Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 38 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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allein gehEie trafen ihn auf dem Rückwege und Nagten» wari« es so gehandelt, habe. „Ihr sollt die Ursache erfahren/ anttvortete. er. „Wären wir zusackmep gereist, so wäre zu giel Salz auf einmal in die Stadt gekommen. es »ätte ^wohlfeiler müssen verkauft werde«, nun aber brachte i > mefnen Tbeil, bi» Ihr zurückgekehrt. O er verkauft unl Zhr< könnet dann den Eurigen gleichfall» um geh-riger -Kreis verkaufen." Daher heißt eck mit Recht: „Ein Z« er redet falsch mrt seinem Nächsten." I 2) 9 , JvUarban suchte einst Hülsenfrüchte;um Klause. Er ging zu tiefem Zwecke zu einem damit. bandelnden Verwand e« in der Stadt. Auf seine Frage, pb und um walchen lrei». er diese Früchte erhalten könne/ wurd« ibm gehöriger Bescheid und mit dem Zusätze gegfbe», daß er sie so zr jeder Zeit' von ihm erhalten könni. "Als der Rabbi f Lter rum Einkaufdieser Hülsensrücttt diesen Verwandten aufsstchte und ibn gerade abwesend funv, ging er zu eine« andern Verkäufer in der Stadt und fragte, ob er keine chülsmfruchte haben könnte.. Dieser antwortete: „Hulsenmüchte! habe ich wenige, diese sind sebr gesucht und »Heuer; aberlWeizen kannst Du nach Verlangen bekommen." 8 v309at6an fand sich veranlaßt, die rrsttblgen Hül. senfrüch» um einen lbeuern Prei» zu erstehen. Al» er darauf wieder s« nen Verwandten traf, erzählte er ihm, wie rbeuer er die H lfrnf^üchte habe kaufen müssen. „Hast Du vielleicht," > ersetz« Jener. „zuerst nachHülfenfrüch«n gefragt? " —- ..3a " „So ist e» mir klar." sprach der Verwandte weiter. . hättest Tu zuerst nach Weizen verlangt, so hätte man Dir gesa >k. da» man Dich mit Hülfenfrüchtea befriedigen kann, da Du < ber Diese wolltest, so rrdere er von Jenen. E» beißr ja ..E» redet falsch Jeder mit dem dEchstcn" Anfragen und Antworte». I 85. E. in E. Durch welche» Mittel könntest in Amerika d^e gew bnlich sehr verspäteten Deschaeidungen der Kinder isdlirr q obnestder Juden gefördert, und die für den Ein-;ch»en »t sehr drückenden, überschwenglich großen Kosten leichter t afgobtacht werden? Auf welche Weise wären Schritte eAzul-it n.^vaß vielleicht eine mit Gegenseitigkeit sich gründende st eseuschaftSkaffe zu Stande komme, au» welcher die Reifekof m eine» bezahlt werden könuren, auf daß die Freude er Ellern bei der Geburt eine» Sol'neS nicht auf ä verle ende Art durch die Klage getrübt würde: V7N An wort. Da un» schon öfter hierüber Anveumngyt geg hen worden, so haben wir jetzt in der Allg. Ztg. d. Jude: tb. eine dessallstge Aufforderung an die amerikanu'chen UaubenSgenoffen gerichtet. S. No. 25. 8^. Derselbe. Schon lange wünschte ich zur praktischen Ei: Übung der Jnrerpunctation für meine Schule bin« A rzahl zanz odne Scheidezeichen gedruckter Stvlstücke in p! »nmäf iger Ordnung zu besitzen; ferner bediene ich mich U »gst-a » eine», die Uebung der deutschen Orthographie se»r fötserndien Dickir-Surrogats: au» jüdisch-deutscher Efchrifk ip Eu^entschrin^bertrage^tNaffen^^m^dldakrif^ gute Ausführung de» ersterwähnten Plane» würde leichtlich beiden. Zwecken, sowie auch noch dem Nebenzwecke dienen, Geläufigkeit im Lesen de» Jüdisch - Deutschen zu erzielen. Bei einer ansehnlichen Zahl von Abnehmern wäre da» Schrifrchen relativ sehr billig fut 9—12 Kr. zu liefern. Ich wäre geneigt, die Elaboration zu übernehmen, ohne den geringsten Geldnutzen zu beanspruchen, sondern den Nettoertrag gewissenhaft unter Ihrer Controle den Armen Jerusalem» zuzuwenden. Was halten Eie vom ganzen Vorhaben? Wollen Sie nicht etwa andere Lehrer zur Meinungsäußerung auffordern? Wären Sie nicht geneigt, die Bestellungen durch da» Dolksblatt gehen zu lassen? Antwort. Ich halte da» Merkchen für sebr rzützlich, auch vermittelst de» Buchhandel» leicht reolistrbar, und mag der Herr Fragesteller r» nur frischweg ediren. Die Redaktion de» „Doiksbl." aber ist schon genug belastet, und kann daher nicht» übernehmen. 87. Derselbe. Ware e» nicht wünschenswertb, die Tborabvorlesungea nach Zjäbrigem Eyclu» in den verschiede- .nen Gemeinden harmonirenv zu wissen? Wie ist am leichtesten eine Verständigung zur Uebereinstimmung anzubabnen? Antwort. Sehr einfach: wenn eine Gemeinde den 3jährigen Cvclu» annimmt, so führe ste ihn nach dem Hamburger Tempel ein. Schwieriger ist die deSfallfige Anordnung der Haphtorokb, welche der Hamburger Tempel mir großem Unrecht bat fallen lassen. Wir haben in einem früher» Jahrgang der „Allg. Ztg. d. Judenth." be reit» eine deSfallfige neue Ordnung gegeben, die Nummer ist un» jetzt bier (in Harzburg) nicht zur Hand. Aphorismen. Loa Or. Dahl. Schmeichelei ist eine Ironie, Ironie eine umgestülpte Wahrheit. Ter Schmeichler ist also nicht so arg. wie man glaubt; er spricht eigentlich nur derbe Wahrheiten in lügenhaftem Gewände au». Die Iabre machen nicht alt. sondern das Laster. Allgemeine Zeitung de« Zudenrbume. No. »3. 18B5. Leitende Artikel: Avborismea. — Zur Beschneid»«-. — Zeitn»g«uachrichte»: Palästina. Devtschland: Haiuover. Kassel. au« Kurbeffen. Gieße». Worms. Norm«, Frendeuthal. Preußen: Königsberg. Breslau. Oefterreichii'cher Kaiserstaat: an» Ungarn. Wien, von der Denan. Rußland: Warschau. Nordamerika: Etnciunatt — Literarische Nachrichten: an« Näbren. Zn beziebe» durch jede« Postamt und jede Buchbaudlang. Jährlich 3 Lbaler. vierteljährig •/« Thaler. Ber«it»onlicher Redakteur: A. Rabe. in Va»m-Lr»»er » «MdUiAdl«- m triajij. — DM» *cm »i»raat»r Sied» m Sdeji*.