Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 36 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Fleisch mit man ihn Lesens, und er nid'!, di:srs Gei bis seine i Seele bei ~~n ausging. Um als seine -©dm* ler webmü big rief n: „Rabbi!'sollte dies für P?in Wirken Dem iohn srin^" erwiedene ek ihnen: „Lebenslänglich babe i b unch . cbmerzlich gesehnt, die Gelegenbett $u finden, das Gebot: Tee: rN - : ‘Vre» yssi -j.3i.. ..Du. foUfr Gott lieben ton ganzer Seele, selbst wen^ Tu dadurch Dein Leben b ngeben müßtest." zw erfüllestund jetzt, da ich die ersehnte Gelegenheit gefunden, sollte! ich solche nicht mir c rößler i-ugebenbctt vollziehen?" , Umecku Märrvlw Rabbi Akiba tvar also genbcik. fic! für da > göttliche Wort mit größter Tode marr«c» zu lc isen, nur erwünscht: vaber n ses erw'iede:ij: ,,Be ubcge Dick, da-dieser Äkiba diesem Ged rnken or mir) umging. einen so zu sterben " Hicrau erging ein r73, „Heil T;r, Akiba, Tein Kirr r und Geist ist verklärt! lkoppenbagen in Wpngrowiec.! 73! 113373^ t! "'mTm- "7”3»:7' N! T'NTp Grah mtb >h?lle werd, a nimmer sau. des Menschen Aigen haben nsi genug. Zrtüch«- 27. kamir. kam etwi S- Bro und t jündk. Da Pai rvies/s^' er an was zum 144 L_* nen Züngln berur lerreißl. Unb MoseS schrie:!„Hen der Welt! sol dies ür sein großes Wirken stinl Hierauf wurde ihn erwiedi rt: lA nasrraa n’» *p ipr». — Diese letzti re Stell ist vielfach gedeutet worden,! waS mir aber am s hlichreste r und riÄtigfien 'zu sein scheut, ist folgende. A ir finden in Berachorh 61, 2 folgende Märkyrer-Geschid te: Ei, st ließ die griechische Regierung den grausamen Befebl rgehen, daß die Israeliten bei Todesstrafe fick irit der ,örtlichen Lehre nicht beschäftigen dürfen. Deß ungeachtet ging Rabbi Akiba von! Stadl zu Stadt »nd lebrte iffentlich daS göttliche Work. , Tje Tyrannen Halen ibn -ndlich ergriffen, gefesselt, in! den Kerker geworf n und za dem Marlerrod verurtbeilt.I ihm daS eiserner Zangen vom Leibe zu reihen. Als rr Nicht tätte brachte, war die Zeit peS selbst bei diesem marrervollen Tod! unterließ et mit höchster Andacht zu vollziehen. ese, Geler Rube zu urde Mofters mit eben-Tod G k nügsamkeit. Abscbn n 4. Auf seinem Zuge mich Indien Alerar der an inen Strom. Er rubte da luchte gesalzene Fische, die e: dazu es« Zlutb. Und siebe, die.Fische wurden sey wollte wob scbmcck mit dem Äaffer de^ Stromes sein Antlitz, und nd 'verbreiteren Wvhlgeruch. aus, av Er wusch chien versvrgchkn: „Fürwabr, das ist der Hrirom des Er f> lgre rem Strome durch fernle Wüsten, bis er an die Pronen des Paradieses gelangte, «bp «21 K33 v 777 'S. „Ocffnct mir die Pforte!" rief!er. - „Ich bin König Alerattkw!" Aber ihm ward die Antwort: 13 1K13'' a *?:! -772N N7. „Dies ist die Pfortt des Herrn, wo tiu; dir Gerechten eingeben. Ds. lt8."-' Der Kön^g erwi tdsrie: / Ich bin ein mächtiger Herrsiher,"' hochgeachtet um ti den? venschen. (0 gebt mir wenigstens El« »eichen, aß ich hier gewesen bin.''' gab ibm ei ien Tod enschädel. Er nabm ihn; lUnd man Idoch bald wurde er ihm zu schwer, und als er ihn wog, konnte' alle- .Silber und Gold Indiens ihn nicht aufwiegen, "ra« \xn -wia yaib mb. . Da fragte er die Rabbinen, waS dieS bedeute. Sie antworteten ihm: „Dieser TodtenfchLdel ist der Mensch: deS Menschen Auge ist unersättlich, daher.die Schwere dieses Schädels." Da erwiederte er ihnen: „Womit beweiset Ihr Eure Aussage?" Dir Rabbinen erwiederten: „Nimm ein wenig Erde und bedecke ihn damit, alsbald wird er leichter werden." Er nadm Erde und bedeckte den Schädel, und bas Gold und Silber wog ibn schnell auf. Die Moral dieser Erzählung, eine Anspielung auf die Eroberungssucht AleranderS, wie überhaupt auf die Unzufriedenheit und Habgier des Menschen, so lange sein Auge offen ist findet heule noch ihre Anwendung. Mehr als zwei Tausend Jahre sind feit jenem großen Weltherrscher in bas Meer der Ewigkeit aufgegangen, und immer noch hak die unzubefrievigende Habgier in den Menschen nicht aufgehört. Wie viele sind bei ihrer Wohlhabenheit, ja selbst bei ihrem Reicktbume unzufrieden, und möchten sich schon auf Erden ein Paradies schaffen, rr:c“ ns* mm 17:7773. Wer ist reich? Ter sich begnügt mit dem, waS ibm zu Theil geworden! Nat'banfon in Magdeburg. Anekdote. „Mir welcher Dreistigkeit wagen Sie eS, meine Schwelle zu betreten?" fuhr ein mildkbätizer Reicher einen polnischen Juden an. nachdem"Sie vor einigen Zabren mir 5 Tbaler zur Aussteuer Ihrer Tochter Herausgeber»!!, und ich erfahren, daß Sie gar keine Tochter haben? Zitternd entgegne» Ler Entdeckte : „Ich möchte mich venheidigen, edler Herr, wenn Sie mich hören wollten." — „Schelm, Ihr macht mich neugierig auf Eure Verlheidigung, redet! “ — „Wahr ist," begann der Bedrohte, „daß ich keine Tochter habe, jedoch nicht , minder wahr, daß ich vor 10 Jahren eine haue. Wenn diese heute am Leben wäre, würden Sie mir, gnädiger Herr, Ihre Gabe zu deren Verheiralhung nicht versagt haben. Nun avpellire ich an Ihre Einsicht. Sind Sie, mein Herr, oder ich der Erbe z~rr zu meiner verstorbenen Tochter?" Der Reiche konnte nicht umhin, über diese Spitzfindigkeit zu lachen, und verrieb dem Armen seinen Betrug. Allgemriu^AviNing des JudenthnmS. No. 21. Leidend« Artikel: Was tbuk Noth? — Jüdisch-religions^ vbtlosopbisch« Briese, ü. (Schluß). — Zeitungsoachrichten. Deutschland: Wonne, Worin». Preußen: Berlin, von der Elb«. BreSlaü. Wongrow.irc, au» dem Großberzogtbum Posen. Oesterreichifcher KaiserstätU: Wien. Lemberg, Lemberg. Die Schweiz: auS dem Aargap. Frankreich: Paris. Großbritannien: London! Rußland: aus Polen. Nordamerika: New-Aork, Pbiladelphia. Abhandlungen verschiedenen Jnbal.tS: Die NirsivehWoinumente (Schluß). — Literarische Nachrichten: Btblischaalmudische Medtcin. — Korrespondenz: Otterndork im Königreich Hannover. yy In beziebeu durch jedes Postamt und jede ^Buchhandlung. Jährlich 3 Tbaler. vierteljährig % THaler. Deranlwoi ticher Redacvenr: G Wienhdlb. v-n-.-aumgirtn«^'» vu.» andlima kn Veiii,ig. — Druik von Alexander Siede iu Lew,ig-