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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 41 (1854) · p. Seite 164

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
41 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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blattein i richtigen Gie verpflick len mich ftage einer Imwon Ich bin nämlich und mache Nstern 5 Dingen Ihren Rath zu vernehmen, für ewig, wenn Tie auch meine Anfür werth Hallen. Primaner des diesigen GymnasiumvaS Abiturienkeneramen. Nnn entsteht die Fraze: Wel des Fach soll ich ergreifen? Zur Medicin besitze ich abso ur keine Neigung;'Luch legt,ein über. auS schwach s 'Auge ein entscheidendes V.io dagegen ein.' Zur IuriSp uden; f chle ich mich eher dingezoge». ja, ick schmeichle wir sogar 'als Redner eine recht glückliche Carriere mache, zu kö>!^n; doch mein mosaisches Oekennlniß verschließt o ir auch diese Laufbahn. Es bleibr Philologie und Philo,' pbie. üb ig. Das Studium der erstsren denke ich mir wo >l inkerc sank, doch der Stand bat seine Reize für mich, i :ür die Philosophie aber besitze ich einen brennenden Du st. und ras Studium derselben würde meinem Eifer 'ür 4 Zissensch. ften, glaube ich, reiche Nahrung bieten. Dock möchl' ich di« i Srudjum nicht als Brodtpiffenschaft betreiben, ondern ack rer Vollendung desselben, mich an einer Buck ich' besitze 3000 2 ha Was Gr ist mir verwachsen verwerfen Rakhes so rubige ich stetsvon ES fr. t andlpng tämlich er. tjalren S meinen gr stch stukiren u id Buch nicht, unq welch - greifru hä^le? dies nicht Dünkel den- Wlsieirschafken kann ich mir das e, geebriester Herp.-von viesfm Plane? . Ideen, mit'meiner Pbanrasii sol völlig daß io ihn nur mit rem größten Schmerze ahe. U tt» dennoch bin ich eines verständigen kedürfti! Im Vernauen auf Ihre Güte bekinigerm lßen mein Gemüth, das seit langer Zeit i ent Ged xnfen an die Zukurm bewegt wird. tstfo nur. ob jener Plan. Philosophie zu ärtffler zu werden, Cbimäre ist oder Tkudiuui ich. im elfteren Ffllle zu et; Djtnn stuvireu will ich jedenfalls es ist c-Z ist wahre-, aufrichtige,Neigung zu uur in eifern wissenschaftlichen Leben löchste, wahrste Glück denke«. )< i Antn des Beruf - kennt, weil ich ' kenne. L ^Händler n rief wisse wohl bez taler W Buchhan schüft. S Worten, j es, schon bu»g, ab Buchhanvhl Abiturien machen, stuviren, Philosophie Berufe n vrf. ( s zu ra ivril if er - - dre 2 tgend ie wollen erden. > fchaftlick eise. abe' rschaft einem estenung doch nu nach de guck ordn enerameNS tnv dar n l e icht a studir meh - chtS heibeiligen öder gar leihst eme kaufen; auner den Kosten für-.das, Studium ist schwer. Jemandem bei; der Wahl den,- ohne daß man seine Persönlichkeit unter diesem Vorbehalt dennoch thun. , liebe und ibre^ Schmerzen wohl! Philosophie ftudlren und bani^ Buchch gestehe, daß ich die Verbindung einer; tt Bildung mir dem BüLlhaudel gar . nicht gut die Verbindung iranscensennid ihrer fortwährenden Pssege mit dem . überaus praktischen unk nüchternen Geachtet würde ich Ihnen zustimmend am- . unter eine.r Bedingung, daß Eie, da; .Lage der jetzigen preußischen Tesetzge-! strerdaupt notwendig ist, daß Eie den j u tgSmäßig erlernen, "nach Abfolvirung veS S zuerst die Buchbändlerlehtjahre aberst Philosophie auf der Universität j r umgekehrt. Denn haben Sie erst so taugen Sie zu einem so praktischen wohl aber wird sich nach den gedach-! ten Lehrjahren Herausstellen, ob Sie der tranftenbentalen Wissenschaft noch zugeneigt sein werden. 'Aber ich vermisse in Ihrer Aufzählung gänzlich vre Naturwissenschaften, und sehr ungern. Solche Geister, wie Sie scheinen, die einen Drang nach theoretischer und praktischer Seile gleichmäßig fühlen, paffen ganz fürdie Naturwissenschaften. Vielleicht ist Ihr Gymnasium noch EinS von jenen alteren, wo nuin von den Naturwissenschaften. ihrem Werthe, ihrer Begeisterung, ihrer Wirksamkeit noch gar keine Ahnung hat. Warum, wollen Sie z. B. nicht Chemie, mit dem Blick auf die PrariS, stukireu. um hernach eine chemische Fabrik, ein Droguengeschäft u. dgl. anzulegen? Ich gebe Ihnen dieS zu be-, denken. 36. M. E. in H. lÜngarnj Ist es erlaubt, oder in die künftige Bildung der Kinder gar.vorlheitt'ast eingreifend, die symbolischen Erzählungen-der Bibel, wie die mit dem Erkenniniß- und Lebensbaum, der Schlange rc. den Schülern als solche zu 'erklären, oder sie als Erzählung bewenden lassen? Antwort. Es wundert und von einem praktischen Lehrer, riese Frage so allgemein hiuzustellen. D^nn jedenfalls muß hier ein Unterschied mit Kindern zarten Alters <w:e 6 —12 Jahre» und erwachsenern ivon 12 Jahren und darüber» gemacht werden. Ersteren wäre es Unsinn, mit Symbolik und Allegorie zu kommen; man erzählt ihnen so .wie c» in der Schrift erzählt wird, möglichst nabe mit dem Bibelwort, und knüpft nur Morallehr?» daran, wie sie sich einfach daraus ergeben. Im Unterrichte mit der reifer» kann und soll eS nicht vermieden werden. über den inner» Gevankeninbalr sowohl als über die Form vek biblischen Erzählungen zu sprechen. Aber man hüte sich wobl, mit SchulauSvrücken aus der griechischen und römischen Literatur in daS Bibelwort täppisch hineinzugerathen, und da einen völlig nutzlosen Streit anzufachen. Im Bibelwort ist Faktisches und Symbolisches oder Allegorisches meist gemischt enthalten , und so ist auch die Erzählung vom Paradiese tbeils allegorisch, theilS faktisch zu vewken.'s. hierüber unser Bibelryerk Band I. E. 11 ff. Allgemeine Zeitnug des Judenthums. No. 26. Leitende Artikel: ' Zur jüdisch-orientalischen Frage (Schluß.) — Gaben für die Hülssbedürftigen in Jerusalem. — Zeitungsnachrichten. Deutschland: München. Wolfrabürtei. — Preußen: Berlin. — Lesterreichischer Kaiserstaai: Wien, Wien. Prag. Lemberg. — Die'Schweiz: Ober - liudingeu. — Nordamerika: Eincinali. Literarische Nachrichten:' AuS der Altmark. Svtrespondeazeu: Magdeburg. — Pariser Skizzen. Ul. u. IV. — Kopenhagen. Zn beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig Thaler. Verantwortlicher Redakteur: G. Wienhold. Serta* (*i V»»»«irnler'« Spai'banttunA ia ¥fiptij — Druck von Slexaadrr Siede in ¥etp<ij.

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