Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 22 (1855) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
22 (1855)
Date
1855-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4908862-5999336-6000676--0430-4909173
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jüdisches Bolksblatt. Zur Belehrung und Unterhaltung auf jüdischem gekiete. Herau-gegeben vou Rabbiner Vi. Ludwig Philippso« in Magdeburg.! ». [9to. rr. 1855] «ov Utftt ZemchrEi cn4>*mi vrttnilid» nnr Wumaur. D»z«i» f»» Jahr gang» 1 tblr. L>«rlc!jtk>riq Äjt. »v, *M»<bbiBMtiHflrii choe-«ie- und Znrun-»«k»td»ria«kn n«b»tn an. [g.^i>rg.e.CinirtiLJ Deine Geschichte, o Jude! III. - In der großen Familie der Menschheit hatte und hat jede» irgend hervorragende Volk seinen besonder» Berus. Bei Bieten läßt stch dieser mit den bestimmtesten Worten bezeichnen. Wie bei den alten Dhlkern^ linttr welchen die Phönizier in Handel jinb Gchifffahrt. die Griechen in Kunst und Wissenschaft, »,e Römer in Kriegskunst und RechtSwesen so Großegeleistet, so auch bei den neueren. Waaber war der Berus des Stamme- Israel? Wir brauchen nichts voraus zusetzsn. nichtnachzüwei. sen, wir brauchen nur einfach zu sagen: ti war LNd ist dass Religion-Volk.! Denn nicht nur ging alle positive Religio» ^on ihm aus. sondern biauf den heutigen Tag bestand eallein z»m der Religion willen, und waehervdrbrachre und »hat, bezog stch auf die Religion, und um waeS litt und rang, hotte Religion zum Inhalt und ßKotis. AlleS an ihm, was nicht Religion, war ihm nur von außen gegeben. Ist eS feit anderthalb Jahrtausenden vorzugsweise mir dem Handel beschäftigt, so war ft früber anderthalb Jahrtausende lediglich mit dem Ackerbau beschäftigt. Hat eS von Zeit zu Zeit, in der rstömer. in der Spanier, in neuester Zeit, große Talen», in Künsten, namentlich Mustk, und Wissenschaften.- namentlich Medtein, erwiesen, so hat et . damit eben nur feint GeisteSgaben dargethan. sein wesentlicher Lebensinhalt blieb immer Religion. Um von den götzendienerischen Verwandten fern zu bleiben mit der zu begründenden Familie zog der gotterfüllte Abraham nach Kanaan, und verblieb Jizchak daselbst, und kehr» Jakob wieder dabin. D^wir. abgesonden von den heidnischen Völkerschaften, bas HauS JakybS zum Volke wachse, warb Jakob nach dem fremden, gehässigen Aegypten geführt, daß seine Nachkommen 430 Jahre daselbst verweilten und alS Sclaven gedrückt wurden. um dann in Kanaan, den dortigen >Völkern fremd und^KlS Feinde empfangen, einzuziehen. ^o^-von heidnischen Elementen ftei, der von den Vätern empfangenen Tradition treu, waren stt zum Ewpfantz der religiösen Idee, der geoffenbarren Lehre und de- Gesetzes bereit und bereitet. Ja dieser Religion hatten fie ihren ganzen Leben-mittelpuakt. Zu uller Zeit waren .die Israeliten, wenn st» dereligiösen Geistes voll waren, fiegreich und in ibrer Vertheidigung unüberwindlich, ws»r aber dieser Geist in ihnen erschlafft, so waren ste der schwachen Völker schwächste-. Da» war nun ibre Ausgabe zunächst, die Religion deeinigen, einzigen Gottein sich zu« Siege zu bringen und aus immer zu befestigen. Dazu wurden die Propheten unter ihnen erweck, dahin wirkten die heiligen Sänger und Scribenten, dazu erstanden immer wieder fromme Könige, welche die G-tzkngräuel'. atzdem Tempel und dem Lande entfernten, deshalb wunderten ste nach Label in dir Gefangenschaft, damit nur eine getreue Schaar nach Palästina zurdckkebre. darum kam rindfra uud Rehemjah nach dem steten Jerusalem, um eS kräftig und fest aufzu» richten auder Trümmer und des. Staube- Moder, dazu erstand die Svnagoge neben dem Tempft. um daganze Volk, wie e^ durch da- Land wohnte,^ in der Lehre zu unterrichten und im Leben zu verfestigen. Jetzt war eS. wo ein Theil der Lehre JftaelS auS feiner Mit» in die Welt nach Weste», und dann nach Osten strömte, und in die Menschheit überging. Und da diegeschah,-wurde Juda in alle Welt hiaauSgeführt» um Zeugniß abzalegen aller Orten Ar die religiöse Idee durch sein Dasein, um dafür zu wirkend achtt Aeiun durch sein standhafte- Pulven urkb männlich Bestehen, aber auch um innerhalb de und zu wah Menschqnvelt die ganze Lehre zu erhalten en Ar d» Zukunft der Menschheit. Zuerst e n Kämpft gegen alle- Heidenthum iw eignen Schooße,. dünn ein hqld stiller, bald lauter, noch viel längerer und heftigerer Kampf gegen alle- Heideathum in der Menschheit. - - . Die- - ist der Schlüssel zum Berft^ndniß Deiner Geschichte, o Jade! Eine Familiengeschichte. | Bon t*. 6*r. «Schluß.» . Aber fit harrten vergebenauf seifte Rückkehr. Este hörten eil» Zeit lang gar nichtvon ihm. Die Leute gegenüber waren plötzlich aut dem kleinen Hause fortgezogen, und man wußte anfänglich gar nicht wohin. Aber nach Monden kam weitere Kundi zu ihnen. Joseph hatte stch mit Hülfe einiger Freunde und Gönner, die thm volle- Vertrauen schenkten und vor dem Mißfallen seine- Datersich nicht scheueten, etablrri, t» mäßige» Umfarzg, er wollu stcher. darum langsam gehen. Er hatte dulr Hindernisse zu überwinden. E» war et« Zeit derTheuernng V i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.