Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 38 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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152 hat e er Wnne*. — <m Wunder! - na* 7 Jak cen den irckbbnrischen Lebrcursus vollendet i nd kehne, er- 20 Jal^re alt. dennoch'mir der Morenu (»errabbinisl en Äuttzriianon» geschmückt, mir aller Scb ifucbs und Ui erulv afi das Her; »er darrenden. der üb, glücklichen Eli V»?utüjtf. T-r E*’-~ ruü entzückt der Ba er auS — ST s ss'W der glückliche Sohn ibm zurück u ld sirrkr in die offenen!'Arme der Eltern. — 0> wie anuutbig, wie schi n war Dieser Markstein °des Lebens! Sü > war die Tb:äne dev Freude, die Zähre de- Wiererieb ns; aber ach! weint nrchl der Sterbliche bei der Freu! e VtSbalb. we l er unbewußt eürpnnrer. daß' aa»ch die K eude verga glich, i^i Ru^ibr .Emst,den. im nächsten Au Anblick ihr G: ab sinket?*—. Baruch sollte, nach Sine ener Zeu. -öß milch ist Ver Svnagoge einen rabbinischgele-rten Bortrcg halten; dieser siel glänzend aus. und "'V' ein einzi> unv schien e-.köl^l es von allen Seilen. Doch sieh. ge DUlzeliei &!»enöweii ' d« siertgen lIiinqlingS nur u get Zudörir drängle sich nich zur Gralulanen bi> ümmirl seinen Blick guf 4 arucb ruhen zu lassen. Es w r der -rzt des Ortes. der Baruch schon als jtirrt fanme m t mit schmerz an rem chronischen Husten e n ries' ern- Brustübel eikannch. welches von dbr siyenven und rer anbalt nren Anstrengune des wißn so schneller in »ein gefahrli »es Sraitium gelangte. T er Arzt—täuschte sich leider m seiner Vermutbung nicht - Eine langwierig« Krankheit re selte Babuck ans Be«. . D >r Vater, sprach oft, io Halv Eomproma scheinbarer Befferu rg im Verlaus dej: äkrankbeir ei »raten. pfiu:!^srr -p“3 u lv ebeyso oft. wrün dieselben a! Sblieden sein: Cisrj wird wobl fdjon schicken ft ic ’r:: Jure*". — unglücklicher Batet! Du a. nst noci nickt vie Vorhochn veL.TodeS . ... immer f» tner unkleiner werden di^ Marksteine, den i. der Weg ßi hrl Nim er Iveiler unr'weiüer abwärts vom Leben. Da k. m der l 'hie Augenblick, Bäruch verhauchte seine fromme € eele un: der glaubensstarke Vater, die tzottergebene K kurier ü rachen das letzte Wort der Religion: 7“i k 28; riec-war auch der letzte Markstein betz Lebens! — j ort aus dem kleinen, aber pegelmäßig angelegcen-und in s )öner £ rdnung erhaltenen Friebbof zu M. befindet fifi b iS Grat das vie Äsche jer^j JünglingS deck«. Ein bes seidener Leicbensteln bezeickitet seine Ruhestätte, und auf Dieses und dem allererstPd e zu lesen: 7772 n -1 mögest, «enn D-u an solchen 1 >esem al elleyrew Markstein jene- Lebens sind die LLor T-: Du dbtr, lieber Leser. Markstein n verweilest, dem innen Ruhenden leise zurusen: Friede jei Deiner Äsche! Ur. L. sLewvsohn in WormS^ ' kschichllicher Nachtrag zs der krjä^sig ' „Jsaac Drobio"! vo, dem Uebersetzer. Professor Vorlesungen über diesen- Gegenstand, ließ sich jedoch ipättr in Sevilla nieder, dort als Arzt practicirend. Von der Jnauisition als heimlicher Jude angeklagt, wurde er in den äkerker geworfen, wo er die unerbörresten Martern erlitt, ebne jedoch deshalb seiner jüdischen Ueberzeugung abtrünnig zu werden. Die Folter griff ibn so an, daß er bisweilen sein Selbstbcwußtsein und das Gedächlniß verlor und sich nicht mehr vorstellen konnte, daß er Frau und Kinder gehabt, Arzt gewesen u. s. w. Er hielt sein früheres Leben für einen Traum, .vaS Gefängniß für seinen Geburts» und Sterbeort. und üble sich in seinem Wahnsinne in Disputationen. Promotionen unv in der Haltung von Vorlesungen. Da er aber trog der fürchterlichsten Marter bebauplele, er sei kein Abtrünniger, so schenkte man ibm die Freiheit wieder, worauf er nach Frankreich reiste unv zu Toulouse Professor der Arzneikunde wurde, blieb aber auch hier äußerlich dem KathokiciSmus rreu. Der Verstellung endlich müde, segelte er-nach Amsterdam über, ließ sich beschneiden und blieb von da ad dem Judenkbume ganz ergeben. Hier gerieth er mit dem Professor Limborcb in einen literari» - schen Streit über vaS Judettthum, wo er 'dies mit Mäßigung und Scharfsinn verrbeidigke und vielmehr 'die Grundlage seiner Gegner angriff. Er starb in hoher Achtung 1687. zu Amsterdam. Dergl. Geschiedene der Joden in Nederiand door Mr. H. J. Koenen. Utrecht 1843. Anekdoten und Einfälle. Ein Rabbi trauet, einen hübschen jungen Mann mit einer alten Jungfer und nach der Ortssitte streut er Samenkörner ium das Brautpaar und spricht: ■on tis *r—ixn rx 75tb:;\ Pon einem der Anwesenden befragt, wie er einen solchen vergeblichen Segen ibm ertheilen kann, antwortet er: '2-n ne gilt Wm Bräutigam, r.x ix'm dagegen der Braut. — ..Sie werden mir gewiß die Wahrheit sagen, welchen Eindruck mein Dortrag am vergangenen Schabbes gemacht bat." sagte eirr Eantor zu seinem Gönner beim Abschiede. Dieser wußte wobl, welche Müde er hatte, VaS Publikum von den äkundgebungen ver Unzufriedenheit abzuhalten, doch es diesen nicht merken lassen wollte, sagte er zu ibm: „Glauben Sie mir, Sie verlassen.unfern Ort mir Beifall." Der Eanior schied sichtlich beruhigt. — Allgemeine Zeitung des Iutenthums. Ro.-23. Leitender Artikel: ans Paris. — Zeitungsnachrichten. Deutschland: ^Dresden, aus Württemberg. Preußen: Berlin. vom Rbeiu, vom Rbeln. Oesterretchtscher «aiserstaat: Wien. Dänemark: Eoveubageu. — Literarische Nachrichten: aus der Alrmark. — Corresponbeaz: Pariser Skizze». Z» beziebe» durch jedes Postamt und jede Buchbaudlang. Jährlich 3 Tbaler. vierteljährig •/« Tbaler. Dr. Zsaac ^.robio von Castro legte sich eifrig auf ie Natqrwifftnschaflen unh hielt in Salamanca als LerantHottlicher Redakteur: G- Wienhold. Berla« rf<t P□ o■ «4rt*<t'l PiiANiMuBg i, keipzi-. — Leu« Mi SIcfanBrr Sied« io Sei»,lg.