Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 43 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches Volksblatt .Zur 'Relehrung und Antkrhattutzg auf jüdischem gebiete Herau-gegebm von Rabbiner vr. Ludwig Philippsou in Magdeburg. rjn . ia 109 1 1 ä^n Mefrr ■Wvd'riA eri<Mnt n-«frnUli(l'iom Summer.. freil tri?a6r» r-f C* L j « m* , , IvfO« 4o* lo«>4. I aal'ü-' 1 riÄ7 «iefierjädr'S 7'/, St»r. «Ile fmrdantlun««,. «eftäir.iei I Jöhf j 4-vQßIIflnÄL I - *- ■* und Zeijung>txredii«>nen nrtiitn fffr<nui!«fs an. \ Das achtundzwanzigfte Kapitel des Jjob. ,Leser. Du sprichst zu mir: „Ich verlange nach einem großen Worten nach einem feierlich großen Worte, vast riese- Won mir ein Felsen weide, darauf sicher zu steben in alt* dem Gewüble, in all' )em Drange der Meinungen uns Ansichien!" ^ch fasse Deine Hanv und' führe Dich. ' Du möchtest ein großes, ewiges Wort. Deiner Seele zurLmchte. Deinem Gemütbe zum Stabe. Deinen« Herzen :um Tröste? Wo willst Du dafinden? 'Allein da, wo Tu es suchen solltest — ach. unv wo 2br es jetzt so seltei suchet — ^'ier ist die ewige Schrift DeineS-Ztamines. Jnd». ^lnv in ibr ein uiierschöpsiichcr Fundorr — bas Buch Jjob. Siebe, ich schlag' eS Dir auf für D'in Derlan gen. Stillt Horche. Vernimm den Schluß des rstenTbeils diefcS Buckes,,das achlunvzwanzigste Kapitel. .Es lautet: 1. Einen Fundort hat das Silber, eine Stätte das Gold, vaman läutert]; 2. Eisen wird drm Stältb entbolt. Stein zu Kupfer geschmolzen:», 3. Ende wird der FinflevnkH gesetzt, bis zur äußersten Grenze erforscht vaS Gestein des TnnkelS und deS Tod sschauenSs 4. Gänge bricht man. fern von Anqebör'gei;; von dem Fuß vergessen, bangen sie, fern vow Menschen wanken sie; 5. Erde, auS der Speise sprießt, drunten wird-sie umgewühlet wie vom steuere 6. Ibr Gestein i,st Zapphir'S Stätte. Goldstaub sein Gewinn 7. Aus der Bahn,, die nicht der Adler keniser, - nicht deS Geiers Aug' erspäht, 8. Nie beschritt das Raublhier sie. und nie streifte d'taak der Löwe. 9. An Granit legt mau die Hand, wühlet Berge von der Wurzel um; 10:1 Durch die Felsen öffnetman Kanäle, -und VaS Auge siebet alle Prackk, 11. AuS dem Träufelnden vereint man Stlome, find Verborgnes wird zu Aag gebracht. 12.. Doch die Weisbeir, wo ist sie zu finden? und wo ist der Ein sickr^Stätte? 13. Jbre Schätzung kennet nicht der Mensch, und im Land des Leben« ist sie nich zu finden. > 14 u I 1(. 17. 1? j* i 2( ' 21 |i I n. 2 ' 24. i 125.!*’r 2?: 28. Flmh spricht: nicht in mir ist sie Meer spricht: nicht bei st»r ist sie Gold wird tricht für sie gereicht. Silber nickt als Kaufpreis bargewogen; Nicht ,wi?gt Ovbip'S Gold sieauf. prächl'ger Schobam und Sappbir;! Nicht-nach Gold, und Glas wird »e geschätzt», nicht nach Golpgeräkh ibr Emlausci; ^- Der Korallen, de- Krvstails w rv nicht gedacht, über Perlen gebt Besitz der Weisleik; Nach Lop.-rs von Ensch nicht schätz: mau. sie, . reines Gold wiegt sie nickt-auf. Doch die S^eiZheit.-woher-Lomnil uns wo ist der. Einsicht Statte? Bor den Augen aller, Lebenden »clbohlen, ' **T« vor den Vögeln de- Himmelveri-orgen; Abgrund.und Tod, sie sprechen: mit unsren^ Ohren, hörten wir ihr jGerüchl! Gott kennt ihren Weg> Er weiß ihre Stätte! Denn zü den Säumen der .Erde stehet unter dem ganzen Himmel lin. Aler Gewicht dem Winde gab. - und dir Wasser pack Maßen gcord Da er Gesetz dem Regem gab. Bahn dem Wettersiradl: Ta'sah er ne unv maß sie ab, verwirklichte. erforschte sie — Unv zu dem Menschen sprach chg-u er. nn, er Sieb'! die Furcht des H-errn das Böse meiden, Einsicht! —* ist Wei lheit. Seit -uralter Zeit ist der Menschefigeist wie begierig so geschäftig, die Antwort zu erforschen auf seine Fragen, die Einsicht, zu erlangen in vas Wesen 'er Dinge Weisheit zu erwerSen, das heißt Erkenntniß vor Gott. .Welt und Mensch.. Aby all'.die einzelnen Geistir, die da j'r-. Men. kommet« zu anderen Antworten, unö all' l ie Zeiten in ihren Gesammtrichiungen gelang-n zu anvei e« Zielen, und was man gdantwort.t. wird nur Gegenfand'einer neuen Frage, uns jedes erreichte Zi'l zum Au lgangs? punkl einer neuen Bahn. Sebefi wir « PNis >haS j»äalT diesem Gewüblzuletzt immer wieder si b folgerte, i so war eS-^daS leidige,Eiiigkständniß: mit irijffn nichts; nur daß der Eine sagte."ich weiß «lein, daß ich nichts weiß;