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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 2 (1854) · p. Seite 8

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
2 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 8 (sequence 4)
Language
German
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8 reliäiösej Pmchtgefühl, wenigstenan S" unv rn mit ih- . ren jGlaübewSgenoffen zu beten, nicht anzutasten. Wenn. , au» risse «emeiascbaft erst aufbört. waS soll sie vann noch in iibra» Glauben erhalten? — WaS vie erste wegen^ deS Äinjan'S begrifft, so geben Mi-ein für allemal zu gedenkeni daß daß ,,jüdische DolkSblatt" durchaus! nicht sich berufen fühlt, alte, herkömmliche Satzungen durch siina Autorität ausheben zu trogen. In zweif,haften Fällen geben wir gern Bescheid, aber eine altei Satzung können »vir nicht auchebe«. weil das „Volksblatt" der Matz nicht dazu ist. unKjfreil ■*- doch keine Gemeinhe Darauf b^ren wirb. Wira können allerdings erWren. rak die Dersckrift des T~ kein '..Gesetz." sondern ein aller Brauch, und daß seine..Anlehnung" an die^Tho^ab ls-l- Mos. il4, 27. wo ^7 aus die 10 bösen -Kundschufter bezogen wird, während vaS ganze Volk gerneckt i\C) Jur sehr schwachen Füßen siebt. Auch' können wiu den lllptlstanr dkS Minjan nicht verkennen; denn in klemen Gemeinden ssßv oft einige Mäpocr nicht zu Hause, od» —1 ut® das iint gewöhnlich die sogenannten..Fromme»" Ire wollet^ nicht, weil ihnen Etwas mißfällt; un» in>/grvßen Gemeinden komui^n öfter auch nicht so viel gushmmen — utff, waS das wichtigste ist. sobald erst diel.Leufe mb gewöbnt bähen, keinen Gottesdienst zu halten! so 'kommt er gat nickt wieder zw,Stande, wesl.ihnen daS BedürMlß ausgeln. Alles kies geben wir gü.' und sagen offenl wie wir es anseben — aber autbeb^n kann das i.jüducke^VolkSblatt" eie uralte Satzung nickt Gebt dow die Robbinen E^rres Landes an., daß sie eiüe Eolleettverjlärllng geben Noti: cn des Tages. rn München .über 30 In en als Die Evolesa bat O^rer ge'm-derr. Die Statrhalrtre in Wien bat! em Anerke^nungseiben an die Verieeter der Gemeinde für die »priori« u Gesinnungen, die die Juden jbei Gelegenheit des rionalaolebenS an den Tag gelegt. ,erlasien. Die vbn Prof. Haindorf in iM-ünster ^estitlete d erdaltsne jüdische flnstalt bar bereitsll63geprüsrejjüdische SlhulamtSmndidaten ausgestellt-, und An.ibe>> Hjandwörke erlerlnen lassen.! ■' Unter!ven 1000 russischen G.eta^genrn auS ^'^m.:rsusid in Sbeerneß (t ie ankeren I0iX> find in Frankreich) sttjd 60 ^Uden,' we cke die (oben Festrage ordentlichen ttesdieu» aus einnn Schiffe abgehalt'en'baben. j Zed e» einzelne hebräische Buch muß m Rußlpnd am fang sind Scklü^ einen Eensurflempel haben. Wer dagegen bbndelt, wird als Eontrebanheur beftrafrl! In' Spn-FranciSev in Calitoryii-n ist den 83. Juli där Grunlstein zu einer herrlichen große» Svnagoge gelqgt wvrdl lotteS Art ist nicht Meuschenart. Wpnnl Gott dem Denschen zürnt ob seines bösen j»«S. upc vermöge seiner Gerechtigkeit -ihn strastn muß. sist er ihm derMoch auch ein liebender Vater, und in der Strafe selbst manifestin sich seine Liebe. Nicht bloS die Strafe selbst ist kein Ausfluß der Rache, sondern har nur die Besserung des Sünderzur Absicht, sondern auch in der Art und Weise der Strafe zeigt sich vie göttliche Liebe. Diesen Gedanken finden wir ausgesprochen in einer Talmudstelle, die also lautet (Ioma. 74 b.): Rabbi Jose sagte: GotteS Weise (nin) ist nicht Menschen Weise. Wenn ein Mensch seinem Nächsten zürnt, so sucht er ihm auf alle mögliche Weise Schaden zuzusügen. Aber Gott verfährt nicht also. Er verflucht die Schlange, daß sie Staub essen muß. Und siehe pa, wenn sie auf das Dach geht, sinder sie ihre Nahrung, ynd wenn sie auf dem Erdboden kriecht, findet sie wieder ihre Nahrung. Er verflucht Kanaan, daß er AneLr sein soll. Und der Knecht ißt, was sein Herr ißt, und tri^nf^, waS fein Herr trinkt. (NB. Nack der Lebre der Rabbisien. nicht aber bei den amerikanischen Pflanzern.) Er fluchte dem Weibe, und Alle lauten ibm nack: er fluchte her Erde, und Alles nährt sich von ihr!" Der Rabbi als Jongleur. , Diele Leser des VolkSblatteS kennen gewiß * die Talmudisten nur von Seiten ihrer Gelehrsamkeit. alS ernste Männer der Wissenschaft. Doch der Talmud selbst erzählt uns von einigen gefeierten Talmuristen, baß sie auch gvmnastiicke und equiltbristuche Künstler waren. Es heißt nämlick in Tractar Succab fl. 53 also: Don Rabbi Sinton, Sohn des Gamaltsk? wisd erzählt, daß er bei rem Feste des WafferschöpsenS acht brennende Fackeln in eine Hand^ettommen, und immer eine um vie andere in die Höbe getrorfen und wieder aztsgefangen 'vabe, ebne daß eine die andere berührte. Und wenn er Gott durch eine Kniebeugung verehrte, jo stemmte er sich mir seinen beiden Daumen auf den Boven. bückte fick, küßte den Esterich und richtete fick wieder |iufv waS ibm Niemand nachmacken konnte Levi machte! es zwar aut' dlei'elbe Weise vor Rabbi, sturde aber hinkend davon. Levi probucirte sich vor Rabbi, dem Nasi, um jihn in seiner Krankheit aufzuheitern. indem er mit acht Messern bin und verging (wahrscheinlich tanzend); Sämuel vor König Sabur mit acht vollen Weingläsern, ohne einen Lrorten tu verschütten, Abbaib vor Raba mit acht Eiern. srT": *x sr*:r re Wenn auf der Welt Du keinen Freund mehr vast, Gewiß, rann ist daS Leben Dir zur Last. I (Thanitb.) Allgemeine Zeitung des^iudenibumS. No. 39. " Leitende Artikel: Der Wiederttntritk der Iubkn in. nie«. — Gaden für.die Armen in Jerusalem. — A«it> Nachrichten. Deutschland: aus Baiern, Meiningen. Pk. BMin. Pasewalk. Lesterreichischer Kaiserflaat: Wien. Wk». Türkei: (ronstanilnovel, Eonstantinorel. — Literarische Rachrichte»: Mancheüer. Leivtig. Magdeburg. JC^ 3» heziebe» durch jedes Postamt unk jede Buchband« lang. Jährlich 3 Tbaler. vierieljäbrig '/. Tbaler. Bera,i»ortljcher Redactenr: G. Wtnthvld. rr-!' io — Druck »oo fllffpnlfr Ssirkr it fttrMR-

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