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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 51 (1855) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
51 (1855)
Date
1855-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Bolksvlatt. I Zur -Keleheung und Unterhaltung auf jüdischem Hekiele. Rabbiner Dr Hepausgegebe» »ob Ludwig Philipps»» in Magdeburg. -4 1---— I enchet»! l »llaeuUlcd el»e -ivw««r. Pr«,» de» Iadr« «B « a m. . i i « -teljädrig ft/, «»r. Bll» »utdaoklon,«,. »rtüiltr. I?,'JtfPrfl, 4. Wlllit’nH. I WtieneM Ktbatrn «m. I M* «*«»**»»*J |Ro. Sl. 1855.] Sen dieser gettsckri gang» 1 Iblr. 81 in» zftnmg»eköe Wünsche zum Jahreswechsel. Sul dem Arauzöfischen von Dr, L. Lewyfohn in Wer *'• Wie am Schluffe de» vorigen Jahrganges d. Dl. gebe ich auch diese- Mal nach dem „Univers Isra£lite“ ein kleine- Sümmchen von Wünschen, wel he audem gefühlvollen Herzen und der geistreichen Fede einer Dame (Julienne Dloch) geflossen find. „Ich wünsche Ihnen (dem Redakteur) isterhusalem'S Alter, die Segen-fülle Abraham'-, die ungesch «ächte Natur eine- Mosi-, die Stärke Simson-, die Triuriphe David'- über seine Widersacher, den langdauernden Ruhm Solomon'S, die Begeisterung der Propheten und die Geduld Hillel-, um noch eine lange Reihe von Iahten da- Werk fortzuführen, dem Sie Ihr Leben geweiht hoben. Ich wünsche Ihn?» viele Abonnenten, dit tesen, und viele Leser, die abonniren.! Ich wünsche manchen Synagogenverwaltuagen etwaweniger an Taxe zur Bestreitung de- Euttu» und enioamehr Syntax in ihren schriftlichen Derfügurgen zu verwenden. Ich wünsche unfern Rabbinen alle die Erfolge pnd himmlischen Früchte, welche ihre stillen Tugen >qn und ihre pastorale Sanftmuth wohl verdienen; Zuhöre', welche ihre Worte beherzigen und ihre Beispiele befolget] Synagogen, in welchen Gott eine Gemeinde findet, mV Gemtznden, in welchen Gott feine Wohnung errichtrjte. Ich wünsche unfern Vorbei,rn weit eher heilige Gesänge, die aueiner reinen und gläubiger Seele zpm Himmel steigen, al- Concertstücke, die nur vdm Muüde bi- .in- Ohr dringen. Ihr Herz sei ein Heifigthum, Hein Instrument, ihre Stimme ein Gebet und keine Tynleiter. >! Ich wünsche den jüdischen Joürnalisten eiüe Feder, hie da sei ein am heiligen Feuer de- Glaubenangezündete- Licht und nicht ein chemische- Schwefelhölzch n. gerieben an Leidenschaftlichkeit und materielle Interesse,; ich wünsche ihnen viel Schwung in der Eompostril n und viele Mäßigung in der Polemik, viele Mannig altigkeit im Stoffe, viele, doch nicht erdichtete Neuigket en und!— viele ebenso interessante al- .... portofrei, Eorresp^ndenzen. i Ich wünsche meiden Brüdern Und Schwest rn in Israel all' da» Glück, all' dahäu-lichc und gesellschaftliche Wohlergehen, wanöthig ist, um fest und weiter d«m Alter entgegen zu gehen, um ln dem Name, > „Israelit" sein Glück und seine Unabhängigkeit, seine geh« iligte Ehrmkrone und seinm göttlichen Beruf für immer zu behaupten." — Wir Deutschen werden wohl boa gre mal gr» diese Wünsche »heilen; doch mag auch ein Restchen von Wünschen folgen, die ich audem Munde eine- Deutschen vernommen und nur-baran zweifle, ob fie auch vom Herzm kommen. Der/gure Deutsche wünscht, daß der Himmel ih» eine nrrbo gewähre, doch die vielen mmbo (wora« manche Gemeinde einen dickleibigen Folianten zu befitze» da- Glück hat) ihm benehme; daß der Himmel die berliner Piutimliede starke, doch die lieben Piurim nur in Berlin refidiren lasse; daß der mecklenburger Himmel a» " jedem Sabbarh Ströme regnen lasse, auf daß da» Brief- . stegel .v.on selbst erweiche und da- Lesen gestatte; daß sibirische Zobel noch frühzeitig vor dem drohenden Winter un- und die Prügelstrafe aueinem süddeutschen Staate nach Sibirien wandern möchte; bet dem dermaligen Zustande der Rechte unserer Glauben-brüder möchten in alle« deutschen Kammern die Rechten zur-Linken und die Linke« zur Rechten stch verwandeln'; endlich — und dieser Wunsch j kommt von Herzen: mag der Himmel unden Erdenfries den lassen, alle Segnungen der RuHr und der Eintracht bewahren und Israel mehr und mehr der jLösung feiner ' weltumfassenden Bestimmung näher bringen. — Soweit unser geehrter Mitarbeiter. Und da nun schon Zcheen ihre Wünsche dargebrach», so seien wir der Dritte im Bunde. Und da .wünsche ich allen meinen Lesern: einen gesegneten Nahrung-fiandin Gerechtigkett und Fleiß — — ein Herz voll, Liebe — und Gesundheit de» Geiste» und Körper-!!*aren nax: nrob Br. Samuel Medoro zu Padua, Dgs Muster einejüdischen Arztes. Nach Prof, della Torre'). Nichtist häufiger, al» daß -re Männer der Wissenschaft. welche unsrem Stamme und Glauben entsprungen find, für beide kein allzu große» Interesse zeigen. Die Wissenschaft, indem fie den Verstand auf Kosten der übrigen Geisteskräfte au-bildet. macht diesen zugleich hnchmüthig, daß er in seiner erträumten Sicherheit, stolz in seiner Selbstständigkeit, der anderen Stützen de- Leben» entbehre» '- . I •) Aulzügltch anf de» Edicttore ifrteL t

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