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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 49 (1854) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
49 (1854)
Date
1854-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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35c(cf)ruiifl und An Rabbiner Bokksvlatt Zur * j lerhallung tuif jüdischem AeKiele. h , Herau-gegeben von Dr. Ludwig Philippson.in Magdeburg. sBi'n kitstr Zeit sNo. 4S. 18345 d\rift rritheiuf R-in+rntlirtnur Mnirmrr.Umreit ttt?ods äiimeljohrift T1/, Wat. SDe r>Aikt-hAnr«ui>i,r,i. ^ovSmte^ [ 1. 4* Q^lIOrttLI Ztilungt»r«»!rir«rn nehmen •‘cBtButafirij an. 1 ' ** J Die jüdischen Gittenlchrer de^t Mittelalters. 3 A u s dem Buche der F gegründet von R. Jehuda b. Samuel a> o m tn f n, s R genSburg. Auch der Frommst^ hat keinen Ansprtch an göttliche ihren, er kann Belohnung, und lebte' er Tausende von I auch nicht ,d,e.kleinste' der vielen Wvi^lLaten vergelten, die ihm Gott erzeigt. Darum diene Hiemanv seinem Schöpfer wegen des zu hoffenden Paradies reiner Liebe zu ihm und zu seinem Gebot .. _... samkeit schäme inan sich vor^^lott, wie m^n vor Menschen sich des Bösen schämen würde', und laste sein Leben für ihn, daß wir nicht geringer seien als die auf Geheiß in den Krieg ziehenden Söldlinge. Auf das unsere Seele vollkommen werde, müssen wir Leiden und Schmerzen lra. gen; nie dürfen wir verleugnen wollen, vaß wir Juden 'sind. — ' Täusche Niemandeis absichtlich durch Deine Handlungen.- auch keinen Nichtjuden;' sei nicht zänkisch gegen die Leute, weß Glaubensie sein. Handle el rlich in Deinem Geschäfte; erzähle ni^t, daß man Dir eine Maare für^ diesen oder jenen PreiS habe abkaufen w> llen; wenn es nicht wahr ist; mache nicht Miene zum Deikaufeü, wenn eS Dir sein Ernst ist Solche.Dinge sind eines Israeliten unwürdig. Kommt eiy Jude oder ein Ni htjuve und will Geld-von.^ir geliehen haben, und Du vagst nickt, weil Ä)u an de/ Wiederbezahlung zweifelst, so sage nicht, Du -habest keli^ Geld. —* Wenn Zwischen Ju >en und Nichtjuden ein Vertrag zu gegenseitigem'Beistände abgeschlossen word'n, müssen Erstere Beistand leisten.^ivenn Letztere ibr-r Verpflichtung Nachkommen. Will eist Jude einen Nihkjuben tobten, dieser aber nicht jenen,!, müssen wir dem Nichljuden bei» stehen. Man soll Niemandem Unrecht th rn, auch nicht anderen Glaubensgenossen An dem Vera ögcn derer, die die Arbeiter drücken, gestohlene Sachen kaufen, und zu ihrem HauSgerLche heidnische Zierrathen halten, ist kein Segen, sie oder ihre Kinder gehen dessen.verlustig. Ja dem Verkehr mit Rich juden befleißige Dich derselben Res» lichkeit als mit Juden, mache den Nichtjüden auf seinen Jrrthum aufmerksam, und besser Du lebst von Almosen, als daß Du, zur Scho achtes JudenthumS und veS jü- . difchen Namens mit fttmdem Gelde-chsvo^stäafst. Holt der Nichtjude sich bei j>ir Rath, fo faflej ihm, wer an dem One, wobin er sich begiebt. redlich ind wer e» Betrüger ist, Siehst Du einen fremden Glaubensgenossen eine Süiipe begehen, so hintertreibe sie. wenn Du die Macht dazu hast, und sei der Prophet Jona hierin Dem Vorbild. glichet ein -Mörder zu Dir, - to gewähre ihm keinen Schutz, auch wenn cs ein Jude ist, begegnet Dir aber aus schmalem schlechtem Wege ein Lästtragender, so maLe^ihm Platz, auch wenn eS kein Jude ist. Einem die natürlichen'(Noachid'nchen) Gebote haltenden Nichtjuden gicb zurück, wa.s er verloren, "halte ihn mehr in Ehren, als den die göttliche Lehre vernachlässigenden Israeliten. Uebrigsns sind an den meisten Lorten die Juden in ihren Sitteff den Christen ähnlich. (Sorlietzuiia felgt.) Die wunderbare Rettung. lvine jüdifckr S-Age.) von Benedict Haufe, Israel.' Lehrer ist Veukirchen (K«rbessen.) 1..' - ' In einer siux sehr mittelmäßig.fruchtb wen Gegend deS RhöngebirgrS lebte vor langen Jährtn^il-. einem kleinen, an einem Behgesabhange belegenen Dorfie R. Kalmanv, ein wegen seiner Frömmigkeit sowohl, alS^auch seiner mit' Wohlrhätigkeit gepaarten Wohlhabenheit wegen, bei'feinen in der Umgegend, wohnenden Glaubensgenossen in bestem Ansehen stehender Jude.. Auch bei den christlichen Einwohnern seines Dorfes, in welchem übrigens noch einige jüdische Famiiijen^thr Domicil.hatten, wap der.harmlose, gegen Jedermann freundliche und gefällige Mann, wohlgelittem^ Viele derselben fanden zudem bei ihm fast täglich Verdienst, dü er einen auSgebreit-ien Viehhandel betrieb, be. welchem er oft der "Boten und Gchülfea bedurfte. Dieses war besonders mit' dem nächsten Nachbarn, -dem „langen stkartinder Fall',, der nicht nur Tag für Tag von ihm bald'alS Bote, bald zck anderem Dienste ver-' wendet wurde, während dessen Frau, Margaretha, atT „SchabbeSaragd" im Hause ihres-jüdischen Nachbarn Zutritt unv Verdienst hatte;, sondern der auch ohnedies noch manche Beweise jüdischer ^Wohlthätigkeit! auS dem Hause deS R. Kälmann erhielt .und mitseiner! zahlreichen Familie ganz von demselben, lebte. Selten wurde' bei Kalmann eine Mahlzeit beendet, ohne daß dem, „langen Marlin," oder der „SchabbeSmagd" einige fette tteüerrrste für sie und ihre Kinder zu Theil wurde, und manches Stück, ja manche- Laib Brov, rcanbertr in theuerea Zei-

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