Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 48 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ISS die sich apch'auf Jede dem hier Ob auch niffen allfgewach mungSkra 1 und ner «ei, jüdische E esonderh gebt imniftmebi lick die irufüliili u6 religiöse Gebiet ausgedehnt hat, seiteine individuelle Freiheit gerett« wurde. Stande denken, ' erschwin )aß Per nach me »reren. in festen bürgeckicken Derbält-' nen Generttionen dies« Selbstbestimi we^olgen aufhören wird? Nach mei» ung wii d sie blos aufbörm, eine einigermaßen ik zu sein; denn — die nicktjüdiscke Welt mf viesekbe Stimmung ein, je meb.r näm. ' de Sonderung kastenartiger Zünfte und >et und je mehr auch -die. Christen Haran Eingang der Religionslepre nickt heißt: riester und Docloren, sondern: Vernimm Dernebrr t ihr; Israel' Ich dließe. l ch'habe mich bemüht, bei' meinsm Thema zu bleib n, näm ich bei der Untersuchung über dea Cba° rakter^r er jüki den 'Nativn im Ganzen. Obne Zweifel bin ick rnbewus: davon abgewichen, und habe ManckeS einsiieße Innen, was nur die Juden betriff^ zu denen ich. selb t gehör und zu denen dieses PolkSblatt redet. brr nur absicktloS-un? der gütige Leser Dies c:sckab nttfdiYc: ügen. wirr ti (*ir! Anrwor Nummei, erfolge tt. auf kiesen Artikel wird in einer ter nächsten Die Rjdaetion. Anfragen unb Antworten. 42 M. Sp. in B. Ich bjn im Hebräischen noch nickt fi bt besät igt. und getraue mich n,^l. erucn Schiur 'zu halt m.' Gic tt es. eine Ueberi'cyung des Schulchan Aruck "und R tschüs z >r Thorab, daß ick'die Licken durch eicjencn F eiß auSi illen könnte? . Ai lworr. Bon Nascht zur Thorah giebl.es eine Uebers yung, )ie allerdings nicht ganz wörtlich äst. von L opold 2 tzkcs, bei M. I. Landaif In Prag 1833-1838 erauSiekönuuen,. Pom Schufckan Aruch ist ein auszi glicht Bearb.nrung. freilich fehlerbaft und voll Kebäffigk 'iren, von H. G. 8'. L-öw«. Hamburg 1837--1^40 erschienen. Zum Sckiur-H.lr.n kann wohl nichtS Nützlich, reS als unser Bibelwerk empfohlen, werden, wo l ei den meisten Stellen die Ansichten »er Mephor« schim und'Er geten angeführt sind. 4». M. n C. Wie kömmt eo.. daß der Jude vermögelseines! ieickthums stolz ist gegen' seine -Glaubens« genomen? Ir > bitte, halten Sie die Beantwortung dieser Frag« nickt fi r unwürdig, da diese traurige Erscheinung, nanie ltlich au dem Lande, manche.trübe Folgen dar.-^- 2 nkwori. Vor Allem' möchte ich, bezweifeln, daß der stolz a> f Reichthum unter den Jude» größer und haust;er sei, tt nutet allen anderen Menschen. So weit mein Erfahr rng geht, ist überall der Geldsack eine tüchtige Interlag für die Hoffan. Allerdings ist nicht zu verke inen, da« bei Unseren Glaubensgenossen talmudisches -Wiff n und Geld viele ZahrhuodeNe die beiden.einzigen Que len des Ansehens, Geld sogar die einzige Quelle der Mac! t nach «ußen war, so daß e» nicht zu verwundern. vffitz »er « Jüd ,.RÜ, 8» er will i Jfflder, satt Bit geschloggeu." — .Mie so da»?" ftagte watt geschlogge»-»« «e »it tüht »» her Got, der obbe». »ü, aso rühr der Jüd »a» do will hobbrn er »it geschloggen, «ater nischt." « en wenn dieses selbe Geld ein wenig allzusehr geliebkos't ward. Jnveß soll Ihre Frage vielleicht einen andern Sinn haben, nämlich: warum der reiche Jude gerade gegen seine Glaubensgenossen stolz zu sein pflegt, wahrend er gegen ärmere Christen zuvorkommend ist? Und diese Frage ist nicht ganz obne. Denn so ist eS. namentlich auf. dem Lande, allerdings häufig. Dies findet aber seine Erklärung darin.-daß der Jude überhaupt noch immer so außerordentlich vielen Wertb aus den'Umgang mir, oder auch nur auf die Freundlichkeit von Christen legt, selbst wenn diese nicht gleichen Slandeö sind. Andrerseits vergessen wir nicht, daß. wenn der reicke Jude stolz ist. der ärmere Jude bockfahrend ist und gar keine Gliederung anerkennt, daß demnach der reiche Jude dem letztem oft stolz erscheint, wo dies bei anderen Rcligionsgenoffen noch lange nicht so ausgelegt würde. — — Bei allem Deutt ist eS bei Weitem weniger wichtig, die Erklärung zu finden. als -die Frage zu beantworten: wie wird'S besser? Und da könnten wir nichts Anderes sagen, alS: je mehs die Au?nahmSverdälmiffe der Juden sich a-plauiren, desto mehr werken derartige Auswüchse schwinden — und — . besser ist es schon um Vieles geworden, das weiß Der, welcher schon ein wenig weiter im Leben ist. Nur — nimm's kaltblütig! -- UntcrhaltungS - Pillen. «on?. St. IN 4‘. Ein"Räbbiner entschied einen Rechtsfall und stieß dabei au? Einspruch.von Seiten eines Privargelehrten. Der Rabbiner ermahnte denselben schriftlich darüber, daß er sich unterstehe. einem bereitgefällten Urrbeile eines kompetenten Richters nachzugrübeln und Bedenklichkeiten vorzubrin- ^etr, daß er dadurch nur seine Unwissenheit' verralhe, indem cS im Talmuv' R. Hafch. 25. 2. heißt, daß nns' zu seiner Zeit galt (als Richter) so viel wie barra in seipen Tagen. Der Privatgclebrte erwiederle, daß bereits erhaltene Befähigung als Richter die Möglichkeit, eines Jrrlhums nicht aussckließe; daß. wenn tx sich in seinen Gegenbemerkungen gckrrt, der Rabbiner'sich herablaffen möge, deren Grundlosigkeit nachzuweisen, und ihn eine- Besseren zu belebren; besagte Stelle im Talmud sei ihm wohl bekannt, allein eS fällt ihm dabei ein: *03 — ’?-ra -'X „Sie lesen ja Zeitung, mein Herr, waS ist NeueS?" — „150,000 find gefallen bei...— „Bei wem? ich bitte, bei den Türken, oder bei dessen Russen?" — „Ach bewahre^- bei Seeger in, Berlin." Allgemeine Zeitung de» Jubeuthum». Ro. 33. » Zeitungsnachrichten. Deutschland: Hamburg, Fulda. Dresde». Preußen: Berlin, von der Warthe, an» der Provinz Pose». Oesterretchischer Kaiserstaat: an« Mahren, an» Mähren, Wien. Frankreich: Pari». Rußland und Polen: Warschau. — Abhauvl»»« gen verschiedenen Inhalt»: Eia Fragment aör Luzzatto'I „Dogmatik", übersetzt von vr. Igel. — Auszüge. Die Inden in Eoustaatiuoprl. Aus Moriz Hartman»'» Frühlmgsbriefeu aus Eon« stautinopel. J&ST Zn beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhaud, laug. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig */« Thaler. . Lerrnttvottlicher Redacteur: G Wienhvld. Brtli« »OB v4U»,»rtB«k^« »UckvantlUB, i> Lri»ii,. — Druck ,0U »lerauver Siede in