), darüber der fiebenarmige -egchrer (Svmhol des Lichtes, der Erkeanlniß), mit der hebräischen Umschrift de- Verse- 12. deS 42. Kap. de- IesaiaS: ..Sie bringen dem'Ewigen Ehre und verkünden unter den Völkernlseinen Ruhm." nebst einem Prat. Die andere Sejte enthalt die Widmung an den Dr. Phillppson in italienischer Sprache. — In der bavrischen Pfalz waren viele Juden zu Wablmännern gewählt worden. Die französischen Israeliten werden einige Rabbi« nen zu seelsorgerischer Thärigkeit nach der Krim für die französischen Soldaten israel. Bekenntnisses senden.. Aphorismen. Bon Dr. Wabl. Die Seele ist verwundbar, wie der Körper. (Wer mich verletzr. verletzt seine Seele, und die mich baffen. lieben hen Tod. Spräche 8. 36.). Jede Sünde ist eia töbrlicher Angriff auf die Seele. waS sich, wenigstenbei dem noch nicht ganz verderbten Mensches durch die nachro!« gende Mißstimmung, durch die Ur^ufrierenbett -nnt stch und Andern kund giebt. Der verstockte Bösewichr sündigt freilich mit lachendem Munde; aber solche Menschen fühlen überhaupk nicht mehr, wie krank sie find; aber eben diese sind die gefährlichsten Kranken. IesaiaS spricht mir Zoller Wahrheit von dem sündhaften Zustande, wenn er '• „Jede- Haupt ist krank und jedes Herz ist siech." ' 5. und ebenso im folgenden Verse, wo er bas ~ Israel mir einem von eiternden Wunden und » s«n Körper vergleicht. Wer körperlich krank Ache^.. ' - -- — — t« Bera»t»ortltcher Redacteur: Ijombar* Blumenlese. Auszüge von Lrzäblnngen. Gleichnissen. Gedanken und Metallogen. wie Erklärungen von Schriftsteller» aus hebräischen Werken. Bon Iosevh Rawicz ln Breslau. 2 M. 32, 5. llnd Adron fab dies und baute einen Altar vor ibm. Welche Einsicht leitete den Ahron, daß er einen Altar bauere vor dem Kalbe? fr- 13 N3N im Namen des K3K “n sagte: da- Benehmen AbronS gemahnt mich an einen körttglichen Sohn, der aus frechem Uebermurbe ein Schwert nahm und dem Königlichen D^- ter damit drohen wollte. Der Hofmeister desselben gewahrte die--und wendete sich zum Prinzen: „Bemühen Sie sich doch nicht, geben Sie mir da- Schwert, ich verstehe eS besser zu regieren." Der König faßte den Hofmeister chnS Auge und lächelte. „Ich errieth Ihre Absicht, lheurrr Hofmeister! Besser daß der Vorwurf Sie trefft als daß mein Sohn sich einesolchen Vergehens schuldig mache. Ibr Lohn werde Ihnm dafür, daß Sie auS meinem Palaste nie weichen und Ihr Gehalt um ein Bedeutendeerhöhet werde. Ahron dachte, besser daß ich mich vergehe, als daß man ein ganzes Volk einer solchen Verderbtheit zeihe. Dem Ahron wurde dafür der Auftrag, em immerwährendes Verbleiben im Tempel und die Verlrrbunq von 24 Prirstergaben. Allgemeine Zeitung de« Judeuthum«. No. 37. 4855. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg. Hamburg, ans der bavrischen Pfalz. Preußen: Kozmin. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. Frankreich: Marseille. Mühlhausen. Korrespondenz: Mannheim. Zn beziebe» durch jedes Postamt und jede Bnchbaud« lung. Jährlich 3 Tbaler. vierteljährig % Thaler. L L. Stäbe. *«1*3 B«n va««,trt»rr « e**JwnHunfl in 8rt»ii,. — Den« »»» »Iexa,»«r Sie»« in

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