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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 39 (1854) · p. Seite 156

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
39 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 156 (sequence 4)
Language
German
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Ihr üKltrt," redete ihn. sein Gastgeber an. „so köm tet Ihr häufigr Genosse solcher Fremden werden, während' Zbr bi» je 1 in stiller, dumpfer Hede Euer Leben mit! lauter Srudr « und!Geber dabinschleppt." „Mein Sob!»." erwieder e der oromoie Gast, l„auch die höchste Tafilfreude finder hr End^ auch der ^rbßte Festesgenuß fei, Ziels da» W »stmadl über, dgs der! Herr, bochgepriesew ei .sein heilige Nam^. seinen Vtrebrern Zenseil» bestbieren. wäbrl 'ewig, 'enlaube mir, dc^ß icb dieses vorziebe.' .BendavitljZeugni'K. AR der lussaonie Bent!avid den berühmten Kästner um ei» Zeugnhß über seine, Kenntnisse in der Mehrmasse in 156 lif rren ha»e. erhielt er Herd ä ienravin in Rücklicht Zesscln inrbeabsichr« fte. sie als Sklaven kautenl (siner neck, rar vpz irclllc. als ri ttg^ti k bens. dasitzer 'en Ma ttgkect ohwobl rdeilba : werde Leben keim l r Herr Abgru sie rie schuld unter Oe deS Worte Iber AUck E l seine > rl'?rer"für das Leven nach rem Tohe zu b geistern zu ermuntern, ^n irdischen Freudep kcinen zu ^enb bl izulegen. ' Als er vom Lebrstuh e stieg/ in Ungl lubiqer »>j» er und scheute'sich nickt, ihm Allbesicht de Verwunderung auozutrücken, wie er Schön rfi fein, Miitrol »e i>. Al i »erbauch folgendes: „Ich bezeuge, daß feiner mathematischen Kmntniffe a »f jede sslroseffur Anspruch machen kann, aizch auf ^ie m« nigt.' 'Zweifel.' ' Estj Seeräßber ous Gtrnata. bei Zvrien-ft euzend. kapert« em Scklss. r'n welch m sich vier nach Hebaste reisen wollende R ibbuier bee'an wn. Ter Unmenschlich; schlug u scr* Cvmlbm, 9}. Mose». Pater de» st Ebaskmer Fraü begleitet, die lieber sterben Zielscheibe roher Malrosenspjße u - sein oder als den diesi ihres L b. ns in bitterer Sklarerei zu rcrseuf en. , Tie Schrecken! des Todes schenkt st« nicht/ nur E nes ängligte sie: dtr etwaige. Perlust de-5 zukünf. sie naberre!! sich ihrem in stiller Eizebunz > ne und ftJytr in erheuchelter Gl ichgülauch 'de^j. ^lige 5er einstigen Ausei stehuq könne j t rr in den Meereöflukbcnsein? Ohne« Zweitel erwiekene ihr Älann.?ar gesag^'lZch ziehe Dich selbst aas dem Meeres Hstzver. Ps. 68. .Kauri dörre als sich die beldenmütbige. um il re Hn besorgte 'Frau in vaS Meer stüi zre und l|rn Well, n ibr Grä^ fand. ► . Tie lztsterblichkei^. jüdisch« r PredigÄv res Altertbums '^ub:c einst und «V hoben sponer m’v als g bllderer Mann an rer Wiederbelebung ejne» zu nd Asche geword nen Manne» Hauken' könne. Sohn, erieiederte dcc Rabbi rubig, da» ist meine' l eherzeug tnq. ser-Leben ist nur rtnj Punkt zwei Ewigkeiten. Wie? vermag nicht vei! Töpfer rbstochene'/Äetäß. r. S er. verfertigte, auf» Neue Staub Mein festeste zwifchist» da» z berzüst ell ibn kl rret und ct .a, tj ng geze, jezli Mior e von Medi n, inr>m er die Scherben zu Staub zerreibt.' nochmals die frühere Form, 'Stärke, und Nützlichkeit »erleihr, und Du kannst! betweidem »'chöpfer aller Dinge eine ähnlich Kraft chr religiöse Uederztugnug. iS ließ den jüdischin Arzt BeraitwoNli 'Berla»a»»n va»«air«,er'» BvFdai Montalto aus Italien zu sich laden, der aber nur unter der Bedingung den schmeichelhaften Ruf annehmen wollte, daß ihm di, freieste Uebung seiner Religion zugestanken würde. Al» er in Pari» eintraf, ließ ihn Hein, rlch IV-. zu sich bescheiden und sagte ihmr Die Freibeit de» Gewissen» ist eine beilige Sache und dem gütigen Gotte kann es nicht gefallen, daß ich sie beeinträchtige, liebet daher Eure Religion».Vorschriften mit Eurer Familie im vollsten Umfange-, Eure Gewissenhaftigkeit in den Anaelegcnbelten der Religion läßt eine gleiche Gewissen. Hastigkeit auch in Sachen der Medicin erwarten. Der König that noch 'mehr, er überhäufte den Herrn Montalto mit Gunstbezeugungen und trieb seine Achftmg vor denen religiöser Ueberzeugung so weit, daß er ibm Vorspann verschaffte, damit der von vieler Arbeit in Anspruch genommene Arzt am Freiiag-Abenv noch vor Son- «eb'Unkergang von seinen oft sehr entfernten Krankenbesuchen zurück »ein konnte und die Sabbatbqesetzc nickt zu letzen twrbig hatte. 6., Achte t&£• Bericht. Der König Zannä»» wnrde einst als Zeuge vor da» große Sänbedrin berufen wesie» eines seiner Diener, der de- Mort» beschuldigt war. Inmitten deS Sitzkreises de» T nats wurde für ihn ein Tbro» errichtet, den der Koni^ eben einnebmen wollte, als Simon ben Schetack einlrar und.ibm sagte: ..Mein König! Da» Gesetz Most» benel'Ik, daß der Zeuge sich vor den Richtern-zu stellen habe (5 Mos ö, 17). ich verlange, daß um Euretwillen doobalb keine Aenverung vorgenommen werde; denn nicht vor uns erscheint Ew. Majestät hier, sondern vor dem Könige aller Könige, vor Gott, dem einzigen Richter un- .se^eS Gewissens." Jannäus fühlte rie Richtigkeit dieser Bfmerkung und begab sich ° sofort auf ten Platz der Zeugen. Z. (»hre der Äerechligkeil. . Don Peter. der in Portugal im 15. Jabrbunderl -lepte und durch seine Grausanckeit eine so traurige Berühmrbcit erlangte, b.-fabl eines Tages, daß man einen seiner Diener enthaupten solle, der einen Juden bestöhlest. Als man den König auf den Grund bin. daß e» ja1 nur einen Juden, einen -Ketzer und Verdammten beträfe. auf andere Eim'ckeidung leiten wollte, versetzte' er: Ein Verbrechen ist ein Verbrechen, sei es gegen wenn immzr begangen und rann auch angenommen , das» die Jur keil itf der künftigen Welt verflucht sind, so haben wir doch keinen Grund, sie in den Gütern zn beeinträchtigen, ihnen Gott für diese Welt gegeben. ^ern'etzurq folgt.» Aldge»eiue Zeitung de« Judentbulst-s^ 9Jc. 2S. Leitende Artikel: Stflärung binsicktlich der Spende^ für tit Armen in Jerusalem und dem beil. Lande. — Bericht'über die jüdisch-orientalisch« Frage. — Betrachtung am Schebuotb. — Irin Wort über die jüdisch-onenialische Frage ven 6. ,Kar»ele1. Rabbiner in Siwanowitz. — Zeitong»nachr1chi<u. DeutschlavdFrankfurt a./M., Hamburg. — Hwußen: Berlin. Berlin. Lesterreichischer Kaiserstaat: Wien, bzernowitz. — Graßbrtlauuieu: London Zn bezieben durch jede» Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig '/« Thaler. her Retzactenr: G. Wieuhvld. elmig m — Druck von »lexonder Diebe in Veivug. i1

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