Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 11 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 4)
- Language
- German
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ruf1 utte Dein da; er es -- lienii'ie tat. rce 4er eS Kritiker 1 Novel jenes Märchen nicht selbst erfunden, sonvein Boraccio, vem ausgezeichnetsten itaenctLter! un 14. Zadrbunv rte,»entlehnt in ver dritten OiooeUe keines^ Dekameröne i: mt.} fchen nc jüdischen ferne 8 war i.:t’ t ff.TR m rer Wel den .'Ru rer tat. schickten anjtrern jeden ei: schnn 7 manr. schickte einen ist ocnsscn: rer. Z Der lut cie ivr Als rer rral er entlieft X'l. Kapi men tiestli :neit foule; irerc ebe.' Nä ljört hätte rer, der kostbaren yergan rr^r bl ^errn ge ein V t einem ,\epr fca fei ein äelc »4 liest, die n tvoe achte' ci ijer ceu nach se :„1 in?.\ 44 fast mii reni'elb n Wort n wie Leffing miltheat. Doch auch dieiem rchriststc ler gebüin nicht der Ruhm \ MefeÄ Mar*’ 4en err chier tu baten, da ibm ein älteres italienisches Werk, t ii cento Novelle snticlie, als Quelle! diente. In. der 73 Geschick:e dieses Buches wird nämli^l Folgendes erzählt. Einem Zultan. welcher in .(-eloverlsgendeit war, wurde! er Ratb ertheilk. mit einem reichen ^ud'en. der in seinem! ance wibnte. anöubinken und dann-sein bedeutendes l ^rmögei zu con^isciren. Der Dultast schickte nach jenem 3 iPen u: d rragtei ihn. welches rer heste iÄlaube wäre, ir dem er rächte. fills er den jüdi'cheni als den-be«. sten berechnet, tserde ich libm tagen, daß er dch.gegenden en babe falls er aber den ßnsielmänniich ld» tragen, w^rum er rem chrem »r Iure ab^r die Frage antwortete er aiko frei Zöl'ite batte mit ritten Ring Edelsteine, rems bönsten ans vo» de:, Löhnen bat den 0atrr, ihm t.m Ablc ben gu überlasten. wollte, schickte er befahl ibjft; noch je:nm v.sslkomm.n ähnlich iv v ein g.nch rteiem emzus.tz.'n o tauschend ähnlich erkanmst. Jeder tb iere! und Ringe Barer ren achtln neu Löhnen einzell.,. g»b am. un^ ze^er glaubte, d« euer aller faimtyiteit rechten außer ersten Hi inc daß die lbsicht, rst es tiir den Religionen, deren e^ drei giebt. r ehat rennt dir beste: von den Kindern aber; »?, gl> ubt jerts'im Besitze der-wahren zu sein.' Sultan : tete ^csuijg gehört baue, .vckßre er nicht, tg.'it sol le, um mit jenem ferner anrstbinden und n. (Sl e ahnIiHc Geschichte enähjfo audv das «1 eines latanii'ch^n Werkes. welches den Nast.nnnslu-mn füdjri und wahrscheinlich aus. rer jedoch so. als die b'iren an r reste Llm lle diele einem in Lalomon stantinope eine von und wisse ihm >nö beso rert und Fcierlichke Tempel b. J.l, gehaltene l'ch'in re I I. Jah^l anderes von Niko auner ten bet z t „>erui apch über ffentlich« 32. G tuS aus stls der Ba-, u-oinrm gerniei Ringe irrn und m Lcr.Golrdaß Nie« . 'Alsdann ch.nem jeden n ächten;ü rhrent Da» 13. .Iabr^unrerts betrübrt. ote christliche Religion höhet;u stellen evcn, deütlich;u erkennen'isti Die äh interestatzten tZr^blung fmbct. sich in ischen L^erke, nästlich dem r-mrr^'.-z von R. gh»» B tga. ras zuerst wahrt'cheinl ch m Eongedruckt iburre und von welchem to eben jjtc AuSg lbe nebst deutscher lleberützung schaftlick en Note»: Hierselbst in der! Rümvler'- schen Dut ihandlut g erschein^. Das genannte welches rie. qeiren de Juden wäbreiid res Mitteisilters schilstelem anderen Jnterestantenl wie den »er Einsäung der irrilsürstc i und dem Einzuge ries Hobe tpriesters am Dert'öbnungsta je in den dlem svgl. daS jüd. Nolksble tt. No. 1. mehrere 'zwischen Juren urd.Christen RcligionSdispute berichtet, ewählt nämschichte, chie rer gegen daS> Sn'deide- 'ebende König Don-Pedro ^er Aeltero, Balencia ^veranlaßt, einen tstejsen Ju-> ' den zu sich babe rufen lasten und nachdem er ihn über seinen Namen betragt hatte, ibm eröffnet babe, daß er ihn bäue holen lassen, um vo«r ihm zu erfahren, welche von den beiden Religionen er für die bessere halte, die ' christlicke oder die jüdische. Der Weise antwortete hter- ' aut. daß seine Religion für ihn in Beziehung aut seine Verhältnisse die bessere sei, da er dereinst in Aegvvten Delave gewesen, von Gott aber durch Zeichen und ir.-unrer von rort berausget'übn worden sei: für den König r aber sei rie christliwe besser, da sie die herrschende sei. Hierauf entgegnete jedocv rer König, daß er seine Frage in Rücksicht aut die Religionen selbst und nicht in Rück-'' sicht auf deren jBekenncr gerichtet baue. worauf der Weise erwiekerte, daß er nach einer dreitägigen Bedenkzeit zu dem Könige, falls es ibm genehm wäre, zurückkebren wollte, womit der König au4 einverstanden war. Skach . drei Tagen kam rer Weii'e wieder und stellte sich ärgerlich und verstimmt, und von dem Könige befragt, waruor er so ärgerlich, sei. antwortete er. weil man mich heute ■ ohne Grund qeschmader bat. .Dir aber, o König, liegt es ob. Dich meiner anzunebme». Die Da4e ist nämlich folgende. Vor einem-Monate verreiste mein Nachbar und ließ seinen beiden Löhnen zum Trost« zwei Edelsteine zurück. Die beiden Dtürer kamen hierauf zu mir mit dem Verlangen, ihnen die Vorzüge und ren Unterschied der , beiden Edelsteine anzugebcu. Da crwiererte ich^ ihnen i wer weiß dies wohl besser als euer Vater, rer j-a als Juwelier die Edelsteine nach Werlb und Form genau kennt ' schicket roch;u ibm, er wirs euch das Richtige sagen. : unk wegen riefet Antwort haben sie mich geschlagen und! g^schmähet! Als hierauf der König erwiedertei ..daran ' haben 'üe Unrecht getban, sie verdienen Ltrafe." versetzte der Weise: „Zo mögen denn, o König. Deine Obren die Worte leincs MunteS vernehme». Auch Jakob und Ei'au waren Brüder, einem jeden von ihnen ist ein Edelftetn überliefert worden und Tu. trägst, mein Herr, welcher der bessere fei? Do möge mein König einen Boten ' an unfern Vater im Himmel senden, denn dies ist rer große Juwelier, damit er den Unterschied der Edelsteine! angebe." Ta riet rer König aus: „hast Du nun, Niko- : lauS, die Klugheit der Juden vernommen? Wahrlich,-ein so weiser Mann verdient beschenkt und geehrt zu werden." Lo weit rie Erzählung im Lchevet Jebuda. Wir behaltenes uns vor, in unserem Werke des Breiteren naSzuweisen, daß wir in der eben angeführten : Ouelle nicht bloS die älteste, sondern auch die am tue« , nigstcn sagenhaft ausgeschmückte Mitthcilung der bespro- , chrnen Geschichte besitzen und begnügen uns hier, nur noch | darauf aufmerksam zu machen, wie die Juden zu einer Zeit und in einem Lande, wo man neben der rohesten! Gewalt auch Redekunst und List anwenbete. um ste dem väterlichen Glauben abwendig zu^machen, wohl auch daran! denke mußten, auf verfängliche Fragen, wie die so eben > mitgetbeilte, ausweichende Antworten bereit zu haben, durch ' welche sie weder ihrer Religion etwas vergeben, noch auch die Bekenner deS Ehrist'enthumS gegen sich aufbringen dursten, und somit bindert nichts, die geistreich erdachte Abwehr, wie sie in dem mehrfach benutzten Märchen ent. halten ist, alS ein Product jüdischen Scharssinnes zu be» trachten. Dr. 31. Wiener in Hannover. BeramPenNcher Redactenr: K. Rabe. ■ÄrlJa ro» feauRflirtner*« tfudjtjnilutw m «einig. — Druck voo Wirk« in «»»419.