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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 13 (1854) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
13 (1854)
Date
1854-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches VolkSblatt. gnr Belehrung und Unterhaltung auf jüdischem Hebikle. , Herau«grgebeii von j j* Rabbiner Dr. Ludwig PhUippsou in Magdeburg! ' lRo. 13. 18S4.I Bon v,«srr 3'"schritt ers»e<»t »Se-ptli» eu>, fttmmrr. »re«! tri Aadrr a Ä i ■* J - , , l-rngl 1 tblr. tzl«nrljtbrl,?'/» ««». «0r Vua>daatlvnsrn. Poftiwtrr 12 3ülm 1 OflOdfltfl uO ßdMnglrfrfMtipnrn ntbmta PtRrfliagrn «». Iff"“”* Erziehe Deine Kinder jüdisch! VI. Hierzu gehört insbesondere. daß sie di« hebräische Sprache erlernen . . . , warum? 1) Wird hierdurch in Deinen Kinoern. daS Bewußtsein geweckt, daß baS Judentbum auf einer uralten, die bestihenden religiösen Gestalten der Welt überragenden Grundlage beruhe, auS welcher noch jetzt daS Zudentbum die- Quelle seine- Lebenzieht. 2) Wird hierdurch in Deinen Kindern do- Bewußtsein genährt, daß eS noch ein. auch äußerlich die Juden verknüpfende- Band giebt, durch welchedie Söhne de- Osten- und -e- Westensich da- Verstandniß erbst« nen und da- Zeugniß der Gemeinsamkeit -eben können*). AlSbann wird hierdurch Deinen Kindern der Besuch de- Gottesdienste-. wie er in allen Ländern der Erde besteht. ermöglicht, und waS ohne alle Tbeilnahme am Gottesdienste zuletzt autz Religion und Religiosität werde, wiffet Ihr ja schon. ' ) Ferner läßt schon eine oberflächliche Kfnntniß. de- Hebräischen die heilige Schrift nicht bloin jeüer^allgemeinen Fassung, wie ste in den Händen aller Nationen vermittelst der Uebersetzungen ist, gewahrest, sondern auch noch alS dabesondere Erzeugniß und Ei-enthum deS jüdischen Stamme-, dain seiner ursprünglichen Gestalt ein viel weitere- und tiefere- Seefeld eröffnet und unermüdlicher Forschung immer neue Wege zeUet. Eine tiefere Kennrniß jedoch ermöglicht diese Forschung selbst und vermittelt eine genauere Kenntniß und Erkemuniß der Religion, ja Niemand, wird leugnen, daß diese - genauere Kenntniß unsrer Religion ohne da- Hebräische ganzenmöglich ist. und daß eine nachhaltige Begeisterung ohne ste fuunt Astatlstyden könne. Weiterhin endlich führt sie auch in den ungeheuren KreiS der nachbiölischen Literatur dcS Judenthumö. in ihren halachischen, philosophischen, poetischen und geschichtlichen Erzeugnissen. Wenn Du diese Gründe austichlig prüfst, so wirst Du gewahren, baß allerdings ein Theil derselben erst auS dem genaueren Studium de- Hebrasschen erfolgt, daß aber der andere Theil derselben auch schon eine'oberflächliche Kenntniß de- Hebräischen zu einer bedeutungsvollen und erfolgreichen Bedingung der jüdischen Erziehung macht. Und *) )Ü e» koch bei Nachforschungen über Rest« von Juden in fernen Welttheilen. ». L. in China. Indien. Abvffinie» u. f.w.. die erste Frage, verstehe» ste not hebräisch? — Ich habe gesehen. wie Juden au« öiefland und Persien, beide ebne alle weiirre Bildung und Kenntnisse, sich durch da« Hebräische leicht verständigten, einander nahe »nd zu Hülfe kamen. hierzu kommt nun, daß das Erlernen dieser Sprüche auch für dajüdische..Bolktschulwefen von großer'Wichtigkeit ist. da hierdurch auch die Masse wenigsten» eine Sprache erlernt, waS in Beziehung geistiger Bildung durchaus nicht gleichgültig ist: > Man sage nicht, daß da- Erlernen de- H bräischen auS jedem Juden einen Theologen, mache. Der n eineStheilS ist eS sehr gut, wenn jeder Jude etwas Theologe ist, und anderntheil» erwäge man: da- Judenthnm ist die Religion der Minorität; .dieseHat darum manch r!ei linbille zu kragen; und. aus beiden Gründen muß taS Band, welcheden Juden'an die Religion knüpft, ein viel stärkeresein. - "s -■' .; , Darum können "wir eine jüdisch« Erziehung ohne, selbst auch nur oberflächliche Krnntniß^hesHebräischen «nicht anerkennen. und dies au‘4' für Mädchen. — I i Joseph unh Hyrkan. :er Zerstö- Ein Charakterbild au« kr« drit^Jahrhondert vor rn»g Jerusalem». Ncnb Herzseld. Eine besondere Seir briüg't auch ihre besonderen Er scheinungen'hervor, jwelche di^rr'nur auS de» Zeltverhältniffen. verständlich sind, aber eben so sehr!noch nach vielen vergangenen 'Jahrhunderten unS ihrersmS einen Einblick in den Charakter und-hje Berhältniffe! ihrer Zeit gewähren. Alnach dem Tode.Flcranderd^S Großen sein unermeßliches Reich in Trümmer zerfiel, und auS diesen die Ptolemäer einen Thron ist^Aegypten, ciden einen Thron in .Serien errrchket hotten, heilige -and und E-lesyrien^ ein-- vielbestritten preis dieser beiden Dynastien, bald der einen, andern unterthan. Hndeß war, mit Au-nah ie Seienaren-üa- Kampf« bald der der oftmaligen KriegSbeschnjerden, da- Gceptex beides Obh'erren mild und leicht; .bis «jzrf den Wahnsinn he- Ant^ochv- EpiphaneS griff Niemand'in «die freie lübung di- EultuS, in die selbstständige Verwaltung und GerichtSvarkeit dejüdischen Volkes ein.! Nur.hatte das. Land'-InSn bestimmten jährlichiflt Tribut! su zahlen. An der Spi^e de-Dol^ kestand der Hohepriester, welcher zugleich DolkSvorsteher war. Jedoch war die Hohepriesterwürde, diä von der Bestätigung de- Obsterrn abhing, oft genug Gegenstand der Ränke und Hutriguen unter den >azu berechtigten Dersonen und ihren nässten Drrwandwn; und w^nn einsHmherpriester ein schwacher Eharakter war, so ckaßten. fich neben ihm Mänr^r von .anderweitiger Lntorit it die Herr«

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