Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 46 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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in Pciel'l zur lund ließ sich ongemaß trat Er wird nun wiederbolt als Eourier mst wichtigen Depeschen des EorpScommandanten d'Aspre ^»ach EivUa vecchia. Neapel, Gaiita verwendet. Für eine mit besonderer -Umsicht von itm geleitete Streifung gegen die Schaaren Garibaldis in den Abbruzzrn wird er mit der päpstlichen Medaille ausgezriwper. Endlich, zur Abholung sämmfticher Effect« der. Ossi» ciere und ves RegimentsmagozinS nach Mailand gesendet, führt er dürft nicht kleine Ausgabe zu voller Desriedigung auS unk rjickt über Bologna' wieder in Fstvrchtz ein. So seÜen wir den jungen Mann überall.I wo es persönliche Tapferkeit gilt, in den vorderen, zuvtfilen in den ersten Reihen. Sein für den Kamps begeiferter Mulb -weicht der besonnensten Rübe, wenn eS/chtzsierige Auf. nage. auSjuiübren gilt; von seinen Eamerfllden geliebt, von seine» Vorgesetzten geachtet und doch! j:« siebt sich nicht zum Osficier. befördert. Der Zufall fügt fi stets so, tup ft sich seinfm Feldberrn nicht nähern kciin, um ibn an vaö Versprechen in jener rerbängnißrol sn Nacht zu erinnern eS wird Friede, er bat ein! abr über die -Hapirulaiionszelt' in Wahrheit „tapfer, rreu :»» gut," wie es in den AbschierSkocumcnten der k. k. Armee lau;et, gedient. jEr ttitr, nachdem eS im Felde ni htS mebr zu thun giebn, auS unk begiebl sich nach Brün ij um sich irgend eine^n Geschäfte zu widmen. Kaum in der Heimath angrlangk. begi ifft ini Jahre l.-iJl» diel Rüstung gegen Preußen. Ohne Einrückung abzuwartcn. ging er nach Wie« zur k. fi Gensdarmerie affenliren. Statu er als Gemeiner ein und wurde nach je »»iiiier einigen Tagen {lim Bicecorocral. zum Corpora! und >O-na-Wachlnuistcr nach Reünkirchen in Riederösterreichj befördert und erhielt r^s Tienükreuz. AIS Seerienseomalandanr barer tb.ilo in llleunkirckev, ibeils in Gloggnitz, es an Osficieren fehlte, durch 2'2 Jalre größrentbe raS 'Zugöcommando getübn und bat in dieser Eige Schaft -mebrerc Delobun^zen erbalten und wurde >bm mebrer plale die Ehre zu Tbcil, die Allerhöchsten Herrschaften in ftinem Bezirke begleiten zu dürfen. Äufj seinem Posten in Gloggnitz rügt tjs ein glücklicher ZnfaU..kaß der Feldmarsch'a.Ü Graf >Radetzkv aus seiner Rene nach Wien ibn bemerkt unr — erkennt. ,.Du bist hier?" redete er ibn mit. wie erscheint, einiger Ueöertafchung an. ..Komme nach Wün zu mir!" Wir sehen bald darauf unlern Was rmcister in der k. k. Hhsburg die Treppe emporschreiren. mn zum Feld- . marlchalll zu gelangen. Gleichzeitig mit i^m kommt Se. kaiftrl. Hoheit der Erzherzog Albrecht, de» ihm. wie wir gelesen haben. in Florenz eigenhändig die jgolkeue Tapfer, keil^mebaille an die Brust geheftet hat. ^.Ah, Pollak!" redet kr ibn freundlich lächelnd an; „n& haben einen Weg, da kann ich /Sie gleich beim Frsdmarschall anmelden." Pollak wartetetlange im Vorzimmers - eS vergingen Stunden ujtd es um ihn ganz stich geworden war, fragte er im/nächsten Saale, ob der Feldmarschall noch empfange? /und erhielt die ihn erschütternde Nachricht: er sei noch Xu Sr. Maj. dem Kaiser berufen worden und dann rqfch abgereift. Zm Jahrs 1853 wurde Pollak, der sich der Aufmerksamkeit seines höchsten Vorgesetzten, Sr. Ereellenz dt» F. M. L. Freiberru von Kempen zu erfreuen hat, zur Prüfung nach Wien berufen und, dazu vorgeschlagen, von Sr. Majestät dem Kaiser am 1. October 1853 zum Of» ficier allergnadigst ernannt. Seinem ferneren Avancemettt, kaS nach der Tour in seinem Corps statlsindet, steht nim nichts mebr im Wege. Pollak's Erscheinung ist eine imponirende: nicht zu bock, macht sie durch ihre Stämmigkeit den Eindruck von gediegener, in sichruhender Kraft. Die gedrängte Stirne, die unter ibr liegenden dunklen, nicht zu großen Augen lassen auch denjenigen, der von PoÜak'S Lebensgange nichts weiß, aus Entschlossenheit schließen. Begeisterung und Trsue für die glorreichen Fahnen rer ireggekrönten Armee unseireS ritterlichen jungen Kaiserfüllen sein Brust und lassen ihn auch jener nicht untreu werden, die pergamenten zusammengeroll«, ein heiliges, durch Jahrtausende unverlorenetz Besitzlhum seines Stammes ist. Blumenlcse.; Auszüge von Erzählungen. tfMddmtfün, Gedanken und Meinungen. wie Erkläniugen von Scbriftüellen aus bebräischen Werfen. Bon Josevb Rawicz in Breklau. , Es bemerkt R. Jebuda: T^r Mensch sei st«tS bes!orgk und aufmerksam darauf,'sein Haus mit Brot zu versehen, denn rer häusliche Zwist ^rgk sich gewöhnlich bei der Nahrung; dieses ist auch in der Schriftstelle enthalten. Psalm 147/14. Er schaffet Frieden in deinem Gebiete, der dich mir dem Besten des Weizens sättigt. R. Papa begrüntet dieses mit dem Sprichwort, wenn der Krug »leer giebl er einen lärmenden Klang von sich, der stch Hauseminheilr. ist. dem R. Schlureon spricht: Diejenigen, welche ihr Geld auf ZinS leiben, mit der Entschuldigung, daß die Entlehnet damit gewinnbringende Geschäfte machen, und sie den ZinS von dem Gewinne nehmen, begeben großes Uw echt; abgesehen davon, daß die Hoffnungen jener Enelehncr fehlschlagen, sie bei ihren Unternehmungen oft herbe Be stufte erleiden, den Zins dennoch zahlen müssen, raö Verbi echen .also an rem wuchernden Gelde klebt, spannen die Wucherer noch dev Pfeil der Beschimpfung auf unseren Lehrer Moscheh, indem sie wähnen, wüßte er, daß beim Wucher auch ein Gewinn für den Entlehnet in Aussicht' steoe, er harre ihn nicht schlechtweg verboten. ' Allgemeine Zeitung des Judeutbum«. No. 31. k-855. Harfenklauge: Die Sendung Israel». Vit. -fl Leitende Artikel: Don der jüdischen Toleranz, ll. — Ayboris» men. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Landau. Frankreich: Paris. Großbritannien: au« England. London. Jhuische Inseln: Korfu. Italien: Moudovi, au« Oberitaliea. Rußland: Miiau, Petersburg, von der russische» Grenze, von der polnischen Grenze. Nordamerika. 3« beziehen durch jede« Postamt ll»d jede Bachhaudlung. Jährlich 3 Tbaler. vierteljährig '/« Thaler. Sera»1»ortttcher Redacteur: JL Räbr. B-rlag e»n va»«-är»«er'd Bachdauvlung i»Heivrig. — Druck fr« Sftjantct Si((e in Stifiig.