Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 39 (1855) · p. Seite 156

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
39 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 156 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4908862-5999336-6000695--0518-4909244
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

156 i Jud »och so lange unter Christen leben, mag er noch so sehr d irch Bande der -jede und Freu»dschaft mir ihnen »erb in nt sein und sogar Wohlthaten von ihnen empfangen ha^en. der Zude giebt seine Art nicht aus. Und so »eng il< eö möglich ist. Laß der Hase nach dem Hunde sage upd die Maudie Aatze verfolge, ebenso wenig wir» eS j '«hlden Christen gelingen, einen wahren Zude» vom Gl« ,b n seiner Väter abwendig zu machen." Di r st erdende Jude hatte wir seinem lang vorbereiteten G eichniß erreicht. waS er beabstch-igr Hane; die Lntoffalrn erkanntm. daß bei ibm alle i Bemühungen, ihn »HA nr andern SmneS zu machen, fruchtlos sein würden; sie ta wen eine Zeit lang wie versteinert, dann verließen fie bi, nicht ohne Kittern Groll über bie jahrelang durcbgefi hr e Täuschung. Nur die beiden Schüler blieben, auch in br en machte sich die Rarur geltend, der Znstinci der D» ktarkeit, welcher ne selbst dann noch an ihren Wohlthäl n band, aler ihre Verehrung, ja selbst ihre Achim» erlvr. Zn frommen Gebeten verharrten Le bei ihm bis z, seine« Ende. Auden Papieden de- Verstorbene, eZab sich später, baß er den größte» Theil seiner Eit kb »fte zur Unterstützung der Synagoge und »»bleiben ie Juden verwandt hotte. > P an mag die Cmrüstnug ermessen, welche dieser Vorfall n ganz Adln erregt«, besonder-; untzer Denjenigen. «Mi ch, den Fanatiker zu ihre« Gewiffen-rath erkoren balle» Kan machte sich besten ungeachtet seine Lehren zunutze un I bertrug sie in den oben erwähnten Bildwerken aus di« -achweli. Dorr standen nr länger als ein hafbe- Za »ri ausend. > Agrl Cramer. lu de B m H br a» ' bl - z» g<» ni b» Bpw se ü e h, it «} Ug <£ u r i o f u nJ in Jude in dem benachbarten *** theilke mir kürzater andern abemeuerlichen CinfLsten einen Fund mit, n mit außerordentlicher Freude Erfüllte. nämlich die rkung, daß die deutsche Sprache Wörter aus dem lisch«« ausgenommen habe. Alich ib« das in Bezug inzelne Wörter und Redeu-arten^ wie schofel, Reu. s. w. zugab, behauptete er. ein hebräische- Wort sinnen, daso. wie eleibt und lebt,' ein deutscheohdrn. CS wäre dieseda- Worr „SÜichiaß". welche- Andrefei. als dahebräische nbrr:. Alle meine ise, daß ..Nachlaß" durchaus «in 'deutsche-. Wort »üffe, daß nbra, alein statu-i.oonsleuctus von unmöglich in dieser Gestalt in «ine andere Sprache rjehen könne, waren stumpfe Waffen gegen dte Kübneiner Hvpotbese. und so mußte ich dem guten Manne die unschuldige Freude gönnen, eine wichtige etvmotspre Entdeckung gemacht zu haben. bl Aphorismen. So« Dt-. Wahl. |n den AuSsprüLen der heidnischen Dichter und Philßfchhen finden wir oft eine merkwürdige Uebereinstimmßng mit Stellen auder heiligen Schrift. Bei Ovid. Met. VUL c. 724 heißt e«: ( Cur« piis dii suot et qui coloere coiantur. ^Wie ähnlich damit die Worte der heiligen Schrift. „Wer mich ehrt, wird wieder geehrt; wer «ich ver» [ schmäht, wird wieder verachtet." Sam. 1. c. 2, 30. I Bei Plato heißt ean einer Stelle: ' „Alle-, waüber und unter der Erde ist. ist nicht mit der Tugend zu vergleichen." i Zn den Sprüchwortern Schelomo'S c. 3. 15. heißt e-: „Und alle Deine Schätze kommen ihr (der Weisbeit) nicht gleich." Unterhaltung»-Pillen. von Z. R. in B. Ein hebräischer Stvlist las in einer Cvncordanz. welche- Buch bekanntlich die in der heiligen Schrift vorkommeaden Wörter uud Stelle» gleichen Znbaltgenau angiebt, und fand bei dem Worte ban sThorheit) eine Bemerkung de- Buchbest-er-, worin dieser die vermißte Stelle 1. B. M. 4, 4. «vi w eran barr aleia, überraschende Weglassung bezeichnet. Der Stvlist, den Zrrthum de- Verbesserergleich merkend, schrieb uuter dieser Bemerkung: rein sj eran barrt. Ein Vorsteher versagte einem armen Reisenden eine Gabe auder Gemeindekaffe, weil er sich nicht -1- Talmudist au-weisen konnte. Die Wuth de- Hülf-bedürftigen enrbranme. und unfähig feine Zunge zu bezähmen, sagte er;um Vorsteher: „Sie geben mir keine Unterstützung, ich will aber au- Rücksicht gegen Ihre Di-puttttion-liebe Ihnen eine Frage (tcwip) zurü«klaffen." — „Smtdo stehen hie naa nur in der mart und nicht auch in ■jb^m?"— .,Wie kommen diese dorthin?" „GlaubenSie, sie paffen hierher auch?" — Ein Prediger, welcher gemerkt, daß sein Bonrag bei der Gemeinde keinen Anklang gefunden, frug einen Gelehrten, wie er ihm gefallen habe. „Ich war nicht aufmerksam." — „Sie waren ja zugegen, und nicht-aufmerksam?" ^— „Zch dachte," rechtfertigte sich derselbe^ ..Ihnen damit einen Gefallen zu thun, wenn ich nicht anbörte. Egekört manchmal zum Dortheil, wenn man »icht anhört." Allgemeine Zeitung de- Zudeuthum». Ro. 34. ,86T>. Leitende Artikel: Da» Institut zur Fördern»- der israelltischeu Literatur. — Au» den Bergen, l. — Zur Abiyehr! I. — -iteraturbericht. V. — Ze<r»»g»uachrtchteu: Deutschlaud: Hamburg, Lauvbei«. Leipzig. Preuße,: au» der Pro,t»z Pose». ffa beziehe» durch jede» Postamt uud jede vuchbaudluug. Jährlich 3 Thaler, vieneljährig Thaler. Verantwortlicker Aebatteur: K. Rabe. ren £«>«gir«(ifr[,i-eadJba*M»*# n.i'ftrji#. — n«tf »c>> tUcfjnKr Siftf m

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.