Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 19 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I 76 Melho e: rin von fern Schülern gtlefen,# hebräische# Slick djriftlt.d» in# Deutsche übersetzen, und dann in# Hebrai che rückübersetze i zu laffrn. ö# ist dir# in. allen Sprack n da# wirksamf r Uebungsmittrl. 67 5. St. in Z. Dürfte e# nicht zweckmäßig sein, wenn »atz „jüdische T olksblatt" von Zeit zu Zeit eine polltisl e Rundschau br chte, damit allch diejenigen Familien (»nd da# ist die größte Mehrzahl), denen die Mittel sch aus die «Ugemeine Zeitung de# Zudenlhum# zu obl nniren, von den beweg n. z. B. vom vom Priem rc. k. Äui tr erhielten? 91 Kragen, die da# Judenthum jetzt. Eintritte der Juden i» Spanien. rtwo-vr. Zum lbeil suchen jrir die# durch die;rn de# Tage#" jii bewirken. Da diese ober nur sein können,! so wollen wir drn Wuns > des geschätzten Fragesteller# .bfrücksicktigen. zigjih 3 Notize Norden feiert« und der L sowie und ßer 4 [ welches» men j >err n des Tüges. die jüdische Gemeinde da# fünfige Jubiläbm ve> Svnagogenwsibe. der jüngsten Zeit baden mst einem .Male drei Israel ten den Orden bsr Ehrenlegion vom Kaiser von Krank eich.erballen: Hei Cohen. Reporteur der „Presse." weg« \ seiner ausgezciil neren Verdunste in der Presse." Lambert, lnterprasecr zu Toul, ..wegen in olerazeit erwiesen r Hingebung und Aufopferung." Herr Amram D. rmon, Dolmetscher erster Classe be» där Division von H)a#kara, geb. in Oran (Algerien), weg, n vielfach bewiese »er Tapferkeit in . den Schlackten < Gewandtheit im Nu erhandeln." baiersche zweie Kammer hat so eben mir groebrheit den Par^i >raphen eines neuen Wahlgesetze#. - den Juden da# ictive und passive Wahlrecht nehollre. abgelebt. s > n Facki die rungsbe Cp chen sich h Platz jabrer dct und \ gen schützt Er Strebe . allen heit z r ten Kleyngkeiten aus Po« <? 9 3n der jüdischen Geschichte. and Heckt. <lge II ertirtmtfl.) 42. Ma lacki m H.a h i ftt. Jahre 1820 baite rin Israelit. Namen# Cbajimmehr unter dem llamen Malchjm Habi« bekannt, nctioneu ein,# Fchanzminister#. während der Regieik de# Abbo-Allal versehen. ajim.Fachi war zur guten Schilde in die. öffentlilngel,genbeiten getieten und seine Talente, zu denen be Unparteilichkeit >'esellre. vers.1 asten ibm bald einen dem Rathe de# Pa cka. Er barie wahrend 20 Dienst, unter drei Gouverneur# nickt pur zur Verbesserung her 3sraeiiten. ivelche das ^aschalik von Damask ean d'Acre iime ballen, sourern auch dazu beigekraeer Handel zu, Blütbe kam. die Unschuld be- > und überall ra# 4-obl de# Lamtze# befördert warb. rte eine große Regelmäßigkeit und eine ökonomische! in -die öffentliche 1 Au#gabe>r ein und hatte unter! Beamten allein re, Murh. dem Pascha die 2: ahrj sagen und sich tb 'richten Ausgaben und ungerechj Äsuffagen zu Widers, >en. Dmgebens ersuchten ihn I seine Freunde, die große Strenge seiner Grundsätze zuGun. sten der Launen de# Pascha zu mildern. Malchim Hahim erwiderte ibrmer. daß er. treu seinen Pflichten, alle# ri#- kiren wolU zum Dortbetle seine# Daterlande# und daß er sich nie vor Furcht einer unwürdigen Zaghaftigkeit im öffentlichen Amte überlaffen werde. Seine Tugend wurde für ihn verhängnisvoll; denn Abda-AUah. müde feiner hau» figen Rathsckläge und ökonomischen Ordnung, aber zu furchtsam, ihn zu entlassen, veranlaßt,, eine allgemeine Unzusriedeßheil gegen ihn, ließ ibn dann nächtlicherweile ermorden und seinen Leichnam in# Geheim in da# Meer werfen. Der geheime Tod de#' gerechten Minister# verbreitete Bestürzung über da# ganze Lanb.da# dieQuellen seiner Wohl» fahrt schwinden und seine öffentliche» Güter der Verschwenkung der Freunde de# Pascha anheim gegeben sah. Abda-.Allah hatte bald die Folgen seines abscheulichen Verbrechen# zu ertragen. Mehemet-Ali bemächtigte sich seine#! PaschaUk# und ließ ihn. zur großen Genugrhuung Asler. da# Unrecht büßen, da# er gegen einen so treuen und rechtmäßigen Minister begangen. 43. Der erkenntliche Schüler. Gegen da# Jahr 1300. al# Albrecht Kaiser vonDeutsch» land war. wurden besonder# die Juden in den diesem Kai» fer unterworfenen Provinzen von Lothringen und Elsaß mit außerordentlichen starken Abgaben heimgesucht, undal# die» Juden die zahlreichen Steuern unmöglich so schnell herbeischaffen konnten, bemächtigte stch der Kaiser zwei ihrer berühmtesten Rabbinen und erklärte, fie - so lange gefangen al# Geisel zff nehmen, bi# ein bedeutende# Lisegeld für sie entrichtet würde. R. Ascher ben Zechiel, einer der gelehrtesten Talmu« diften Frankreichs, hörte, daß sein alter Lehrer R. Meier von Rotbenberg unter den vom Kaiser al# Geisel zurückgehalte» nril Gefangenen sei; sogleich verkaufte er Alles, wa# er besaß und reiste nach Deutschland, um fick die Mittel zur Besreiung seine# Lehrer# zu verschaffen. Wahrend dieser Zeit starb jedoch der ehrwürdige R. Meier in den Fesseln; aber der unersättliche Kaiser befahl, daß die Gefangenen so lange ohne Beqsabniß bleiben sollten, bi# da# verlangte Löfegeld vollständig entrichtet fei. R. Ascher, glühend vor Achtung für ' die Ebre de# Lehrer#, opferte sein ganze# Vermögen, um\ diesen jüdischen Friedhof ehrenvoll bestathen zu können.! Aus d^rn bescheidenen Grabstein de# R. Meier schrieb die öffentliche 1 Verehrung folgende Worte: ^.Ehre den, Schüler, der fick feinem Lehrer weihet und Ehre dem Ledrer. der stch eine solche Freundschaft seiner Schüler erwirbt." Allgemeine Zeitung de» Zudewtbume. Ro. *. 1855. Leitende Artikel: Die religiösen Nichtungen «nd Parteien. — Der Wirkerei.':tritt der Juden in Spanien. — Aphorismen. — Zeitungsnachrichten. Preußen: aus W-stvhalcn Bleicherode. Orßerre'chischer Kaiserstaak: Klausrnbnrg. Frankreich: Par»e.. Spanien: Paris. Konoa: Korso«. — Eorresvondenie 0: Dr. Lilienthrl's Aufenthalt in Rußland Hl. <ts* , si» sieben durch jedes Postamt und jede Bnchhandlang. Jabstlich 3 Thaler. vierteljährig % Tbaler. fti-rtofi t nt 9 a n m 1' Berantvottlicher Redacleur: K. Nabe. if« in — trirM* «lersnker Wird» in ,rtp,i«.