Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 18 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Agen 1× ep/1043981
- Jeremiah 1× ep/1005299
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72 3n altn: und nru.ft Zeit tyurde» daher die Hirph^ora, d s Buch Ilsther und die Klagelieder in der Ha»d -spräche jn persts«! er, spanischer, tzeugriechiscker und arabmcker Spache vorg'tragen. wie ez. B. noch jetzt in den ' »aroffai ischen Gemeinden gewöhnlich ist. ES versteht iich von selbst, daß dann der Dorirag .vom EultuSheam en gesch den muß,i da'daS Publikum sich zwar ein schltt teS Vor esen veS Hebräischen, nidjt aber deS Peulscheu gefallen lägt. Dap bei dem ima^er größer werdenden Range! an Echriftkennlniß, dang für die Frauen und lugend i er immerwiederbolte Dorirag pon PropbetenstL lken von großem 9 utzen ist. ist selbstredend, eS mußte nur ' rn Ziel rn auS dch, abgenieckselr werden können. Andrer,! ns ist es tempörend, wie die Hapbtora meist im N,'unde es Publi ümS verunstalcht wird, weSbalb auch-ein grvf er Tbeil IcS Publikumdiese Zeit benutzt, um ,'iaus u lausen. Da früher je^er „Apfgrrufene" sein Stück a« 8 der Tb> ra. selbst lesen ßiußte. dienachmalaber i 'nen abg nommen und tsem Lßorleser ganz und iür^über tragen wa k: so kann dis Haphtora diesem Beift iele und denklich f lgen. j' A. Le. in L Ist. die alte jWeise der Tbora- Borl sungen (der Troi). mir txinschliiß der Megillolb und ^7« eine * :•: rrc*:? nrin, „Hesetz, Mose auf Sinai m lgeldcilt" und daher sün>baft, wenn man von riesen A elodien a weicht. oder ist eS besser und der Wür v deS t lvtteSdienf eS angemessener das beistge Wort CMott $ in Vit er würdie en Teclamationtzart.porzulragen? 'Untwor . Ter T ov ist uralt: dip Perser und Araber ragen iE re Prosa in ähnlicher Eaimlene vor. Dem« unge ichket mv lue es sch ver sein, nachzu^veiien, daß er alS unbe ingres besetz voft Mose selbst ivergeschrieben sei. Deka uullch r chtet ssch hie Modulation deS TropS nach den lceenren welche erst sammt der Putttlarion zwischen dk^n i. nnk^ 0. Iabrnunderl ein^esübijt wurden, we-balb a»chan,re T orarollen beider entbehren. ' DreS will nun fmli h nicht agen, all! oh der Trop edst out den Accent, reichen in diq Welt gekommen,-webl aber, .daß" er trüber stufst nen I des weise seit- ,'Len stch von und er gewe en, und yun erst seine fostk Gestalt gewonak. Del lungeachtej stebe ich sehr , die Beseitigung rorS;r empfehlen, einerseits, well kiese DornagSeinmäl durch taS AltertbuM geheiligt »nk wenn ne gut . eschiedt. nicht so Überaus geschmat^loS ist, wie andrertreffe i. werei zu patbinsch, noch zu nwnolvn zu sein, ist durchfluS nich leicht. Ist aber einmal in einer Gemeinde eine chöne t^oxerne Bonragswelft eingesübrl. so kann ne öUig tjapei berubigcn. Notizen des Tages. eS a> Swarklg lasser. Bor Kur em bat stch ein GmSbesttznr auö der Gegend Vanzig n Jerusalem zum Jutenlbun» bekehrt, und sich I aselbst Irr Bescknjeirung unterzogen. Seine S-chwe ftdr?urke s, ,on rer 'ftnt$cn Zabren Iüdiir, sein Lobn Hesse w rdtw ibmi jetzt folgen. Breiten ist en Gesetz erschienen, nach welchem n Juden unmöglich wird,'stch Vorr niederzu« ich besü chle, daß eS Vielen bei leinern heclamaton- Vortragr geben ßröge. denn da hen rechten Ton zu Zn einem ungarschen D»rfe warein Jude feit zwei Zähren Richter. Er sollte jetzt, weil Jude, sein Amt abgeben, aber siebe da, eS fand stch kein einziger Unbescholtener im ganzen Torfe außer diesem Juden, und er mußte somit Richter bleiben. Endlich wieder ein Sieg unsrer Sache! Die bayer« sche zweit, Kammer hat den §. deneuen Wahlgesetze-, welcher den Juden daS ackive und passive Wahlrecht ab« sprechen sollte, mit großer Mehrheit gestrichen. Midraschim von Rabb. Feldblum in Schmiegel. 1.. Jn der israelitischen Jugend liegt die Kraft des Volkes. -Die Heiden fragten einst einen ihrer berühmtesten Lehrer: ..Wird eS unS gelingen, di« Israeliten;U unserem Glauben herüber zu;i,ben?" — „Geber hin." erwiederre er ibnen, „und besuchet ihre Ber- und Lehrbäuser. Finder ibr dott ibre Kinder im göttlichen Gesetze gründlich unterrichtet, so werdet ihr nickt im Stande sein, fie mit euch zu verschmelzen. Tenu also batte ibnen ibr Vater die Versicherung gegeben: so lange Jakob seine Stimme im göttlichen Worte ertönen läßt, so lange sollen die Völker ihm nicht beikommenl re v:t —rr =-r* rp r^n zn-nN en-iiar: -zzs re? -7c-vrr ^rr npr- (Jalkur zu Jeremia Eav. 9.) 2) Israel muß feinen erhabenen, heiligen Standpunkt behaupten. „Ein belaubter Leibaum, schön an Frucht und Gestalt, nannte Dich Gott." ruft der Prophet Jeremia. <Jeremia N. 16.) rrrr:' ES bemerkt der Midrasch: „Warum vergleicht Gott Israel mit einem Lelbaume? Wie das Lel mit andern Flüssigkeiten sich nicht vermisch», sondern sieben bleibt, also auch Israel." SchöneS Bild! Oel besitzt die Eigenschaft, wenn es mir ankern Flüssigkeiten vermischt wird, daß eS sich nicht in dieselben, verliert, wobl ober über sie dervorragt ntx nrrr" tn yrsi und einen böbern Standpunkt annimml. Also soll auch Israel durch Vermischung mit andern Völkern gehoben werden, indem ,S das Rüdlicke - daS Schickliche und Anständige. Kunst und Wissenschaft —- von ibnen annehme: aber gesondert muß eS bleiben durchs den festen Glauben an den Einig- Einzigen, durch Beberftgung ferner heiligen Lehre und durch die Ausübung der göttlichen Zayungen und so fernen böbern Standpunkt behaupten. Allgemeine Zeitung des Iudeuldnaie. Ko. 3. 1856. Leitende Arrikel: Die versiulichendeKraftde»Iude»lbu»1. Akdorismen.—Zeitiugsnachrichtrn: Palästina: Magdeburg. Trier. Deutschland: Bremen, Korden. Frankendanfta. Prevße» Magdeburg, Magdeburg, an» der Prcvin« Pose«. Lesterreickisch« Kaiserstaak: Hradok. TemeSwar. — üorrespondeng: PartM Skrrreu X!I. — Dr. Lilientbal's Ansenibalr in Rußland II. Zn be-iedeu durch jede» Postamt und jede Buchband^ lang. Iadrlich 3 Tbaler. rierieljädrig Tbaler. - Bera»t»onlich«r Redarlenr: M. Rabe. ’Pffl-u i .»u*b4nMuim tn — ftui prn »l^xanker m