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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 24 (1855) · p. Seite 96

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
24 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 96 (sequence 4)
Language
German
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96 Elsaß i und als schnell zwei ihr lange gx Lösegeld R. mudisten Reier zurückgel waS er Mittel z rend die den Fest ^Gesänge daS verl > glühend sein -an bof ebre Auf die öfi/g ,18fr und. h! Hf v ■ e dem dem seiner Ächuler Ebie iit auß rordentlich starken Abgaben heimgrsucht. die Jud m die zahlreichen Steuern unmöglich so rbeischas en konnten, bemächtigte sich der Kaiser °r beruh »testen Rabbinen. und erkürte, sie sd 'angen i IS Geisel zu nehmen, biS ein bedeutendes für sie entrichtet würde. .scher I en Zechiel, einer der gelehrtesten Tal. Frankre ch-, hörte, daß sein alter Lehrer, R. >n Rotb nberg, unter den vom Kaiser «lS Geisel altenen befangenen sei, sogleich verkaufte-er AlleS. >efaß, r nd reiste nach Deutschland, um sich die rjBefreunz seineS Lehr/rs zu versoffen. Waher! Zeit larb. jedoch der ehrwürdige i*0t. Meier in im; abe derunersättliche Kaiser befahl, daß die ßeni so l. nge ebne Begräbnis bleiben sollten, biS ngte Lö egelv vollständig entrichtet s«. R. Ascher, vor Ach unz für die Ehre deS LehrerS, . opferte eS^ Bern Sgen, um diesen in einem jüdischen Friedvoll bei atten zu können. trk best eibenen Grabstein des R. Meter schrieb lil,e Verehrung folgende Worte: I Schüler, der sich seinem Lebrsr weihet!ehrer, der sich eine solche Freundschaft e wirbt." Litt- 2 rbn u fi rs Gez n idaS Rrfchwiz mon, ) effsn außerger öhhlich legte. Schon Torfe b rühmt Untftrid t in de» Lalmud' erwies Kenntni e drr lit der Ges bmack diesem .!rnde, terrichtS weigen mit Gif«: der Ze Reigunc fühlte, cher zu arm wa fen, un! der ib» der jun e Main feineb i ZiffenSd schloffen n Sckv fortwäh env ent Abwesei beit seir schen Z chartecker nomte! ebandeltpn zu ver eben Er tru sie in seifan] , so nt ES .wqren vor welche ei 44l Der jui^ge Astronom. Inde des letzten Jabrbunderts lebte zu auen ein aller Rabbiner NamerrS Maischen in der zartesten Kindheit eine Befähigung zur Wissenschaft an den Tag seinem 7. Lebensalter war er jch ganzen l egen des Talente-, daS er so früh beim Bibel, der hebräischen Sprache und deS in welchem Krone um diese Zeit alle bauischen Juden ringestchlossen waren. Aber Studium entwickelte sich so schnell bei I aß der Unterricht sn den gebannten Unhm bald nicht mehr genügte und er sich, ch^nkunst widmete, für welche er^di'e größte Geradelt deshalb vow seinem Baker, we!« , irm ihn einen Zeichner werden zu lasaußerdem zum Rabbinat bestimmte, suchte m nach andern Mitteln zur Befriedigung > rstes. Er batte in einem immer vcr. alte Bücher, die dem jungen Maimon ozen wurden; eines Tages benutzte er die es DaterS, verschaffte sich die ake» hebraiwelche Geschichte. Philosophie und Astro- und ihm eine neue Welt äjstieten, die mit allem Eifer seine Kräfte anspornre. ein Zimmer und ruhte nicht, bis er sie it es seinem jungen Verstände möglich. Alle)» die Geheimnisse der Astronomie, t bezier g war, kennen zu lernen. Ganze Nächte widmet er den Studium und dem Nachdenken, er begriff endlich weckanis) den Lauf der Gestirne, und als er. endlich ein n Kupf rstich fakid, der ihm eine Himmelssphäre versinnlichte, vnfuchte er; sich mit Schilfrohr eine regelmäßige Kugel zu flechten» über welche er die gedachten Zirkel eindrückte, mit denen er sich die astronomischen Erscheinungen zu erklären suchte. Er wurde von seinem Vater in diesen Studien entdeckt, welcher trotz seiner Dorurtheile gegen die profanen Wissenschaften sich gemüßigt fand, die Fortschritte dieses 7jährigen Astronomen weiter kennen zu lernen und zu prüfen, ob er den Wissensdurst nicht beftiedigen könnte, der ihn zu verzehren schien. Salomo» Maimon kam nach Deutschland, wo er sich seiner Neigung nach der Wissenschaft ergeben konnte, und wurde der ausgezeichnete Schüler der größten Meister dieses Landes. In Berlin, wohin er in den armseligsten Umständen kam, .fand er bei Mendelssohn Unterstützung. Rastlos betrieb er feine Studien, vornehmlich im Gebiete der Philosophie, lernte einige Zeit die Apothekerkunst, wandte sich nach Amsterdam, Hamburg, DreSlau, endlich wieder nach Berlin, sich der Eckriftstelleret ergebend. Seine philofopbifchen, historischen und astronomischen Abhandlungen machten Aufsehen, und verschafften tbm eine gerechte Anerkennung, welche das Glück seines VaterS und der Stolz seines HeimatbsorteS wurde. Unglücklicherweise endete der Tod frühzeitig fein Leben aus dem Kalkreuth'schen Gute Siegersdorf in Niederschlefien, daS von einem Manne, der mit so großen Anlagen so großen Fleiß einte, Ungewöhnliches versprochen hätte. Der Geschichtsschreiber AmmianuS Marcellinuö (370 nach der gewöhn!. Zeitr.) erzählt, baß. als der den Juden so wohlgesinnte Kaiser Julian Apostat« durch Svrien, Palästina und Aegypten zog und von den wiversetzlichxn und widerspenstigen Juden (Judaeorum tumultuantium etc.) immerfort behelligt ward, auSrief: „O Markomannen, o Quader«, o Sarmaten, endlich habe ich unruhigere Menschen gefunden als ihr!" . . . (Lib XXII.) Me oft Großes an Kleines erinnert, erinnerte unS dies ij/t jenen Richter einer kleinen Stadt, welcher, als einst mehrere Juden in einem Prozesse vor ibm standen, wiederbqlt auSrief: ,.O Moses!" Als sie ihn um die Blutung dieses Ausrufes fragen, sprach er: „WaS muß dieser bewunderungswürdige Mann mit jenem Volke auSgestanden haben, da die zwanzig, welche hier wohnen, mir schon so viel zu schaffen machen!" . . . Allgemeine Zeitung de» Judenthum». Ro. 9. <855. Leitende Artikel: DaS geschichtliche Judenkbum. — Die 6uliu»freibeit in Svauieu. — Arboritmeu. — Die Uebepfki». bang eine« L2 durch die Post betreffend. — Zettnug»uach. richten: Deutschland: Nürnberg, au» dem Mecklenburgischen. Dre»deu. Preußen: Kobyltn. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. Wieo. Teme»war. Die Schweiz: Bern. Frankreich: Pari». Nordamerika: M-qdebnrg. — Abhandlungen verschiedeneu Inhalt»: Dichter und Kauftuaun v. B. Auerbach, -ine kritische Skizze vöu Rabbiner Dr. Grünbau« in Landau. (Fortsetzung). StS" 3u beziehe» durch jede» Postamt und jede Buchhaadluug. Jährlich 3 Thaler, vierteljährig '/« Thaler. Leranftoorlltcher Redacleur: K. Rabe. Verlag r» vaumgLrtuer'» vmdtzulttung 1* erirji«. — £ntf reo »lexanker Dted« in rr1»,ig.

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