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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 5 (1854) · p. Seite 20

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
5 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
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-* @otdb> p 22. b Phsrisari 1) ** 2« crs die Vefch nehmen bote nur durch zu Wort G< ichmi v> n S> »ndung lßeß um erlanget da- Wo t von einen M d. h. dkl ist vielle Schulter nfchen, seine Lt von herabbL > 2) -! -p: um seine Gehen r ckr au! sich oft < n den .3) schließe zimmer begeht, durch zr 4) mit lief nem M zusLwei <2}u demütb * rrp srn; r die sebe. Len Ko f blutig ßie Erk ärung lnd dan i verwift e gebeugt« n rfer äh en. 4- Im babylonischen Talmud wir» das Eichem (Genes, c. 34) abgeleitet, der nicht au- Liebe zu Gott an sich vvrerfüU» diese Klaffe die göttlichen &t* und Anseben bei »en Menschen da: 3m jerusalem. Talmud hingegen wird [Z'O (Schulter) abgeleitet und bedeutet der die Gebote auf der Schüller -trägt. Z römmigkeit zur Schau tragt. (DaS Bild >en Thefillin genommen, die fie über die gen ließkn.) der Schleicher! Der Pharisäer, der. ge'Gesinnung zu zeigen, seine Füße beim sondern nur fortschleifte und deSbalb Steinen stieß, die im Wege lagez^ Der Pharisäer, der sich stellt, alS beim Gehen, damit er kein Frauen darum sich an Wänden und,Mauern stößt. Rach dem jerufal-m Talmud ist folgende: Ein Pharisäer, der erst ejn Laster eine fromme Handlung, um jenedan oder aufzuheben. s. der Kopfhänger! Der Pharisäer, der Kopf einberging. so daß fein Kopf eiinb war. um nicht mit den Augen auSfl ob A tgen u >d gen Abotb verschafft frißt st zehrt fe so an der?" Un'&fr Ölten diese Kfaffe alS Liebe; als Beispiel a Vortrefflicheres. Abraha n. Wchrn mae Dir da^n, nen Ra ib heißt eS: Es giebt 'sieben Klaffen 5) f.TZXX' rrr; rr; tft Pharisäer, welcher 'spricht. waS h be ich ^noch für eine Psticht z» erfüllen? Anschein, als ob er alle Pstickten erk« i Der Pharisäer, der die göttlichen Furcht vor der Strafe, also sclavischer Er ftitfjt sich fülle. f 6> Gebote erfüllt <|u» Gehörst m 7) "ra“«*: r-5. Der Pharisäer auS Liebe. Rach dem ba»vlonifch n Talmud ist auch diese Kläffe voewerr lich, inhem die Üiebe als Liebe zum Lohne «nckqesaßr wird. hier a tch keine Heuchelei ob, so ist roch das, Motiv ber Frön migkeit kestr religiöse-, da die Gebote Gor-! tes (TridbxyZ) nicht auS Liebe zu Gott, dem, Allgütit ftltr jrt den, sondern aus Gewinnsucht entgegen 1. 3. Der Talmud 3erus. hingegen betrachten die wirklich fromme, die n,r vre Gott Ich leiten läßt; denn dvt witd Abrabäm^ n geführt, und hinzugefügh: ES giebt nichtalS ein Pharisäer zu sein auS Liebe, wiä Der Äerlemader — eine Schlange. zur Schlange spricht: Welchen Genuß Hein Biß? Der Lowe zerreißt Andere, und der Wolf gebt auf Raub ans und ver» Du aber. waS.frommt Dir Dein Biß? tjvortet ste: „welchen Dorrheil bat brr Verleumk- Anspiel mg auf Kobeleth 10. 11). „Warum füh- Gliedei Deinen Biß, da Du doch nur mit eineck beißest? ' Sie entgegnet: „Wie sogt ihr das? Saget eS dem Verleumder, der spricht hier eine Verleumdung ans und tödtet dadurch einen Mann in Rom. DaS Gift dcS Verleumders wirkt wie Schlangengift in die Ferne." Die Schlange hat allerdings Recht, wenn sie die Frage an jene Menschen verweist, die mit ihrer giftigen Zunge so viel Unheil anrichken. Denn da» Thier hat nicht einen freien Willen wie der Mensch. Die Schlange ist ihrer Natur nach bösartig, und ihre Natur kann sie nicht ändern. Treffend ist daher die Antwort, welche der jerus. Talmud der Schlange in den Mund legt. „Wenn mir nickt von Gott gesagt wäre, „„beiße,"" so würde ich nickt beißen!" Mit andern Worten: Hätte Gott mir eine andere Natur zugetheilt, so würde ich anders fein. Der Verleumder aber. alS ein mit Vernunft und freiem WUlen begabte- Wesen, hat diese Entschuldigung nickt. „Der Mensch soll Herr werken über seine Natur und sich nicht zu ihrem Sklaven erniedrigen. Vor der Thüre ruht die Sünde, und nach Dir ist ibr Verlangen, dock Du kannst ihrer Herr werden! " (Genes. 4, 7.). 4 Die Äolsharfe. I - Die. Äolsharfe war ^ach dem Talmud schon dem König David bekannt. Denn im Tract Beracholb heißt eS: David haue eine Harfe gegen sein Fenster ausgehängt. Um Mitternacht, wenn der Nordwind rauschte, bewegte er ibre Saften, so daß sie von selbst ertönte. Dieser Harfe soll sich David auch als eines Weckers bedient baben, da er nach her Meinung der Rabbinen schon um Mitternacht ausstand, um sich mir dem göttlichen Gesetze zu beschäftigen. — .Pr. H. Werner in AdelSdorf. 77-3 i*2-r -:-x -an -rrw-t rt-p* v'r-3-2 ysr -rsr-’n -vrev Der Mensch kann seinem Schicksal nicht enlstieh'n. Denn seine Füße bürgen schon für ahn. Sie leiten ihn gewiß zu jenem Orte. Wo ihm sich offnen soll d,S Grabes Pforte _ (Succab.) Anekdote. Ein jüdischer Lehrer wurde gefragt: „Warum sind doch alle Lebrer Schwänze?" Er antwortete: „Weil die Gemeinden B^beimes sind, und die muffen doch Schwänze haben? " Allgemeiue Zeitoug de« Iukenthum». Ro. 42. Zeitungsnachrichten. Palästina: Jerusalem. Zerusate«. Pari«. Deutschland: Laren, Fulda. Preußen: verll». Berli». .au« der Provinz Posru. au« der Provinz Pose», au« de» Spuagogeubezirk ererelt. OesteMchischer Katserstaat: Bleu. Lien. Frankreich: Pari«. MüblhcM^ Sroßbriiauuieu: Soudou. London. Die Schweiz: Eodffhe». Rußland: Warschau. RordamerikL: Magdeburg. Iudteu: Kalkutta. — Correspoudenz: Laudeberg a. d. Watthe. Taruovol. — Literarische «nzeiLen. SS* 3« bezieh«, durch jede« Postamt und jede vuchhau». luug. Jährlich i THaler, vierteljährig */4 Thaier. Ver«»t»orrttcher Rebarleur: K. Rabe. Verla« von V»n»tLrtnrr'« Vuck>banriun« rei»«i« — Druck von Sl«|4«t«t Siede in?eiv,i«.

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