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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 27 (1855) · p. Seite 108

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
27 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 108 (sequence 4)
Language
German
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Anekdoten. fern weg«, Btl I («■tan, » Haß ft (ei. und «to e Sache Slr irichter. Mur »rirät t Sn mge; f, daß Ninnan t blie men G f wai \ und Wa dsamkeit Haft n Kaller einen Boten Sfiba Ein a loLanari Hern. R. ken. » nerk ihm brfal ngm et der ge > Vie Hau l. Unke: Sche na-Geb«- ft»un: tbn, fole c de 1 über >b er chr vern i kein tzaüberer gebot nen. nem Seele u e i n n ist, da ich vermigchr mtt bei i L«» tcn Jnbig bereitei in pol Dolkei nun a drei Jibrhund(r long i nd Cfcri m trtt - »erlich noch mehr p» fürchten/' Der Zufall brachte ih« der im Kerker mit dem Warnet Pappu» zutschet e» teoemüthig gegen R. Akiba beklagte, Eitle» und Weltliche» »ernrtheilt worden t da» tröstende Bewußtsein babe, für eine vg* sterbe«. Timn» Ruf«». Statthalter und welcher in R. Akiba da- Oberhaupt und die r 'annte, verfubr gegen ihn mit schonung-loser n Gefängniß ließ er so sorgfältig bewachen, zu ibm dringen konnte^ Die noch übriggeetze-lehrer, welche sich ohne ibn ganz »eratblo» fühlten, gaben stch Müde, trotz der der Kerkermeister, stch von ibm in Zweifel- Gewißheit zu verschaffen. Einst gaben ste 300 Denare dafür, weil er m» Gefahr zu rungen war, um seine Entscheidung zu boi dere» Mal gelang e» einem feiner Jünger, au» Alerandrien. durch eine List mir ibm zu Al» wenn er ein Haustref wäre, bot derselbe r« brr Nabe de» Gefängnisse» seine Waaren mit laurer 4 tic me feil: ..wer rauft Nadeln, wer Gabeln, wie ist» n tr dem Ac zur Entbindung von der Schwagerebe?" 8 . 'ikiba. en Mink verstehend, antwortete auf dieselbe i tri e: ..hast Du Spindel zu verkaufen« hast Du gültig?" Auch wegen öerechuung der Schaltjahre beriechen stch die '3«n> tut mit hm, wahrscheinlich auf eine ähnliche Weise. Gndl ch schlu für ihn die Stunde der Hinrichtung: Nu: fst». ein gefü ^ige» Werkzeug der Rache Hadrians, ließ die odr? sch merz n durch die Marterqualen steigern, indem er vermittelst eiserner Striegeln abzuschinden der Folter sprach der große Martvrer daS mit einem zufriedmen Lächeln. Rufu». erne so außerordentliche Standhaftigkeit, fragte n ein Zauberer fei, daß er die Schmerzen nde, worauf R. Akiba erwiederre: ..Ich bin nur freue ich mich, daß mir Gelegenbeit inem Gott auch mit meinem Leben zu die» biLber mir mit meinen Kräften und meilieben konnte." R. Akiba bauchte feine letzten Worte dt» Gebetstücke» au», welriss de» JudentbuwS in stch faßt, mit dem Worts: (Gchli ist) „einzig". Einer nicht ganz sagenhaften Stzachricht zufolge, soll sein Jünger R. Josua auS mit. a idern Freunden R. Akiba » Leiche heimlich rntor det und ste bei Antiparri» beigesetzt haben. R. Akibal» i lod. de: wie fei» Leben außerordentlich war. ließ eine e schrecken »e Leere zurück; die Zeitgenossen trauerten: mit i> m seien die Arme de» Gesetze» gebrochen und die Ouell n der 8!ei»heit verschütte», hinterließ nur einen Sobn und ein ge Schüler, welche seinen Eamen zu den geffier esten m chten und feine Lehrweise zur eim»g güll lorm er »oben. St starb f. lkiba. Au» feinem Grabe erblü'-ete eine Zeit ty» Fried rn» denn in geistiger Beziehung Hane jüdisches Nachwelt den Pfad geebnet und deu Stab tischer Hinsicht war der Pesuv de» jüdischer ^»gebrannt, der letzte Au-bruch " f^n, und te der Ruhe, der bürgerlich. eichstel. brachen an. V Ein Beamter in Rußland, welcher früh« Jude gewesen war. fragte einmal einen Inden. wle tf komme, daß die Juden oft die Beamten zu bestechen sichten, da e» doch nach der Lehre de- Talmud» eben so i «recht sei. Bestechnng zu geben, als zu nehmen. .Mlhl wahr," sagte der Jude, „man giebt gewöhnlich Best^unq, um da» Recht zu beugen, und da» Unrecht für Ä echt gelten zu lassen; wir Juden sehen uns aber meisten» genöthigt, Bestechung zu geben, um Recht zu erhalten, m d da- Unreckt, da» man gegen un» zu üben gewohnt ist, abzuwenden!" Al» im Jahre 1814 die Alliirten Dari» eingenommen batten, hörte man in Deutschland da» tllgemeine Freudengeschrei: „Pari» ist unser!" Da lies ein Jude in Prag auf dem Markte herum, und schrie foitwährent: „Rauft mir mein (Theil) Pari» ab!" „Ich soll mich bei Ihnen," sagte Jemand zu einem Manne in H., „aus einen jungen Mann erkund gen, der seit einem Jahre ein Geschäft hier errichtet tjar, heißt N. R., ob derselbe ftomnr und da» Geschäft Einträglich ist. ich bitte um eine kurze und genaue Anisvvrt." — .Lch will ste kurz und genau Ihnen geben," erwiederte der Berichterstatter. „Herr N. N. ist so ftomm, daß er nrcht nur am Sabbath, sondern in den Wochentagen auch nicht» verkauft." Al» i.» den. Napoleonischen Kriegen im letzten Decennrum de» vorigen Jahrhu.tr ert» eine feindliche französische Armee gegen Mannheim rorrückte, kamen'viele Israeliten 'Vs'" zn dem vamckUgen Pfalz-Rabbinen dort und Nagten über die nun hereinbrechende Nord einer Belagerung. Der Rabbi, war ven nnven über die» Lamento und sagte mit der größten Naivetät: ,,wa» wollt ihr Venn, laßt rp-x auch hier ivobnen." Ein Rabbiner, der mit vielen jungen Leuten Schiur lerme. entfernte stch einen Augenblick au» dem Zimmer. Die Schüler vertrieben stch in feiner Abwesenheit die Zeit mit Kartenspielen. Al» der Rabbi wieder in » Zimmer trat, warfen sre die Karten schnell unter die aber der Rabbi hatte e» gemerkt und war in Begriff, die trmz aufzuheben, um die Karten wegzunehmen, als ihm seine gerade anwesende und im Talmud nicht unerfahrene Toch: rer ^iirief: „Barer, nrtr rrcc^ mw!" Kllgtmtine Zeitnng de« Judentbum» Ro. iS. »8üS. leitende Artikel: (»in Sieg in Australien. — lltzd dennoch ein Sieg in Spanien. — Di« prcjecitrlc israelitische öiteratnrgeseilschaft. — bin kleine», »der nicht unwichtige» Denk. — Die Ueberfendnng eine» 22 durch die Post. U. — Die Deschueidnug »nrck jüdisch« Aerzte. — Zeitnng-nachrlchten- Palästina. Den Lland: Leipzig. Dorm». Wer«». gy 3* beziehen dnrch jede» Postamt und jede Bnchband« >r g. Jährlich 3 Tbaler. »ietteljahrig '/« Tbaler. Lyranlwottlich." Kedactenr: K. Rabe. »«rlai re, Si»«a»re,ef'0 »,ck>I»«»I,u, m — Druck »v» nlexa«»«r Wied» tu tffini«.

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