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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 35 (1855) · p. Seite 140

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
35 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 140 (sequence 4)
Language
German
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140 baten, so tnrb diese Bitte nicht gewährt, was dann »n* fangen? Antwo:t Da läßt sich nicht-Zweiter aofangen. alman versüch: es in einer andern Gemeinde, die noch ein Stückchen 95 rot für ein arme- Jtinb hat, oder vielmehr die da- Herz htt, ihm ein Stückchen Brot zu reichen. . . . 84. D . in W. Beim letzten Seder wünschte ich folgende zwei fragen beantwortet, und dachte an da- „Dolk-- blatt": s. Wa um wird bei jeder der zehn Plagen ein Tropfen aus l em Becher geträufelt? Antv ort. DaS Hinau-werfen der Tropfen aus dem Glase, wii v im t »sVS Xfr D tIN alangeführt, und zwar nicht nur bei den zehn Plagen, sondern auch bei d n drei Strafzeichen nrram W tn, fo daß zusam> »en sechzehn Tropfen herauskommen, welche Zahl hier eine mystische Bedeutung hat. Im brro, auwelchem dieser entnommen ist. wird Lafür.der symbolische GrMrv angegeben: mit dem Hinau-werfen der Tropfen bei den Plagen wollen wir andeuten: (Sptt wolle unvor olchen Plagen bewahren, und fic vielmehr den Feinden < iotteS zuwenden. b. Suum wird vor ■^a die Thüre geöffnet? Ant» >ort. DaSOeffnen der Tbüre bei fc® wird ebenfalls im tr rs rs als sna: angeführt. SS wird ihm da Ne svmpolische Bedeutung brigelegt, daß, da diese Nacht ff Tff® b-b ist, eine Nacht, wo Gott^ besonderS Wacht hi!l. so wird er -alS Belohnung für unser feste- Vertrau« i auf ihn den rrsrz senden-, welcher < über die Götzendi ner, wie diese gleich darauf km "ob «b beschrieben sind. Gericht halten wirv. Als Zeichen für sein Lpmmen wn r die Thüre geöffnet. Nathanson. (Wi bemerken hierzu, daß am besten die Tropfen nicht hmausgeträufelt, und *|E® gar nicht gesagt wird', ha beide zum rechten "NS mchtl nothweNdig. Redactton.) Notizen des Tages. Gemeinde zu Straßburg Hah einen großen Verden Tod des Prandenten-.dedortigen, israetiionfistoriums,'Herrn Loui- Hati-bonne, erlit- )er ehrwürdige Greihak sehr bedeutende Vermachtda» von ihm gestiftete Spital, die eeole <ls trsi- . hinterlafsen. Er war Ritter der Ehrenlegion. Spanien dürsen nunmehr Äkatholiken Kirchhöfe erwerben und anlegea. W D« S „Institut zur Förderung der israelitischen Literatur" ist nunmehr in Wirklichkeit getreten. Die Bmchhanblung und Duchvruckcrei Leopo-lv Schnauß in Leipzig hat Verlag und Druck-übfrnommen, die Herren Ov. Phllippson, Zost und Jellinek die Deurtheiluug der zu druckenden Schriften, die Kaufleute Heroen Friedeberg. Hirsch und Kaufmann die Caffe unb Controls es sind bereitüber 1400 Subskribenten, tust du nrffe fr und die Zabl der Letzteren mehrt sick noch. Bizum 30. Juni c. ist für diese- Jahr die Subskription geöffnet. Bereitist die Aufforderung zum Einsenden von Manuscripten erlassen. Dieselben wie die Subseription-erklärungen werden vom vr. Philippson, Rabb. tu Magdeburg, entgegengenommen. Die Manuskripte werden mir einer Devise eingesaadr, u« so die Unparteilichkeit zu wahren. Gott gebe dem. mit allgemeinem Vertrauen ausgenommenen Institute seinen Segen! Die „Allg. Zeitg. de- Judenth." wußte diese Zeit über viel von schönen Kesten zu erzählen. Der Zahnarzt Joseph Son in Cleve feierte seine 30jährige Prari-, und erhielt vom Könige von Preußen ven rothen Adlerorden; in Schmiegel feierte die Gemeinde die stlberne Hochzeit ihre- Rabbinen Feldblum mit großer Innigkeit, in Danzig die Gemeinde Mattenbllben die 25jährige Amtsführung de- Vorsteher- J^ig Goldstein; in Hannover ward die Anwesenheit devr. Adler festlich begangen; in Guden-berg die 25jähr. Amtsführung de- Rabb. Wetzlar. Zn Wien fahren die Juden fort, durch bedeutende Schenkungen die jüdische Gemeinde mit herrlichen Wohlthätigkeit-vereinen zu bereichern. Wo die Wohlthätigkeit blühet, da blühet auch der echte fromme Sinn unausbleiblich auf! Zn Venezuela (Mittelamerika) sind die Juden aueiner kleinen Stadt, Coro, vertrieben worden, weil die dortige (spanische) Bevölkerung voll Neideauf ihre Gewerblhätigkeit war und sie sich von der dortigen Regierung nicht mehr au-preffen lassen wollten. Anekdote. Ein nichtjüdischer Gelehrter wohnte einer Prüfung in einer jüdischen Schule bei, und unterhielt sich nach deren Beendigung mit einigen Knaben, die chm algute Köpfe bezeichnet worden. Einen, der ihm von sehr lebhaftem Verstände zu sein schien, frug er: „Wahältst Du für anständiger und vernünftiger, im Dethause mir entblößtem, oder mit'bedecktem Haupte vor dem König aller Könige zu erscheinen?" Der Knabe antwortete: „Wenn in dem Abnehmen des Hureeine Ehrfurcht vor Gon läge, dürfte man nirgendden Kopf bedecken, da Gott überall ist." Allgemeine Zeitung de« Judeuthums. Ro. 30. 4855. Leitende Artikel: Das Institut zur Fördern»« der ssrae- Mischen Literatur. — Der große Umschwung ll. — Literaturbericht (Schluß v», IN.). — Zettuugsnachrtchte»: Palästina. . Deutstlaud: Hamburg. Worm«, Dorm«, au« Kurheffe». Preußen: Petershagen, aus Mtttelschlefieu, aus der Provinz Post», Berlin. Desterretchtscher Kaiserstaat: 'Wien, Wie». Amerika: Venezuela. Zu beziehe» durch jedes Postamt und jede Luchhaudlang. Jährlich 3 Thaler, vierteljährig % Thaler. Sera: Berta, in Ba»M,irt,er « r Redakteur: Jt Stäbe, t» detvtiß.' — DruU »»» Alexander Wiede in

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