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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 43 (1855) · p. Seite 172

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
43 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 172 (sequence 4)
Language
German
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r 17t (Sin Mann kam mir seiner Krau z, p pra» “1 und beantragte Scheidung auf Grund der Kinderlosigkeit. „O r, gut." erwtederie der Rabbis aber wahrlich, wie Ihr Tu«: Liebesbünfeniß durch einen Tag tp4 Wohllebengefeiei t. so muß ein Festessen Eurer Trennung voranqehen. Sie befolgten ki.'sen Rath, veranstalteten ein.^großes Mahl, wo! ei die Krau, die es mit dem Manne nicht verderben wo! ie, durch Getränke ihn aus seiner düstern Verderbtheit zu bringen suchte. Als er woblgamurh war. sagte er zu hr: „Meine Theure, suche Dir unter meinen Habfeligk Irendas Beste aus. und nimm es Dir' mit nach Deineu väterlichen Hause, Ein Schläfchen begleitete diese fr«» j«bige Aeußerung. Die Frau, dchen Verstand recht W» ssam war. befahl ihrer Dienerschaft, den schlafenden M« nn ungestört aus dem Sofa nach ihrem väterlichen Halse zu tragen. Der Befehl wurde unverzüglich vollzöge» Als er bei Nachts erwachte un? °der Wein verschlafen war, srug er seine Ehehälfte. wo >-r sich befinde. „Im Hälfe meines DaterS," wafe die Antwort. „Wie komme ich;um Haufe Deines DaterS?" — .^Durch Deine berzliste mir ertheilte Erlaubniß, das Vesta aus Deinem Hause mi mitzunehmenich babe unter "den Schätzen der Welt m< itB Tbeureres. als meinen Mann. Sie erschienen wiedei sei R. Schimeon mit den strablenden Zügen der AuSsöf nnng. er betete für sie. daß die feen ehelichen Frieden stS nii,t auS. ende Ursache verschwinde, und feer Kindersegen blieb m nya T« n str de be lUP . la le . d» »g st m de > D ck«i ■' di se d« s kl tn R >m r ah . n sch» t« nh ir di 3 ien » rtm P fl blei d rin \t i »em 4 fett t ssm ■f h»l 1 ne# l evt r r (lx ries dem Mofcheb^. 3. B. M. I. Der Zusam» ng keS RufeS an Moscheh mit der Erzählung vom : elbau. wovon das vorbergehenve Kapitel handelt, in folgendem Gleichnisse seinen Grund. Ein König ragte einst einen Unrertban mit dem Bau eine- Pa- . Dieser rraf mit einem Baumeister die Derabredaß bei den Verzierungen und d^r prachtvollen Aus-! ckung dafür Sorge getragen werde, daß der Name . lönigS an den Säulen, an den Wänden, wie an der in vergoldeten Zügen glänze. -Die Kunst erfüllte Erwartungen. AIS feer König feen Palast bezog und »ollenbete Werk d,S KunstfieißeS in; Augenschein nahm, er seine Freude darüber nicht verbergen, daß sein ihm von allen Seiten entgrgenschimmene. Der Heid gleich aus die Spur kommend, daß diese Ueberng von dem treuen mit dem Dan beauftragten Unn herrühre. sagte er: „Ich fühle die Achtung, feie ser Erfüllung meine- Auftrages für-mich liegt, mein r muß in diesem Palaste Zutriil basen, und ich ihm königliche Anerkennung zollen. Bei der Erzählung er Verfertigung und Aufstellung: des von Gott beeil zu bauenden HeiligthnmS »jnd der dazu erforn Gerätschaften. erwähnt die. heilige Schrift bei Gegenstände besonder», feaß eS so geschehen, wie dem Moscheh bet'oblen. Ein Diener, sagte Gott, Herz an der sorgfältigen Erfüllung meine» Willen» gt, und feer bei jedem Schritte daran denkt, wessen er vollzieht, und in wessen Namen er handelt, vereine außerordentliche Berufung; fie soll ihm auch »eil werden,..und feer Ewige berief den Moscheh. — Es heißt im Gesetze, wer von einer Veruntreuung weiß, und sie nicht anzeigt. ladet eine Schuld auf sich. 3. V. 5, 1. Ein Arhnliche» sprilbt Salomo, Sprüche 29. 24: Wer mit de« Diebe theilt, basset sein Leben. Ein 2anve»herr erließ einst ein Gesetz, nach welchem die Hehler strenger bestraft werden 'sollen al» die Stehler. Mehrere Einwohner wurden darüber laut, daß diese» Gesetz nicht von der Gerechtigkeit dictirt fei. Der Landesherr befchied die Tadler nach einem Sammelplatz. Al» fie versammelt waren, ließ der Landesherr mehrere Wiefel kommen, und viele eßbare Stücke auf dem Lande umberstreuen. Die Wiesel schnappten sie auf und schleppten fie nach rhren Schlupfwinkeln. Die Versammlung ging auseinander und wurde wieder auf den andern Tag dorthin beschiefeen. Sie stellten sich ein. Der LanveSherr ließ wieder eßbare Stücke hinwerfen, welche die hergebrachten Wiesel ausschnappten, jedoch als sie damit nach ihren Schlupflöchern eilten, und diese verstopft und vermauert fanden, sahen sie sich genöthigt, ihre Beure wiederzugeben. Die Versammlung wurde auf diesen llmstand aufmerksam gemacht. Da» Gesetz trat in Kraft und die frü- Hern Tadler trugen zu dessen Unterstützung kräftig bei. l Wie die Rose unter den Dornen. Hobelied 2, 2. am 2“ giebt diesem Verse eine politische Anspielung. Wie die Rose oft vom brausenden Winde gebeugt, vou den fie umgebenden Dornen verletzt wird, dennoch ibr Innerenach oben gerichtet hält, eben so Israel in der Zerstreuung, trägt viele Lasten, blutet an mancher Wunde, sein Geist bleibt dennxch beharrlich zu dem Allmächtigen droben gewendet. UnterhaltunffS - Pillen. Bon I. R. in B. Eine Handelsfrau bat einen ihrer Bude gegenüb,rste» henken Rachbar um Aufsicht auf ihr Geschärt während ihrer kleinen Entfernung. „Seien Sie unbesorgt." beruhigte fie derselbe, „der Markt ist heute so menschenleer, daß man nicht einmal einen Spitzbuben sieht." Ein einfältiger Mensch schrieb eine Leichemrde über einen verstorbenen Gelehrten und zeigte fie einem Rabbiner vor. Dieser äußerte sein Bedauern, daß der. Berstorbene sie nicht erlebt hat, der hätte sich darüber herzlich gefreut. Allgemeine Zeitung de« Iudentbume. Ro. 28. »855. I Harfenklänge: Die Seiduag Jsraele.lll.IV.— Leitaube Artikel: Zur Abwehr! II. — Au« fetn Bergeu. IV. — Liturgische«. — Zeitungsnachricht«»: Palästina. Lesterrelchischer Kaiserstaat: au« Galizien. Riekerlaude: Amsterdam. Rußland: au« Galizien, an« Galizien, von der russische» Grenze. Nordamerika: New-Aork. — LtterarischeRackrtchtea: Breslau (Schloß). 3° beziehen dnrch jede« Postamt und jede Buchdaadlang. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig •/« THaler. ** i Äerantwortltcher Redakteur: K. Rübe. «MrU« »tu ew|ärt'4 la — Lruck »o, Nlerauter »ir»e m «eiptig.

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