Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 37 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 4)
- Language
- German
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selbftS islstc nvlg gierügr. werthe > Wur scke brr tung i itt tor blick) en gknS vorma nun i namm nicht 148; 5i rübn vielmehr von dem lobeoSden Eltern ein Zeichen dxr Ach- Liebe zü geben, unk sic, wenn schon vergewisermaßer wieder in's Leben zu rufen.! llebriiat diese Sin bei 'unS keine nachrheilige, Folge. Lacherl che Atämen korlmen selten vor. Bei uns würben und t leben dennoch Tugenden, wie edel , nd zarlsinnig! gaben besonders ibren Beirrcg. Dlergesiali sin» die Namen Grazie sa, Alles. unll werden auch irtzt größkentheils,'iK Borna, eistens! aus de Bibel gewählt. Nur die Frauen entlehnte mach oft der Gemütbs - und Narurweli, ganz jüku'ch, weil bei den.^bristen Held gebt mn dem griechischen, römischen, persischen Hand irr Hand, wenn nicht von ihm verdrängt, der Patriarch und ver Propber treten in seltsame Gesellschaft mit dem Ritter der runven Lasel, mit dem gordischen Bezwinger, mit dem mvtbokogischen Halb- oder Ganzgotr. Hätten sie geahnt. einst zusammenzulressen? Zuweilen aber wählt man einen bebräischen Namen und sucht dann ein italienisches Acauivalent. und das, ungeachtetder nicht selten possierlichen Verkleidung, ist noch nicht das Aergste. Andere im Gegenrheil trachten einem welschen Lieblinzsnablich. Die E elsteme, die Blumen, die weiblichen uzen einen oft selbstgestempelten bebräischen, und zwar gra, Lunal Pazi wobei zu bemerken, den. Nur' wenige aber nur zmalllg ge nza. Perla, und andere webrere;?aß Margberita. Aqara ünv dergleichin soygkältig, as heilige Namen, vermieden wur- Namen baue man mit den lEhristen. M'in Tic Bprnamen. rurven in. Italien bäung verlängert, verkü Vr ab^r am s« lensten cnlsieUl. iheils durch biuzugc--s-zju verwischen und zu verstellen. Die nahe Folgt dieser kannrlich sellr viele besitzt. rdeilS durch die Jralienjsirung'). Dieses geschah: 1s :urch mehr oder minder treffende Ueberse^ung. wie Sa!\ lore (der Retter) TwW, Donato (das!Gegebene) =; bx:r:. *~:, Senaifio (der Knecht Goltts) 77-7a'a. Diese Namen sind ausschließlich jüdisch? 2 )j Indem ^man ähnlichlautende Napren der iraltenischenl Heima h arorttrte. ' wie Lebio sb?77, Anselmo z± Marco *3^—(Diese Umgestaltung wird! retzl sei r mißbraucht. Die Namen Maffüno. Arnolvo. klio, si, d nunmebr die alter erro deS Moses, Aaron, Elms geworden). 3» .Durch verschiedene Beziehungen wie Lfcone (£ in’f)- Cervo =: Vrrs: sich an 1 Bum Mose« 4ll, 21. anlebnend. 4) - Durch willkübrli« unerklö cbare Veränderungen, die den mrsprünzlichen Namen unkeunrlich machen, wie z. B. Angele für Epbraitn/unr be gleichen niedrere. Dies in das a re Herkommen, und noch ieyt der Gebrauch der! schlichten Leute, aber bei der verfeinerten Welt verbal! sich die Scke ganz anders. Für die ^Leibern«, men ist «an gerdii nicht. verlegen. Der allerrseuste Roman. die falte unqn<uc Geschichte, die maw in ein Operadurch gezwungene Ueberrragung oder Gleichlaur, anzuvas. s,n. Daß dadurch die wunderlichsten Namen entstehen, versieht sich von selbst. Es ist unleugbar, daß Eiielkeir und Nachäffunqswurb. die mehr und medr um sich greisen, einen großen Shell an diesem Unsinn haben, ab-r, leider auch die Scheu vior. allem Jüdischen, die strafbare Zucht, als Nicht Jsraelir zU gelten, oder wenigstens jeden eiqenchüipllchen Zug möglichst fügt« Dimittunvi'vlb« a. deren die italienische Sprache de- Richtung ist. daß die Kennrniß rer bebräischen Sprache ' r^ach und nach verschwindet. DaS neue Geschlecht, vor« chamlich das weibliche, versteht nickt einmal die gewöhnlichsten Ausdrücke, mir denen man die Festtage und di, seligiösen und gvuesriensllichen Gebräuche bezeichnet. Die Ellern verbannen sie ängstlich aus dem häuslichen Um. .ganze, l 'Pur com' uom fa olell' oiribilicose, Um ihnen italienische, ja christlich.konfessionelle. die Sache .keineswegs genau wiedergebende unieizuschieben, und der Dewezgrl nd'dieser Vermummung ist die Furcht, daß die Kinder j-ne Benennungen vor Ehrsten wiederholen uüd dann, welche Beschämung! Mit diej'm leichtfertigen Verfahren, v lacht man' die. Jugend 'em ganzen jüdischen Wesen, s,wie den.Zeichen auch dem bezeichneren Sachen, hr abgeneigt immer m No«? einige Worte über die Vornamen. In der iibretti le ein MLdc en mus Namen.b romaneles nt, lies rn ja die allerliebsten Namxn. Denn einen recht hübschen, wohlklingenden iben. Ist es denkbar, daß. ein klavieiftvielenres. nves. rolkirendes, zeichnendes-, fremde»'Sprachen daraus fei«. S lienikebe» lich j«»r stammeln!es Fräi lern Lia oder Rebecca h^jße? Die Männern imen aber erfordern sinnreichere, tiefte Eombi- Verschiedenen Rücksichten muß man idoch nachgeben: ft r daS Lorab-rufen, für religiöse Urfujfcm ist ja ein brbr ijscher ame unentbehrlich; aber nebst "dem besetz:'ma > einen heidnischen; den ersttn hak der Eigenlbü >er selb i rjielleichr vergessen er erti nt nur in der Svn zöge, , esetzr, daß er sie besuche. Eö entstehen »ie hetrrogensten Verbindungen. Der jüdische erkwürdia ist die Erscheinung drei jüdisch-deutscher unter dea iiali« jfchea Kr»ue»-Dimi»ütivname». «ämlich G« rla, Pesrl«,'eigenMfh Sürele, Peffele. Särele--, denita- Bouina. PaSguina, Sarins eursvrechead: fümmtsichtet« hkqni^u ' Vorzeit sprachen Betreff deS soll der Wal rinnenen sie nicht nur an Lcbensereigniffe; sie auch die Wünsche der Elttrn aus, sowohl in es eignen als des Schicksas deS Neugebornen. Aber au b an den künftigen sittlichen Tendenzen veS Krüden Eltern liegen, und aub dieses verdrenr brr l der Namen Beachtung *). ' Liio vella Torre. 2r *) Ämg« Juden schämen sich sogar ucht, den eignen os'et der Verwandten sogenannten NamenSl g zu feiern! *) Nach diesem Grundsätze und menen Kindern nach dem niiSnnchea Spruche (Abod Eav. II.) nicht cheffereS als ein gures Herz wünschend, nannte ich meinen zweit-, Sohn a'C ab iSu* cardio; und gegen das auch in Jtalm herrschend« Borurldeit, nanar« ich meine dritte Tochter, nach «einem eigenen Namen bbn~ra LeUa. uud zwgr nach l 'B. tose» XXXVlll. i. 12. («gl. auch t Cbron. IV, 25. 2s.) Allgemeine Zeitung de» Jutnrhum». No. 22 - ZeirnAg-nachrichtea. Deutschland Hamburg. Preußen: Berlin. Goch. Oesterreichischer Katserst«: Lemberg, E»er,o- »itz. Frankreich: Pari». Großbritannir: London. — Literarische Nachrichten: au» Dürttemerg. —^Kunsino.ttz: au». Württemberg. — Corres^-nd«Brüssel.' Reisebericht«. 1 g, beziehen durch jede» Postttt und jede Buchhaud« lang. Jährlich 3 Thaler. vierteljährig,4 Thaler. Leranrmanltcher Redakteur: G- Wienhold. tz«n vaumgSrinrr'» v«chdandlu»g in vei»«Ig- — Druck von Alexander Wiede in vei», ___L_' . . ' ■ . w