Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 26 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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104 Dar trug dabe u»te den Ar f «m man ib auf sei Ber« nviüigk (fl'ä alter- »Ji. influß 3«? den» ter zehn vorb flfai Lobe!«r jüd Jahren Teilen, Kochba >ese Ze geu reifer, umg stalter l nui rn, flöß en ib» aber nicht im Geringsten jene» Stolz ein. der nu zu »fe als beständiger Begleiter de- Ruh« meerscheine i; nach wie vor nahm er die bescheidene Skel ung'ge^n seine ehemaligen Lehrer unp Genossen eist. ftrag von relicater Natur uiuszusützren. i'o nur Rabbi Akiba auf. und man rechnete r feine- SchicklichkeitSgefühl. wie auf seine «il. Er batte eben wegen seine« bescheidenen i nter R. GamaUrl- Patriarchat und später ua S Leitung keinen besonder- ' brrvorragen« ruf die öffentlichen Angelegenheiten; .erst nach de; Letzteren galt er als Oberhuapr und Leiijcken Gesammrheit und half in den letzten diese- Zeitalterjene gewaltigen Ereignisse reiche unter dem Namen de- Aufstandevon darömische R«cb zu erschüttern drohten, t ist eS. in welcher R. Akiba mit demselben «r weichem er bidahin Lehre und Satzung ane. auch die politischen Verhältnisse der Juden lumzugestalten versuchte, freilich zu seine« eignen und Zab loser.L rdeihrn. Demungeachret war!'auch hiermit die Hergang nbeit abgeschlossen, und durch t-iese letzte Er« ptofi >n der irdischen Frribeittlirbe die Zuk«nst festgestellt: daß die 2ud n fortan unter den Völkern als Glieder des bürgfrlichen tzLefens leben sollten. ' - (Schluß folgt.) A nfragen und Antworten. 0. W. in E. Kann Jemand nach dem Gesetze vom 28. l uli 184 ' in Preußen in einer zu einer größern Bezirk-- Snu lgogen't »cmeinde gehörenden kleinen Gemeinde, den diese zum : lepräsenranten bei der Bezirk- Synagogen- Gem inde g, väblr bar. vom Vorstände der Bezirks« Svn gegen , l iemeinde, welchem die Wahl der Vorstände der! leinen ß.meinde statutenmäßig obliege, zugleich zum Vors ande sei ter Gemeinde gewählt werden? 4 nrwor . Wir glauben nein! Zwar ist in dem ganz n Gescy' mir keinem Worte gesagt, daß Niemand Bors eher un Repräsentant zugleich sein könne, und nun ist g r der Vorsteher einer kleinen Gemeinde nur ein Dele^ irrer detz eigeutlichen Vorstandes — aber nach $. 46. babei Dole conti die Repräsentanten den Vorstand, also auch dessen me zu lliren' wntrolliren. aber Niemand kann sich selbst L. unfc'liu ist Antwo 22 3d hren in Schul» Mi S. 49! und 1854 legunst de- G ßr«ai» zur zu haben ist. i» dessen inneren Raum ich hineinschreibe: einen Bibelver-, der auf den Konfirmanden speciell einige Anwendung hat, in hebräischer und deutscher Sprache, dann: „N. N.. confirmirt am 'bc'c®, hebr. und deutsches Latum, in der Synagoge zu Magdeburg, durch." meine Unterschrift und Jnsiegel. Ich lese nun den Dervor. deute ihn mit einigen speciellen Mahnungen und Wünschen auf den Konfirmanden, übergebe ihn ihm. und er tritt in die Reibe zurück. 72. Derselbe. Legen Sie Pbren Konfirmanden eine bestimmte Frage vor, durch deren Beantwortung dieselben geloben, dem Glauben der Väter anzuhangen, und wie lautet diese Foruiel? Antwort. Eine Frage leg« ich Ihnen nicht vor; allein jeder Eonfinnand (Anabrn und Mädchen) spricht ein Glauben-öekenntniß, deren erster Theil (die drei Glaubenssätze) feststehend für jeden, zweiten Theil (Tank gegen Gott und Eltern, Bitten, Versprechungen) jeder selbst ausarbeitel. i Ten Uebergang bildet die Formel: ..Darum versprecheich (oder: gelobe ich) treu meinem Glauben zu leben und zu sterben." Ich Kalte dirfür unverfänglich, und habe auch noch keinen Widerstrebenden (in den Eltern) gesunden. Denn wer nicht einmal in diesem Momente so gläubig ist und glauben-fest, daß er aus ganzem Herzen diese- Versprechen" oder ..Geloben" ablegr, den — würde ich nicht conffrmiren. Man wendet ein: wie nun, wenn eine GesttlnungSänderung einnitt? So lange der Konfirmirte diese- Versprechen noch für ein heilige-, bindend,- hält, ist eine Gefinnung-änderung im vorausgesetzten Umfange noch nicht eingetrrten; anderweitig ist ein Versprechen auf einen Glauben nur insoweit bindend, als der Glaube von innen heraus in ihm derselbe geblieben; ändert sich der Glaube in dem Individuum innerlich vollständig-, dann ist das „Versprechen" von selbst aufgehoben - nur gegen die leichtfertigen und um äußerlicher Dinge willen geschehenden GlaubenSwechfel tritt diese- ..Dershre: chen" ein, und dieist der Zweck der ganzen Konfirmation. Der ganze Schwerpunkt diese- Actelieget hierin — und nehmet Ihr diesen, so nehmet lieber den ganzen Act hin. W. n R. Errheilen Sie Ihren Konfirmanden bei djr Konst mation öffentlich einen Confirmalion-schein, h r- Schema desselben? , 0 ri Sie finden die Konfirmation, wieich ffe feit Magdeburg abhalte, in meinem .Israel. Prcd.« gazin," 2te Auflage sBaumgärrner. Leipzig genau beschrieben. Rach geschehener Ab« auben-bekenatniffeweavet sich jeder Konj aazel, und erhält hier seinen .Konfirmation-: sch-in. Tersel <t besteht in einem schonen lithographirten Bbattl. welche .hier bei Bänsch'jr. erschienen und immer j Allgesierue Zeitung de« Jndeurhume. No. II. I8SS.! Leitende Artikel: Antwort de« Lord John Russell. — Der lov de« Kaiser« Nikolaus von Rußland. — Die tsraeli«! nsch« Lileraturgesellschafr. — Die lvultuesreihell in Spauicn —; Zeiiuagsnachrrchten: Palästina: Jerusalem. Trier. Deutschlaad: Hamburg. Detmold, an« Baiern. Preußen: Berlin. Lresrld. Lesterrrichischer Kriserstaat: Wien. Brünn. Prag, Kroß- Kavischa. Bouvbad. Frankreich: Part«, (kgnveen: Kairo. — Literarische Nachrichten: Breslau. — Einige literarische Anfragen. S3T In beziebe» durch jede« Postamt und jede Buchbaud» luug. Jäbrltch 3 Tbaler. vierteljährig % Tbaler. Vtrammvr^ltcher Redactrur: K. Nabe. S«rl»§ w» P <«■( iriatr* MMjuN**« t» Wrjij. — tru« »•* 1 8i<Ir in