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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 34 (1855) · p. Seite 136

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
34 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 136 (sequence 4)
Language
German
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116 der vo » „3 istitul zur Förderung der ifraelltischen Literaturz l der« astaltesbe« Dolk-bibliothek de- Judmtbums" zu ver inlaff n. 81 vr P io P. Zch wünscht, für einen I3jährigen Zoogvn; eine Geschichte Israels von her Schöpfung dis in!die teuere Zeit zu kaufen; dieselbe soll kein Lehrbuch, «nder i «ehr für die Lectüre — Volksbuch — geeignet fein. WekHe- Werk würden Ew. Gbrw. mir empfehle,? A itwo t. Aminhalt-reichsten und g,schicht-mäßigsten ist im »er n »ch „die allgemeine Geschichte de-.israelitischen Volke« von Dr. 3 oft" 2 Ave. Berlin 1832, ob eaber zu de» l ged: chten .Zwecke paßt? Ran weiß: unsre Gelehrte» »erst hen selten für s Volk zu schreiben, und die für'» Volk < chreibea — sin» meist zu ungelehrt. Ganz äugen hm li st stch noch die neuere Schrift von Lichtenstein. Eine wesentliche Lücke wird die in .ltmzem erscheinende Geschichte der Juden von Eman. Hecht au-süllen, die a! er erf mit den Makkabäern anfängr.. 8!!. M E. in S. Mein Freund M. C. in H. baut in sei, er Gei »einde aus einem von seiner Mutter geschenkten 4 auplaz eine neue Evnagoge. Emuffen da drei, zwar alte, och noch tragbare Obstbäume hcnweggrräumt werde» — st voerlaub«? 4 ntwoct. Sicherlich — es ist ja.keine Belagerung, zu w lche* lie Belagerung-werke daraugemacht werden sollen (5 Dos. 20. 20.). Km altjüdisches Mährchtv. R a rrzäblt von Qsunitl H e ch t. R. 3 eh o s ch u a ben Levi. ( inst h: t in fernem Lande ein Man gelebt, R. Je* hosch ia ben Levi mir Namen, von dem erzählten sich einst Alt lnv Zu ig ein gar wundersame- Marlein. Ewar dieser 4 kann f omm und gotte-sürchtig und httte nie gegen Gott - heilt e Gebote grhaiwelt. Alsein Lebensende her« a»na >re. sprach Gott zu« Engel de- Todes: „Gehe bin und hole m r die Seele de- R. Jehoschua« ivoch frage ihn zvvo . ob er nicht noch eiten Wunsch erfüllt sieben möchte." Der Engel hat also, trat vor den Rabbi und sprach: „M> che Dich bereit, ich bi» von Gott gesandt, Deine Seele zu l ölen, dcch kann Dir noch ein Wunsch gewahrt werden."— . Gut!" erwiederte der Rabbi, „so zeige mir »eii en Plaz! den ich im Paradieeinnehme» werde." Der To» -sngel chickte 'sich sogleich an, um mlt ihm den Weg dem ' laradieanzutteren. . Unterwegsprach aber Jehbschua: „Lieber Tode-engel! Du siebst doch gar zu schrecklich aut, ich fürchte mich vor Dir, besonderaber »or lDeinem langen Schwerte. Hör einmal, guter Freund! »illn iDu. 1 aß ich kein Mißtrauen gegen Dich hege» soll, so ßieb mir Dein Schwert, blich da- Paradies und Gema h m demselben in Augenschein genommen. De Engel iberreichte ihm daffelbe. Alt fie nun vor l»e> Pforten de- Paradieseangelangi waren, hob der To p-ßote l eu Frommes auf die Mauer desselben, spreche dr „Hi, r kaanst Du den f&t Dich bestimmtm Platz ffar und de tllich sehen. Unser Rabbi über war klug, that einen tüchtigen Sprung, und husch! war er mitten in de» Paradies. Der Tode-engel erwischte kaum noch einen Zipfel seine- Mantels, -zerrt« denselben hin und her und rief unaufhörlich: „Jehoschua! Du hast genug gelehea, komm heraus." Jehoschua aber erwiederte: „Ich habe hierzu keinen Grund, ich werde nicht von dannen gehen. Egefallt mir ganz gut hier." Der Tode-engel Harle aber keine Macht, ihn audem Paradiese wieder herauszuholen; denn dorthin dürfen Wesen, wie er, keinen Fußtritt fetzen. Da traten die Engel vor Gottebeiligen Thron und klagten über die Kühnheit deben Levi. Gott aber sprach: „Wenn er im Leben je sein gegebene-Versprechen gebrochen oder einen fal. schen Eid geschworen, dann könnet ihr ihn audem Paradiese wegbringen, gehet und forschet." Doch niemals batte sich Jehoschua dieserhalb vergangen, sie konnten ihm darum den Ausenthalt in dem Paradiese nicht versagen. Dem TodeSeogel dauerte aber sein Schwert und bat er Zehofchua auf- Eindringlichste, e» ihm doÄ wieder zurückzugeben. Allein auch dazu wollte er sich nicht verstehen. und erst aleine Gotte-stimme ihn aufforderte, dem Tode-engel nachzugeben, sprach er: „Schwöre mir. daß Du den Sterbenden da- Schwert nicht sehen lasten, sondern Dich bemühen wollest, ihm sanft und milde die Seele vom Körper zu ttennen. Der Engel schwur also, und seit dieser Zeit sieht kein scheidender Mensch dafurchtbare Tode-schwett mehr, auch der Tode-engel selbst ist seitdem nicht mehr gesehen worden. Chärakterzüge aus dem Leben der Rabbinen. Loa ÜnaiHtl Hecht. (Schluß.» 6. Pincha-, Sohn Jair. Pinchas ben Jair zähl» man zu den redlichsten Männern der Bor« und Mitwelt. Ihm übergaben einff einige Leute Getreide zum Aufheben, holten eaber, ich weiß nicht auwelchem Grunde, nach der bestimmten Zeit nicht wieder ab. Da grämte eihn, daß da- Getreide unbenutzt in seiner Scheuer liege und auf die Dauer Schaden leiben könne. Er ging hin, fäete eau- und sammelte gewissenhaft den vollen Ertrag. Nach sieben Jabren kamen die Leute wieder und fragten nach dem zur Verwahrung Gegebenen; sieh! da stellte er ihnen nicht nur ibr Getreide, sondern auch noch deu Erttag desselben zurück und weigerte sich, für seine Mühe die geringste Belohnung anzunehmen. Solche Beispiele von Uneigennützigkeit und Gewissenhaftigkeit dürften selten sein, müssen aber namentlich in unserer Zeit mit den beredtestm Worten zur Nachahmung vorgeführt werden. Allgemetue Zeituug de« Judeuthume. No. 49. 4856. L«ite»de Artikel: Auffordenmg a» alle jüdische» Autoren. — Der große Umschwung I. — Ltlerawrbericht. Ul. — Die Be« sch«eid»»g vo» saaitLr«.polizeilichem Staudpuukte.— Z«tt»»g«- »achrtchte»: DeotschWtz: Fra»kf»tt a.M. Han»over, Ha»»over. Preuße«: Eleve. SchMegel. Danzig. Warmbru»». au» dem Thä« ri»gische». C*c»fea: fttftib. Italien: Venedig. H»lla»d: Rot« terva». S> beziehe» dmch jede« Postamt »ud jede B»chha»d« l,»g. Jährlich 3 Thaler, »ÜMeljLhrig '/« Thaler. ^^^eräurwönttcher^Revaete«: K. Räbe. ' . Berl«, »»« V«»«,trt»er- BuchtzeuNun, t» «eipti«. —i Druck *cn Siede t, fclpjij.

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