Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 2 (1854-1855)
- Issue
- 2 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 2)
- Language
- German
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reorganistrr harr,, t ganrjWe gleicherweise »rtt israelitisch»» LultuS, in »ew »r I urch rin Decret vom 17. Mir; 1808 die Entscheidungen erhob. Mt n kann thumvon diesem ner wird unsren Quellen se a. Am 3(. Mai welchem zu n 15»-* Notabe'ln g wählt, sollten. An 26. stiruirre st- Furrado zum Pr Summensapimler. deö großen Sanhedrinzu Gesetzm vobl die neuere Geschichte de- Juden« Im herdariren, und um so Willkommiesern folgende Darstellung nach den 806 erließ Napoleon ein Teeret, nach uli 74 Deputirte der Juden, von den n Pansich einstnden und versammeln uli im „Sradthause" in Paricon«: di« Deln'ammlnng durch die Wahl de- Adr. glerung, tnjer we cher Si trachten, zegcn welche äsidenlest zweier Secretäre und dreier Es beenden sich 14 Rabbinen unter ihnen, z. i Cracc ria aud Venedig, Carmi. austteagio, ferner Eol gna, D pid Ziä-beimer au- Skmßburg, Deutz »uS Koble z u. f. f. Tid Herren Molo, PortaliS und Pasguier raren z Commissarien des Staateernannt. Mole rede e die P ri'ammlung in dieser Eigenschaft in der zweiten S» mng an 29. Auli an, und beben wir folgende Stellen au! seiner Rede hervor: 7 ,.Zusa> rmenbrrt ien von den äußerste« Grenzen dieses weilen Rehes, ist Keiner! unter Ihnen, ksr den Gegen« stand, uu> dessen» üllen Se. Maiestgt Sie vereinigt hat, nicht kennt .' Das Benagen Mehrerer 'Ihrer Alaubensgenoffen H Älagt 1 bervotgerusen. welche begründet gefunden wr tden. S er Kaiser will Sie über 'die Mittel, daS Uebel zu heile», hören. Sie werden fühlen, welch' hohe Aufg >be Ibnc r anver^raut ist. Hern paven, die Re« leben, als eine Macht zu beie -sich zu vrrthchjeigrn haben, werken Se nur k iran deiken. sie aiuruklaren, ihr beizustebdch im tas 8ure al^szutühren,. welcheste beabsichkigt, und 0 zu reizen, ka^ Sie sich nicht von den ande» ren Mens-en abso idcrn." „Die besetze, wclchd den Bekrnnern Ihrer Religion «rueerlegr t 'orten, stnd in allen Landernsehr verschieden. Cft bat ff daS Z ileresse ^es Augenblicks 'tielirl. Aber so.'wie diche Verse lnmlurzgj kein Beispiel in der Geschichte des Christ ntbums hat, -ss werden Sie zun» ersten Male gerecht br ertbeilr werden.' Se. Majestät will, daß Sie Franzosen seien: -e ist an Ihnen, riesen Turf anrunebmen. Se. Maje >ar will daß Sie die größte Freiheit ln Ihren Berarbnng n genie ien solle t. Je nachdem Ihre Antworten aut di Ihnen vorgeleaten Kragen abgemßk sein werden, wir» Ihr--4 eäsident ne uns mittbeilep. WaS unS trifft, so ist unir eiftigst r-Wunsch, dem Kaiser sagen $u könneii, dcß er un er seiner Unterrbanen reu'der jüdischen Religion : ur treu Untenbrnen zähle-, entschlossen, stch in Allem re; Gesetz n ium rer Mora! anzuordnen, welche alle Kram escn berstgen und üben müssen." — Tarapf k verlas er die 12 Kragen, weiche der Versammlung zur * . Beantwor ung vor zelegr würden. Der ilrästrenk Funadü antwortete mit einer Rede, auwelch r wir s lgende stelle betonen: Dolmetscher der Gefühle, reiche d rse Dersautmlüng beseelm^ muß' ich Ihnen im 9 auien. Älter sagen, auö denen fie besteht; daß, alS Se.! Majestät ftschloffey, unin seiner Hauptstadt zu versammeln, um frfrt der' Ermllung seiner großherzigen Abstchten bebülstiä unau-srre blichen zu sein,' wir diese Gelegenheit mir einer reude al|B ein Mittel, mehr aleinen Jrrtbum zu zerstreuen und viele Dorurrheile zu beseitigen, angesehen haben." Man ernannte sofort eine Commission von 12 Mit>« gliedern, um die Antworten vprzubereitm. Diese bestand auden Rabbinen Berr, Jsaac Berr und David Zin-Heimer und zwölf Laien. In der dritten Sitzung am 4. August di«- cutirte und nahm die Versammlung an die Antworten auf die drei ersten Fragen und die Einleitungserklärung und so weiter. Sie wurden einstimmig oder fast einstimmig angenommen. Wir geben aber hier die Antworten nicht, da die Versammlung bald, durch eine von noch größerm Gewicht ersetzt werden sollte. Denn am 17. September erschienen die Herren Mole, Portalis und PaSquier in ihrer sechsten Sitzung, und Mole hielt eine Rede, auß der wir Folgende--mittheilen: „Se. Majestät har mit Befriedigung Ihre Antworten entgcgengenommen, und unbeauftragt, zu erklären, daß der Geist, der ste dietirt hat, seinen ganzen Beifall Hobe. Wer sollte auch nicht von Erstaunen ergriffen sein bei dem Anblick dieser Versammlung aufgeklärter Männer, gewählt aus den Abkömmlingen deS ältesten Volkes der Erde? Die Juden, niedergedrückt von der Verachtung der Völker und oft von der Habsucht der Herrscher, stnd noch niemals mit Ge» rcchkigkeit behandelt worden. Ihre Sitten und Gebräuche isolirten ste von der Gesellschaft, welche ihrerseits ne zurückwies: ne haben nicht aufgebön, die Unordnungen und die Fehler, welche ma^i ihnen vorwirst, den erniedrigenden Gesetzen ^uzuschreiben, die man ihnen austegte. Ter Kaiser will, daß keine Entschuldigung denen bleiben soll, welche nicht-Bürger würden; ‘fr sichert Ihnen vke freie Uebung Ihrer Religion und den vollen Genuß Ihrer politischen Rechte zu; aber dafür verlangt er eine religiöse Bürgschaft der vollständigen Beobachtung der in Ihren Antworten ausgesprochenen Grundsätze. Die Versammlung, wie ste hier zusammengesetzt ist, bietrt ihm diese Bürgschaft nicht dar; diese Antworten müssen in Entscheidungen durch eine Versammlung von einer noch imponirendern und religiösern Form verhandelt werdein, daß ste dem Talmud an die^Seite gesetzt werden und fn den Augen der Juden aller Völker und aller Jabrhustderte die größtmöglichste Autorität erlangen können. Se. Majestät will daher, zurückgehend biö zum großen Semhedrin, diesejetzt zusammenberusen. 'Daher, nach dem alten Brauche soll das große Sanhedrin au- 70 Mitgliedern, ohne den Vorsitzenden zu zählen, bestehen; zwei Drittel-seien Rabbinen, daandre Drittel soll diese Versammlung aus ihrem Schövße in geheimer Abstimmung erwählen. Diese Versammlung selbst soll so lange bestehen bleiben, bis das Sanhedrin sein Werk vollbracht hat. und mittlerweile eine Commission von 9 Mitgliedern ernennen. die Alles für das Sanhedrin vorbereiten soll.. Wir laden Eie rin, auch ohne Aufschub die Zusammenberuftmg deS großen Eanhedrins allen Svnagogen Europa - an«» zeigen', damit diese 'Abgeordnete nach Paris senden neu." Furtado antwortete in einer sehr beredten, bftstimmenden Rede. ' Die Versammlung wählte nun die neun Mitglieder der Commisüon, und zwar drei italienische, drei deutsche und drei portugiesische Juden, al-dann die 25 Laien, welche an dem großen Sanhedrin Tbeil nehmen sollten. In der Sitzung am 15. December kam unter Anderm auch eine t