Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 23 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
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V Brand unv 5fu«, uitc ihr Zischen Glut und and ihr Flüstern wie ver Flamme Prqffeln. Schlange ist die Zunge! Doch wer bezäh- und ste^gu lenken weiß-'bdm bringt ste Heil und Siß wie strrmm. Dies, uen kani und ue^ju jeden; I ep» also stehet geschrieben: ,,To ..De 92 1 und Leben tn der Zunge Macht." d.. Löwe lödtel, wenn ihn ver Hunger ßlaqt, den unk auch rr ,,Durst j u stillen, muß der Tiger mordett Doch, Schlange, sprich welchen Vortbeil gewährt Dir der Ar, tritt dem Du Le »en vernichtest?^ . . So sprach der Mensch zur Schlang einst. — ..Richte an den Lästerer und Ber- „leum 'er Derne Frage. Tenn ste. ste sind.msrn Must^r- „bild," zischelt, die Schlange dagegen. j ) Der Mo«d. Gri ßc freundlich den Mond, wenn er'wiederkebrt von seinem killen Wansel um die Erde, grüße beu-.N.umond, wie v«l Kinklein, so zur Welt ist gekommen.-! - Di gleich näbrl er stch vom unversiegbaren Borne veS LichteS. and empfängt den Gnaoenstrabl von ewigen Sonnen. Z d n glerch leuchte auch Du einst, eine fUUr Ampel, durch d e^Rachk. und-spende von dem mtlven! Glanze de- ^nen, di lm Dunklen wandten, Dir gleich entrolletjer nicht auf einmal^ seinen beilen Sk egel. keimend und dämarernd kommt er. ein matte« Fl mmlein/ am Himmelszelt' hervor, wie vaS dostnungSr olleKindeSalter. wie die verbeißungoaeicheätnabenzeil. llnZimmer werter enthüllet sich sein strahlend Reich, unv io mer weitere Strecken erleuchten sich ick ibm. dlS in >eu es Lebens Hälfte vollendet von der jHimmelSkuppel »i«oerschauet, und mir de« BollmondSi offenem An« ^estchv va« Mellenall. begrüßt. Dich sieb! auch seine Zeiten wandlen. siebet m Reiche des Wechsels. Rach der. H ilste des L< ben« r immt fein Licht in rckm Maße wieveri ab, 'wie eS -vordeo ausgenommen. . Immer riesiger und immer finsterer zieh«» der Tode-' schatten in ihn eia. bis dir letzte Sichel, als dünnes Flammlein, in die finstere Nacht hinaus Iverglühu — Entia tung —^Vollendung — Abnahme —f Vernichtung — fe n LooS, wie vaS Deine! gleich wende auch Du dem Lichte T)>^ zu. und wand! t still, aber sicher auf dem W^e zrir Vollendung. 3bm gleich sei sanft und mild itt Deinem Glanze; und lasse sie Srernlem neben Dir leuchten. slnd wie der Mond stch wieder erueller. so erneuert .sich'»,- Leben, erneuern, stch die Zeiten. lnd abet und aber ziehet die Menschheit' diesolbigen Bahi en und Kreise, und rdem Winrar folgt ein Frübliyg, au> jedem Grabe keimr ein neueS Lebeir.' Wer dgs Leben n che verlängern kann, der kann eS doch vergrößern. Biele'Zadre fink keines lugenblickeS wertb, und eine Stundewiegt oft Jahr. Hund Ne auf. Kurz -ist wobi eines Mondes Dauer, kur; lst'wi bl eines Menschen Lebdn — Heil dem. Iher in aller Fluch igkeir und Wandelbarfeit doch daewige Gesetz hat erkanu. j 4 uS dem 8 C.apirel. . Kprüchweiohert. . ' ^-^Suda dhn Thema j ' »Kühn und stark wie PardelS Lehde/ ' Wie der Adler flügg' und frei, [ Wie der Hirsch, ver so behende, Murbig. wie ver junge Leu! Wo es gilt, veS Schöpfer- Willen, Sein Gebot hier zu erfüllen. Di« Seifen sagen: 3st ver Streit um Gottes wjllen. Hat der Skrert Erfolg;' Obne Nutzen ist vaS Wüblen, Streitet das gemeine Volk. Gamliel i'agl: ' Willst vem Zweifel Du entgehen, i Mußt ren Meister Dir ersehen; Dean gar schlecht verzehntel ist. Was man ungefähr nur mißt. Lksninu den Dossa sagt: WaS an Dir erfreut die Welt, Da« auch vem lieben Gor: gefällt; WaS ober Menschen häßlich nennen. , Wie soll's vor Gott bestehen können? Do*sa ben Hyrcamis sagt: Dumpfer Schlaf im Sonnenschein. _ ««. Zu Mittä'gSglut der starke Wern, Unv der 3ugend leer Geschwatze, . Der Gemeinheit Sammelplätze, Haben Freuden uns vergällt, .Bringen unnoch auS der Welt. Die Weisen sage»: Vierfach ist ver Schüler Geist, Wenn ste Lebrer unterweis'r. - Hurtig erfaßt, Schnell verpraßt. Wie geboren '—*so verloren, Schwer erworben — schwer erstorben, Wenig gesäer — wenig erstehet. — Schnell entfalten — lang behalten, GoneS Segen — aller Wegen. — Schwer erspüren — leicht verlieren. Lenzesflucht — saure Frucht. Wieder vierfach sich erweist Schülersinn und Züngergetst Ich nenn' al- Gleichniß Dir vier Dinge: Schwamm und Trichter, Seih' und Schwinge, Schwa mm.' der trinket obne Wahl Zeven Tropfen, jeden Schwall. ÄuS dem Trichter. auS dem Heber Nimmt> was oben eingegossen. Die, Seihe halt nur- Hef unv Treber, Der edle Wein ist schon entflossen. Die Schwinge' hält das Mehl nur treu, Die Kleie wirft -sie weg wie Spreu. Lcliniaiak sag!:' Rur der Arbeit sollst Du leben, - Nie nach einer Herrschaft streben; Mußt Du einen Stand erküren, - ._Wünsche niemals zu regieren. " Allgemeine Zeitung de« Znbenthnm«. No. 8. Da« vorn« der Preußischen Kammer. — Der Zude tu Preußischen Staate. — ZeiiungSnachrichieu au« Hamburg. Mag deburq. Stritt. Bien, Part«. London. Riga. Mita», Ehriftia nift, Boston. Rew-Drlea»«. — Literarische Rachrichte« au» L«ip> zig, Magdeburg. — Anzeigen. NB. Zn beziehe» durch jede« Postamt und jede Luchbaud l»«g. Zäbrltch Z Dhaler. vierteljährig »/, Tb»ler. \ ■f ia Strl jg Mit 9««agtrthtrTf PntMtd «t»»rillcher Rrdarleur: G. Wteußold lcher Red«. ’MtnJ w Vriv«ig. — rrnd ton flitjanter ©tr»* ra tauig. I