Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 40 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 2)
- Language
- German
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auf den Smmu rhcr tmigrflur^rn und. ich rrtl ji jtidrt turd' n*14i n Zsfa l mitien in rie 9£üftr qm? rfenen Augenblicke bol sich unS rir cs der Palme. 3» pittoreskesten Vorbang. vo schien kagbo rar. auc Breite»! prüfen, vre Freund, der Ebene besser schrie: ,,£o» di.,em »Vftgf 15S chausp sie dar. Her uns und dinier Gvanalbaumen und Pal» aui dem Abbang zwe e/nem en erer un« glichen Hüg 1 seine! ernen Hguier aus Erre, ebne lFenster. und Tach. st ne Eas ab. se ne Marabours und fei le MU uarns Im Hmterg, mdc d s Gemaltezeichne,e tie nie-. dergL-bende 3 oHii/'luritf re Iv und gelbe Streifen. unter welchen sich le Palw?n mir ibren schlanken Stamm?n und zierlichen Kr neu ab eichnctcü'. Am Eingänge der Oase' lagerte eine^ »nr.ssk a g>lan.ve K-n^n'ane: die Kau.elkreider schliefen, d.'n Kczf aui hen Rücken der knieend:nKameele gelegt, welche rierkich ras Alpbab känetcn. Schon batte der? ioucrrir. vo,: t.» Hobe-ffeineS Minarett lLbiumc), de Glaub gen sRusclnräniicr» zum Abe »dgcbet geiuscn.^'unl man r>»nabm uiüro nc:rer alL rat ferne Gebell der Hrnr<, w lche rie .'.,abi'cken Gelöste, de rachen. Nrbeiwal igi von der Majestät und?keubLit'. eireS solchen ÄnklickS, bewab ken wir beire ein ernste- SSwcigen und unstr G ist vaTt :ste sich in träume', eien. TU Trauntftfi rrt ein' rem b ißri, Klima timfttlid'c mit* g n»»sfer» nupfii eiinro'ncnkc ^'ach-, eine wählbarste Wobktknt..kine Abspannung, welche?orr die'ölarur rem leiste q wäbn. 'Alles »übrr abin. in diesem Lande: rie dustafschw ingerte Lauigkeit rer Lust, r: R-^nbe.k eines reichbesternte > Him; melö.-dir lestär re Pnanrenwelt. die lustig Vri rtf^feit der Bauten. cr-Anbl ck der Personen und Gewände selbst. Hch dielt mit >. von d v Einbilduna-krafk hingerissen^ einen Augenblick nlkt-n >n den ganzen Orient versetz». lch sab ror mir rie zanze bi ü'chr L'cli^ aufaerollt. uiik ibr-n Patriarchen und Prepb. en. ihren einfachen und rü genden Geschichten u id n un erbaren Berichten. Ich rübl e und verstand lxbb ster rie Schenbesten der heiligen Schi ist, ich erklärte nur e.chrcr d >ö Leben der Orientalen, ibre Tracht, ibre pbarttast stl-e Po sie. bis auf ibre unachtsamn und sekierbasterr Z illen. . urücklebrrnd :u den Könen '} irika's. räbl:e mein (i.ist rerschiedenen Völker «ich avJ. welch/ den Boden 'Ngerieno betrerlii baden, die Sstwiid r. die Römer, rie kaudalen die Araber und endlich rie Frau« rose», lerrn \ errschast sich so schnell uaä< Süden aui breitet.» und welche r> - Bors,! „na vielleicht bestimmt, eiu-l Tages unsre Eivilisa ion in ie entfernten und nocd unbg anniell Regionen des mneni -lstika s zu nagen.- \ Hier war id> in r einen Träumereien. als ich^ gleich maunn Freun:e, plötz fr durch ein Jammern und ersticktes Seufzen gene' r wart, das em Abendn»stir zu unterst Obre brachte und vo > einem iwa» fernen Orte zu kommen schien. Aufgeregt, all beide. >nrch den Wunsch, einem Unglücklichen zu belfen "erbobe wir unS alSbald. um dcnlKlage» tönen zu Lange genug schritten wir in der Wüste bin, indem wir nu r biswei en anbielren . um die Richtungzu?ir zu tebmen bärten. Endlich rief mein ein Sar tbügxlchen erstiegen batte, ttm die u übers den. mich plötzlich berbei, in^dem er n heran zu mi» und Du wirst die ^Ursache dessen erfabm, waS t ii gehört." — „Du siehst^' fuhr er f»rt. alt ich bei ihn war, „diese langen Reihten «on Steinen, welche'sich re hts, links und längs dieser iSauvbergeausdeh len? G t. dasind ebenso viele Gottesäcker, die kleinste und entfernteste, die wir" hier «titen gewahren, genlde ror unS, ist rer GatteSacker der Juden, und von diesem kanttne» die Töne, die unS hierher geführt ha^ beni" — Ich wußte wob!, daß es zu Lagbouat Israeliten gebe, aber ich hatte bis dabin noch keinen meiner Glau- .benSgenoffen gesehen. Ich batte mir vorgenommen.— ihre > Bekannlschast zu machen, aber ick hoffte nicht ihre Gräber l ju besuchen, ebe ich ihre Häuser gesehen. Ich eilte übri« genvon dem Hügel hinab, um mich den Gottesäckern zu naher«. Ich sah alSdanN vor mir lange Reihen unregel-! m^iger Sreirw sich debnen, die senkrecht in den Boden > gehstanzt waren. Sie erinnerten, durch fast gleiche Höhe.! anl die alten Druidensteine. die inan so ost noch in g,. i wissen Ebenen Frankreichs sieht,, und bei dem ungewissen j Schein der Dämmerung glichen ne Legionen von Gespen- Ter Gottesacker der Israeliten ist wenig oerschieden > rotz dem der Araber. Er ist frei von jeder Einzäunu>lg. zu ^äupten jedes Grabes ist ein dicker, weder geschnütei nei. noch behauener Stein, der dem Zufall nach in der Wüste ausgenommen worden, und geiröbulich 'den Namen j des Verstorbenen in grob gezeichneten hebräischen Ebiffren! tragt, ausgestellt. Die Gräber sind nicht sebr tief, und eine schoiale Erddecke trennt die einfach in ein Leintuch ot^r einen Burnus eingrbüllten Todten vom Licktte. welche bald unter einem so trocknen und brennenden Sande in wachre Mumien verwandelt werten. -Nichtist düsterer 'alS der Anblick eine- Gottesackerin der Wüste, der mit feiner einförmigen und matten Färbung, fernem weißen Sande, seinen trocknen und verwelkten Kramern, einen» unermeßlichen Leichnam gleicht; nichts giebt eine deutlichere Vorstellung van dem Nichts dieser Welt, nichts spricht beredter vom N>re und macht ihn furchtbarer. In Europa sind die Gottesäcker., trotz ihren Evpreffen und Tbranenweidrn, oder vielleicht durch diese, Garte». wo diL'Seele Rübe bar. sich zu sammeln; der wahre Kirchboi nnter sich nur in der Wüste. Indes: ließen sich die Thranen und Seufzer, die unS ».'6 tiefen traurigen Orlen gezogen, weiter bören. Es war unS nun klar, daß irgend ein unglücklicher Israelit, betrübt ^urch den Verlust eine- Verwapdten oder Freunde-, gekommen war, m der Einsamkeit die Schmerzen seines Herzens aus dem Grabe drS heweinteu Todten auSzuschüt- »en. Wir bülcre» uns daher, aus Achtung vor dem Leide, uns sofort zu näbern. Aber, geirieben von dem Wunsche, einen Glaubensgenossen zu. seben, und vor Allem einen in seinem Schmerze so aufrichtigen Glaubensgenossen, naberle ich mich nach unk nach der Grenze des Gottesackers, und. verborgen hinter einem großen Steine, konnte ich bald seben. ebne gesehen zu werden. Ich bemerkte nun ein ganz kleines fast nacktes Kind, liegend unter einem Brombeerstrauch, daS mi» seinen Händchen sich die Augen weinend rieb. Einige Schritte weiter saß ein Weib auf einem Grabe, schluchzend und, Thranen vergießend. Bisweilen wandte sie sich, um einen unruhigen Blick auf das Kind zu werfen, dann fiel sie mehr auf den , Sand zurück als daß sie sich darauf setzte^ um ihre Thränen und ibre Seufzer von Neuem zu begmnrn. Dieses rührende Bild rief mir eine nicht minder rührende Scene der Schrift in die Erinnerung: in diesem Kinde glaubte ich J-mael zu sehen, und in diesem Weibe Hagar, die Magd Abraham'-, die ihre Stimme erhob in /