Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 10 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4908862-5999336-6000662--0373-4909128- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
feem E ohne T avids,, feem Fürste» €accdt’" Dann kam eii Herrlid er Jüngling auf weißem Roste mit purpurne« Geschir!, «ine I schlanke, erhabene Gestalt, mir schwarz« Lockig und Iblauen Äugen, eine breite Narbe über feie linken iBraue! — er war in die prächtigsten Grmin er geklebet, u»d ein goldenes Schwert hing an seiner linken; ejn großes Gefolge von.vornehmen Minner» a is Alm zal'-chegleitele ihn, und daran halten sich zahllos: Juden atJr Robobod, Karchemisch. Pundebita, Obker« und ei vlichl Bagdad angeschlossen, so daß der Zug zu der größt« gehörte, welche je die Thore von Bagdad paffrrt a. Ru Eines «ollen wir noch eraifoten. Mitten im G folge d? Prinzen befand sich eine Sänfte, von zweien herrlich n Maustbieren getragen, zu jeder Seite ein Eunul» mit i ankern Schwerte. Wo feie Vorhänge der Sänkt eben i och eine kleine Spalte lassen, könnten wir das b itzende Nuge der schönen Aifea, der SultanStochter von 3 lmozal, erspähest. welche sich freudig dem Wunsche ihres Vaters ergeben, die Gattin Saccai's zu werden, und »Mg de Bedingung diesegefolgt, zll seiner Religion ich zu l ekennen, Es war dies Allegeschehen, natürlist insgehi m, ohne aber daß es irgend Einem am Hofe Zin . A dins ein Geheimnis gebliehen. Hinter der Säaf e ging nser Benjamin den Zonah fei^Tufeela einher. glücklich, den Nachkommen DavivS, den Fürsten der Gefa gen sch af, den hetzten Reiser der Hoffmi»g, nicht bloS von Azrgisich gesehen, sondern ihn auS fürchterlichster Gefa >i errett t und lauf die Höhe de- GlückeS»erhoben zu habe!. i > a e e a war in seiner Botschaft bei dem Kalifen Mo :andge> glücklich, und der Friede Almozals wurde nicht gestört, unter drr Bedingung, daß Znn-AldinS Reich rchch dessen! ^odr —^ da er keinen Sohn hatte — dem Jtali ate wiel er anheim falle. Der" Kalif behielt Saccai bei ich, maote ihn, zum Refch-Glutha der Juden in seinen Staa e, so daß seinen Befehlen alle Joden von Svr en bijindostfin gehorchten, und ertheilte ihm die böch ten Ebr n. kange d ang Saccai in Benjamin, auf immer bei ihm zu! leiben, ber vergebens. Eines Morgen-konvte-dieser fein r Wank wlust nicht widerstehen; er nahm von Niemar dem Ab chied, ergriff den Stab, und zog nach Refen der nächsten Stadt außerhalb der Provinz Bagdad. Er nahm n chtS mit, außer, der kostbaren Erinnerung, als einer herrll >en Ring, den ihm eines Tages Saccai verehr«. Die»r Riüg, in welchen bas- Dalppen Davids eingefmnitten, ind d^r als ein alte- Erbstück durch viele Geschlechter in der Familie Saccai's hochgeachtet war, hatte, nachdem ihi der Finger Benjamins von. Tudela getragen, eiui merk« rdige l Geschichte. die mir vielleicht dem gütigen Les r ein a vermal erzählen. v v Viehzucht. Jeder arbeitete in seiner Weise, und bald kam die Zeit de- Genusses; doch mit diesem kam zugleich der Neid und erfüllte das Herz eine» jeden der Brüder. Kain sprach: „Mir gehört der Boden, und Du hast kein Recht ihn abweiden zu lassen; suche Dir in der Luft das Be. reich Deiner Thätigkeit — rr©." — Abel erwiederte: „Du bemächtigst Dich der Wolle meiner Heerden und bekleidest Dich mit meinem Gute; lege Deine Kleider ab — Y“kn. — Die gegenseitige Aufreizung führte zur Leidenschaft, zur Bosheit", zur Unmenschlichkeit, die Frucht deS Neides war . . . der Brudermord. (H. rab. fol. 26, •). (Das De.rgefsen.) Erlangtes Glück läßt frühere Leiden und erduldete Ovalen vergessen, bieS ist die gütige Einrichtung Gottes; aber auch Leiden sind die Mittel, frühere Leiden vergessen zu machen. Entgeht Jemand der Gefabr, die ihm. daS Begegnen eines heulenden WolfeS bereitete, fr bar er nur für diese Gefahr Gedanken und Erinnerung; begegnet ihm hierauf ein'brüllender Löwe, der schonend an ihm vorüber gebt, so denkt er ay die letztere Gefahr; ^ie frühere bat er vergessen. — Schlich wieverum eine zischende Schlange nah an ihm vorüber, ohne mit ihrem Giftzahn ihn tödtlich zu verwunden, so vergißt er den Wolf unv den Löwen und denkt allein an jene Schlange; ja r*rsenn ree r.^rcsr: rrnr» rmt (Brachot 13. a): Leiden, neu uns zugemeffen, . Lassen ftühere unS vergessen. (Aufopferungsfähigkeit.) Ehemals, doch ist eS schon lange her, stand die Religion im hohen Preist, und die Liebe zu ihr siegte über die Liebe , zum Gelde. Rabbi Gamliel kaufte einen Luläb für 1000 Gulden (Succah 41, b); Tama ben Retina wies, um den schlummernden Vater nicht zu wecken, einen Gewinn von 600,000 Goldgulden zurück, und dieser Dama war sogar ein Kutäer — (Kiduschin 31, a), und Jose ben Kisma konnte 1,000,000 Goldgulden und außerdem kostbare Schatze erhalten, wenn er sich entschlösse, seinen Wohnort mit einem andern, wo jedoch das Gesetz nicht gelehrt wurde, zu vertauschen: er wiediesen Tausch gegen alle Schätze feer/Erde zurück. (Aboth b, 10). «llgemeiae Aeitnug de« Judenthnm«. No. V7. Leitende Artikel: Merket auf, ihr deutschen Jute»! — Die Predigt (Schluß). — Zeitangsaachrichteu: Paläßtaa, New-Iork. — Deutschland: Hamburg, Sruttgan, Magdeburg. Preuße,: Magdeburg. BerUu. ans dem Siegteru-zebezirk Trier, vom Mederrbein. Oesterretchtscher Kaisertzaat: Diea. »len. Frankreich: Lyon. Jtaltea: Stnigaglia. Lsrkei: Conßaattao. vel. — Literarische Nachrichten: Magdeburg. Magdeburg. — Lorresvondeuz: Magdeburg. Pariser Skizzen. (Der B«tz der Gagen der Alten. Lon pr. L. Lemyfohu in Dornig 4eid^) Kain und Abel theiltenVfich Erde; jener wählte de» La»dbau, 'dieser in feen die lang. A, beziehen durch jede« PoSamt und jede Buchhaud. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig % Lhaler. verant» vrrtatz m Sa ■■ |4tlart’# ich« Redactem: K. Räte. (ana ta Mr|i|. — Crutf »«■ aitfaattr Si«d« in «ri>|ia.