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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 1 (1854) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
1 (1854)
Date
1854-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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/( r Älgtt. u Zur ' Relehrung und AnterhaNung auf Rischem T HerauSgegeben von 1 1 C ' . .! Rabbiner Dr. Ludwig Philippso» in Magdekirq. fNo. 1. 1854.] Bon tUfrr Btilfdrift «rid-fim »Wtmlid' nitr Wumaxr. $«11 trl^hr. flatift# 1 BirrtkljSdrig 7'/, War. ft(U fmHuntrunarn,, %'rftoMitr unf 3»itung#trr<Mirnfn titbrnrn •‘rfltliup^rn an. <k I ete. kg. I.CnartoL] An die Gemeindevorstände und die Gemeinden selbst. }/ Schon in. No. 29. d. .Bl. sprach jrin Corpesponvent eine dringende Mahnung kaliin and, j daß eS eine der ersten Pflichten jedes, GemeinbevorstandtS sei, sofort die Svnagogc, Schule, kurz alle Baulichkeiten det Gemeinte, angemessen gegen FeuerSgefahr zu aff.cluriren. Trotz dem dieso einleuchtend ist. rznd di, kosten so unbedeutend, so scheint man an vielen Orten doch ndch iticht^klüger geworden zu sein — denn, namentlich im Letzten Pierteljabre felgten stch die sogenannten Brandbriife der Gemeinden wieder in erschreckender Weise! Wir halten es daher für unsre Pstchl, noch einmal aur diesen Gegenstand zurückziikommen. ich babe mir einem Abgebrannt trnn wo man einem Nebel so leicht, pser, Vorbeugen kann,, da ist es meh enzt eö an Krrvcl, wenn man es u» meinde sollte ibren Vorstand das lich machen, 'daß ihre Gebäude miraffecurirt werden. Aber auch jeder Einzelne, u»v wenn r noch so arm ist, bar es sich selbst zuzuschreiben, wenn e Brand verlustig gehr. Meine Domestilen sind mir je 50 Ich gestehe offen, : n kein Mitleid. ( mit so geringem | ale Leichtsinn, da > erläßt. Jede Ge^. ür vera ntw ort- Lagen^ und Verbältnissen zu b^ob^lkn. Einsts stand' Israel hoch und erhaben.,' d'qnn sank^ tirf^ en >lich erhob es sich wieder. 'Wik'reibe» aus dies^ drei Stellungen hier drei Scenen an einander, vic nicht ^>vr a t sich An»— teresse haben, sonder» gerade dnrst ihr Neheim tnderstebm r ergreifen, obgleich tbeillch jwjfchei, der ersten^ nd zweiten ' zwölf Jabr^ündeTde, zwischen der zwesiten snh dritten, sechs Jahrhunderte lagen. - . > Toch noch eine Bcmerkuü/jm Voraus. 4N« Uebel der Aerga^gelcheir'stutz, fängst pkFgeffen. aber >'e der Gegenwart bat San noch zptragen.. .Daher si leicht der Wahn, baß d)'k vergangene Zeit die bessere g t'esen. ES gikbt'Menschen. die .das, Mitttlaller zu lieben l'ngen? Es giebt Juden, welche die 'Eiviliscmo» verchüns r" - ^E>er sftrwähr! ße^ sollten vielmehr täglich die g V'$* ®®r* seh.nng dankba^erehreu,- baß. ste uns gna! t] M wärmenden .Lichtglanz ^er. Gesittung mnv Pjl^rmg hw» winde« lassen Wenn Ihr dies zrichr glatzbel, so'leset ti> Scene, die hier, ätt Euch^ verübergdführt wird l seiner Habe durch . und bezahlen dar kann Zeder lbllul i so unbekannt mit, wüßten, daß und Tblr. für ibr Bischen Wäsche assecurir für das Jahr 5 oder 6 Sqr. Tai Unsere Glaubensgenossen sind nirgends den Verhältnissen, als daß ste nicht wie man sich zu assecuriren habe. Hierzu komvit, daß in der Thal mit ver allgemeinen Wohltbgtigkeü sparsam umgegangen werde» muß. als daß ihr^ Drittel leichtsinnig! und unnölhiger Weise verbraucht würden. Wir Juten sind > de, Bischen Mittel der viel zu bedürftig, um nicht höchst förgssm damit umzugehen. I Vereinigen wir unS also. Äbzebränoren nichlS mehr zu reichen, da den üblen Folgen hier ifo leicht vorgebeugt werden kann. Bemühen wir uns ab,!: auch, Gemeinden und Einzelne immerfort daran zu mahnen, ihre Habe jä ', assecuriren! '! Drei Dcenen aus langst-, lang- und jüngstvergangener Zejt. Israel .zählt viele Jahre. Die Strömung der Zeit geht nicht/nur rasch, sondern auch stqrk und tief. Wer! lang lebt, kann viel erfahren, und ni^ts ist intereffanret, j als ei^r» und denselben Gegenstand in den verschiedensten per Linzug drs Kohcnptikstcctz zmn Vrrf hnvngstazr . ' in den T^iupplzu ^crafchala^i« tersetzen wir uns^m.sdnx'Taye. der Bor eit, in wel uf der Höhe.vonMvrijÄh noch die g »lvenen Zinnen heS Tempels'glünzteu.: in wachen noch an der Stätte, an welcher zuerst .tfuf diesem Exvenrtznd der E nig-Einzige, der unkörperlich,, ^wige ÄK, -Schöpfer deS -! »immels und der Erden. angeb?k" wurhei^Kfeb aut dem Altäre dargebrachr wurden, Nichts^,wurdo erhabener jrfeirrt,_ald der Tag der Verfödmnrg Schon, »er- Einzug»^ deS Hohenpriesters war 4thäben>über all/.M ß?n. ^Glük^^d licher Weise ist ÜnS das Zengnisi eineS R »merS, der 5« Brief eines'in- Jetufchglajim'sich' besindehden römlschev Senators nach Rtzm erhaltenworden,! io welchem dieser Einzug folgendermaßeN'-beschtrieben 'wstd. Siehe« Tage.vor.^dem -VerÄbnnngStstge ff) ^arey m d,S Hobenpriesters' Haufe ghld/t^e Sessel mied wgfstellr, für das Oberhaupt der geistlisten Behörde, den Fürsten, den Oberanführer der Priester und'für Dk> Jtöniaußerdem aber fiebenzig silberne Stühle fürhst ^ßeqenzi z Senatoren. Hatten sich diese nun eingefundeiz, "sp 'erhsob sich der älteste Priester und redete dcn-.Hvhenpmestrr' ve gender' Werse an; -„Bedenk^ vor Mm Hn erwäge, daß Du, wenn Du die Andacht f •) vgl. Mischn^Joma i. A.

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