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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 26 (1854) · p. Seite 104

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
26 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 104 (sequence 4)
Language
German
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Werve nid t inner rt durch seine lock» Künste pnd Aejche, Bann sprihr, unv diger und ist Jeder, 3 Mos. 1(9, 31. S. 434.) (vermcintl tritt, ist eine Wah Tinge. R in ist ei alle Arte« boten st lageret. 104 dir gesunden: wer seinen S«t>n oder - Feuer sühn. Wahrsagerei. verdeckte Leulerei und Zauberei rreibr, und wer Beschwörung besragl. und Zauberkun- Todtenb-schwörer: Denn eiw Gräuel des Ewigen der Sol hes tbut." S. ferner 4 Mos. 24. 17. SO, 6. 27. (unser Bibelwerk Band I.!ange demnach da» Tischrücken nur als. — So chf) na urkdiffenfchaftliche Erscheinung beachtet uch vor. religiösen Standpunkte nichts dagegen einruwenk^n. Sobald aber irgend ein Aberglauben, irgend ein Treiben „verdeckter Künste," also auch irgei d Klopfgeisterei damit verbunden wirb, so gebärt es i die Klsrste obiger bei strenger Pön »erbotener zwar wahr, daß die Talmutisten an Zaubei ei glaubte«, abe/ eben so streng verste, ja sogar auf irgend eine Art Omina («77:) zu achten, als Bo bedeuiungen. z. Ä. der Stab fällt au» der Hand; ein Hi -fch^kommt Einem guer übkr den Weg; nne Schlinge zur Rechten, ein Fuchs zur Linken rc 8anhedriu-6' i, I; n* dingeqen ste gewisse Zeichen gestatten. t ir einst der Diener Abraham'S. als er um ein Weib für feines )erdw. Sohn warb. z. B. ein glückliches Creigniß nach dei i Neubau eines Hauses vergl. Cholin 93, 2.! sschenspi« erei (»^ 777*«) erklän der Talmud für verboten, aber nU r für strafbar. Sanbedr. 10s. 1. Ja. in «rleuch ererm Sinne beißt es, daß auch durch Zauberei keinem st eni'Lm Schaden zugesügk werten kann, wenn Kokt es! ichr best mmr bar (Cbolin 7. 2.). —• Dies zur Beanrwor ung vh > a und b. WaS die Frage; o betrifft, so muß j de Kur, ste mag geheißen werden, wie ste wolle^ welche an Zauber« i und verdeckte Künste streift, für eben datin gel örig goa btet werden. Die Tborab verbietet alle zauberarti zen Her ungen unv erkennet nur Hott als den '„Arzt all s §I«jdr8''-. an. Wenn es 2 Cbron. 16, 12 dem Affa zum Mi ewun gemacht wird, daß er in seiner Krankheil zu den seine Zustucht genoiaoien, so waren dies ben soft e. welche durch Zaubereien heilten, wie die Heilt >nst noch jetzt im Morgenlanve Sache^von Zauberern. 1 rcklangei beschwörern u. s.' w. ist. Freilich^ der T^almitv erbierer zwa. heidnische Hebräuche (?12»'2^1), aber er st venub ch voll' von Heilungen durch Lmulete, Besprechu izen (;. B. über ras Wasser des Rächt», bevor man es t sinkt- Sciabriri. bpiri. viri, in, ri, dann ist der büw-Däa on ton III I. 2 ) und d vom U des. und rtnt Masse solcher Dinge. Peffach. mparbelische Mittel, die empfohlen werden. Bv! I talmui u'chen Standpunkte wirb also die s. g. Svmpart e erlaul t sein. Vom Standpunkte der b. Schrift bingegen verden a le natürlichen, in natürlichem Zusammenhang alS llrsache unv Wirkung stebenven Mittel gestattet, alle dingbgen. d, e auf Aberglauben, auf übernatürliche und wil ernatürli be Deziedungen sich gründe«, verboten sein. Sr weit d> der die „Svmpatbie" unmittelbare magnetische Eiiistüffl von Mensch auf Mensch beansprucht, ge. hört sie noch in', Reich der natürlichen Mittel, wenn wir auch dass Wie? nicht erklären können. Darüber binaus ist A^l. ss^ewiffentzasteste Ehrlichkeit. Bon Nuschirvan. dem weisen und gerechten Könige Persien».' wird erzäblt, daß er einst auf der Jagd einige seiner Hofleure in da» nächste Dorf sandte, um ihm etwa- Salz zu seiner Mahlzeit zu holen, jedoch mir der ausdrücklichen strengen Weisung, eS doch ja zu bezahlen. „Der König wird doch! wohl daS Recht baben," sagte ei. ner der Hosteme. ..etw^S Salz unentgeldlich zu fordern!" — „Nicht doch!" entgegne« Nufchirvan; „denn wenn ich heute etwa» Salz umsonst nehme, werden morgen meint Diener daS Obst sich «uS den Hanen umsonst holen." —. Eine noch weiter gehende Gewissenhaftigkeit gegen ftemdes Befitzthum erzählt uns rer Talmud (Jeruschalim Demai): K. Simon bar Kahana ging, gestützt auf R. Elieser, vor sioem Weinberge vorüber, und sprach zu ihm: „Bringe mir doch ein SpLnchen zum Zahnstocher! Doch nein!*' lief er ihm zu, „thue es nicht! Denn wollte Jeder auch nureinen Zahnstocher abbrechen, so würde der Besitzer bald um seinen Zaun und Weinberg sein!" — Aebnlich rief R. Chagai dem R. Seira zu. als Jemand mit einer Last Holz vorüberging, .»wenn Jeder, der dasselbe Recht, wie ich habe, oon, dem Holze auck, nur ein Spanchen nähme, so würHe d<r Eigentbümer bald um sein Holz kommen." — Der Talmud bemerkt bierzu, daß die He» fetzlebrer absichtlich solche Grundsätze öffentlich und durch Beispiele auSsprachen. damit da» hörende Volk sich in seinem Leben darnach richte..— j Dr. Klein in Srolp Anekdote (vonL. B. in D.). Man bezeichnet gewöhnlich den berühmten Aben-Esra, jenen eben so gelehrten al» fcharftlnuigen unv witzigen Schriftsteller unserer Hlaubensgenoffen. als Verfasser de» folgenden sehr sinnigen Handbillet». Derselbe soll nämlich von einem guten Freunde', welchem ein Insekt (Wespe?) in den heißen -Honig siel, als Casuist befragt, seinen Ausspruch in diesen Ausdrücken niedergeschrieben haben, welche von jedweder Seite gelesen, immer wieder den nämlichen Sinn und dieselben Worte erkennen lassen: i : 2 -t c ■j r 2 y -i a 2 12 2 m n? 2 r; . r| n 2 : * Wir haben darüber nachgelernk. Die Wespe In dem Honig Ist vernichtet Und verbrannt. --—— -- . u Allgemeine Zeitung de« Jubenthnm«. No. <1. , Da« heilige Land »nb seine Bevölkerung. I. — Mziebung III.— Zeiiungenachrichte» an« Wer»«. Baiern. Berlin, Langensalza! P >«» len. v. d. Dönai. Nie». Mantaa, Nizza. San yraazisco. Puerto «adello. — tzorrespoudenz: Die neue Schnlordnnnz fsr die jüdisch«» schulen tm Königreich Hannover (Schluß.) — Mariamne. die letzte HaSwoaäerin (Forts.) — Anzeigen. — Beilage. biv. An bezirben dtrch-jed«« Potzami und jede Buchbauvlnnz. Jährlich Z Tbäler. vierteljährig •/« Tbaftr. . verantwonlicher Redactenr: G- Wienhold. v« 0 a « »«äriner » 0u»ch«»rluna >» truit von Sle,^,k«r «L,rke la r«.,,-,.

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