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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 33 (1855) · p. Seite 132

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
33 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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132 rtica< te erst ttifbrr, all ich mit meinen Kindern auf der Rückreise an dem einsamen Gehöft abftieg, und in die e.ilte, di« einst mein Glück gesehen, und auf der lag und »einte, wo stinst neben mir gesessen... Ltfer, weißt Du nun. .r-cuw ich »och immer, schon mit i em Silber des höchsten Greisenaltevl bedeckt, nach der des rvlben Häuschens pilgere? <5<Mb* * folgt.) Laub« Bank Laub Die Israeliten in Bombay. lieber die in einer früheren Numtzier. dieses Blattes erwä nten Beni-Jseael in Indien bringt «ine andere Ouel e folgenden Bericht: 8 uf der Insel von Bombav und auf den benachbarten Küste, des Evminenrs aus der Straße von'Puna zum Flusse Ban. not giebt e| eine israelitische Bevölkerung, die sich auf unge> ihr 8—10,000 Einwohner beläuft. In Handelsgeschäft n nehmen sie nuv «me bescheidene Stelle ein. Mit Aule ibme einiger Krämer und Schreiber sind sie meistens Künf ler, Maurer und Zimmerleute. Auf dem Conlinente find f e fast Alle mit dem Ackerbaue obrcj in den Oelfabrikationei beschäftigt. Einige unter, ihnen, die für sebr gute Sold iten gelten, sind am .häusiqsten in' die Insanterieregimenkl c der Eingeborenen dieser Gegend genommen. Sie können I icht herauserkannt werden. Sie sittd etwaweißer all die ü -eigen Indianer, die denselben Rang einnehmen und diese! e Lebensweise führen als fit; ihre Phvstonomien schein n die Mischung beider RaAn, die Abrahams und die d r Araber aufzuweisen. Ihre Kleidung ist ein Gemisch der indischen pnd der muselmännischen, unter welchen Stän men sie leben. Sie dürfen nicht mit Leuten, die einem ander i Bekenntnisse angehören, essen, obgleich sie ohne den gerinj Len religiösen Skrupel mit ibne» auihren Glasern trinke i. Sie haben gewöhnlich zwei Namen: der eine ist von rn ältesten israelitischen geschichtlichen Personen entlehnt und der andere nach indischem Brauche. Ihre ge» feilsch ftliche und religiöse Organisation ist durch die Aeltesten verwaltet, ihre Häupter resiviren in den bedeutendst«, ' krsern und werden „Kadis" oder „Richter" genannt. Sie nd Alle nach dem Gesetze Mose'S beschnitten. Und obgftlb ste keine Handschrift der Bibel besitzen, erkennen sie d>>b Alle das Alte Testament als eine göttliche Autorität!N. Als sie ungefähr vor 15 Jahren ansingen, die Auft rksamkeft vorzüglich unsrer Mitbürger (der Engländer) mf sich zu ziehen, folgten sie der Religion Jehova'S, eben! wie dem Götzendienste, und dienten auch anders Gott :n, die weder sie. noch ihre Väter gekannt hatten, da t i rte G-tter nur von Holz und Stein waren. Don arab chen Juden, die Bombav besucht haben, haben sie rinij i Fragmente der Liturgie der Hebräer und zwar der Sepbar: im empfangen, um fich deren in ihren bescheidenen Sy« : zogen oder auf öffentlichen Plätzen zu bedienen. Sie neu,, n sich selbst Beni-Zsrael (oder Sbbne Israels), während äe ehemals diesen Titel als einen Bonvurf anfahen. "Sie i iben sich seit mehreren Jahrhunderten in Indien niedergelafffn. Die Israeliten von Eochin behaupten (nach der Mittheilung des Herrn Claudius Buchanan), daß sich bei ihrer Ankunft in Rajopuri, in Kerkan. Diele unter ihnen vorfanden, die noch da wohnen. Die Bgyi-Israel sagen selbst, daß ihre Vorfahren in Indien aus Westen orer Norden über das Meer gekommen seien: daS bedeutet entweder aus Arabien, oder auS dem Golf von Persten. (Jew. mtellig.) — Urber die israelitischen Soldaten hi Bombay im indoenglischen Heere berichten die Archiv. Israel de Fr. Folgendes: Das nachstehende Beispiel wird beweisen, daß der Muth ein in der Natur der Israeliten ringepflanzteS Prinzip ist. Und dieses Beispiel wird auS einem wirklich bestehenden Zustande gegeben, welcher, obschon innerhalb einer sehr kleinen Stufenleiter, nicht nnnder auf eine entscheidende Weise darlegen wird, daß ste nicht blos unter kern Eindruck des Augenblicks handeln. In Hr Armee der westindischen Compagnie zu B^ibav giebt es 29 Infanterie-Regimenter des Landes, m welchen die Israeliten zerstreut find, die zum größten Tbeil Freiwillige sind, wie die andern Soldaten. Don diesen also zwischen der Armee zerstreuten Israeliten, giebt eS keine besondere Zählung, aber man denkt, daß ste den 30sten Theil in jedem Corps ausmachen. In dieser Armee steht der Rang eines Ober-, oder der eines einfachen Officiers allen Classen und jedem Verdienste offen, selbst die Titel werden für diese Art Ehren nicht berücksichtigt; und eS scheint, daß vorzüglich die Israeliten immer ausgezeichnet find, und daß sie öfter als Andere diese Auszeichnung erbalten, in Verhälkniß nämlich ihrer Zahl und in Folge ihres Verdienstes. Die Israeliten haben im Allgemeinen mehr Erziehung und mehr Intelligenz, und machen fick vornehmlich nützlich durch ihre Kenntniß deS LesenS und Schreibens. - Was ihren militärischen Muth betrifft, würde eS nicht gerecht sein, sie über ihre Waffengefährren zu stellen, aber oian muß bemerken, daß die Armee von Bombay ihre Tapferkeit öfter bewiesen Hai, als irgend eine in anderen Gegenden. Ihr Muib war oft bemerkenSwerth in den Kriegen gegen die Mahratten und Algbanen, und letztens in den Feldzügen von Einide und Punjaub; und wenn die Juden, die. wie man behauptet, die Gefahren der Schlackt zu meiden und zu fliehen bemüht leien, der Art gehandelt hätten, würden sie sicherlich nicht der Gegenstand solcher häufigen Auszeichnungen gewesen sein, würden ste nicht für würdig erachtet werden, m unsere Reihen ausgenommen zu sein. Allgemein« Zeitung des Iudenthitme. No. 48. 4855. Leitende Artikel: Znm ersten Mai?85S. Di« feste Gestaltung der vrojertttten israelitischen Literarnrgesellschaft. — 81» teratnrbericht 11. — lieber Ehescheidung vom Standpunkte des jüdis«he» Ehereckts. — Münchner Brief. — Zeitungsnachrichten: Deutschlands Hamburg. Frankreich: Lrraßbnrg. Spanien :Madrid. Madrid,Madrid. — Literarische Nachrichten: Leipzig. i ,' . Zu beziehe» durch jedes Postamt und jjtb< Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig */« THaler. Oenetfimg. Meine gesch. Correspoodenten bitte ich vorzu- »erkcn, daß ich »o» 4. Jnnr o. au einig« Zeit in H arzebnrg bei Wolffenbittel (im Hanse des Herrn Hauptmauus Harttnanu) wohnen »erd«, und alleZnschriften direct dahin gerichtet »erde» können. Rabb. Dr. Ludwig Philippfon. j Verantwortlicher Nedattenr: K. Nabe. * Verlag von Baumgirtjier'A vuchhanttüug tu ketpzq. — Druck »»» »lexau»«r Liede tu Setpiig.

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